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Gold zieht gen Osten: Thailändischer Goldankäufer nutzt Bärenmarkt und verdoppelt Importe

26.09.2013  |  Redaktion
Laut Bloomberg überlegt das thailändische Unternehmen YLG Bullion International Co., Thailands größter heimischer Goldimporteur, seine Ankäufe dieses Jahr zu verdoppeln, nachdem der seit April herrschende Bärenmarkt die Nachfrage für physisches Gold in die Höhe getrieben habe.

Dieses Jahr sei der Goldpreis gefallen, nachdem einige Investoren den Glauben an das Edelmetall als Wertanlage verloren hätten, heißt es im Artikel. Viele Experten und Unternehmen, darunter die Goldman Sachs Group Inc., Société Générale SA und Credit Suisse Group AG, rechnen mit einem weiter fallenden Kurs. Dank des Preises, der somit 32% unterhalb des Rekordwerts von 1.921,15 $ liegt, der im September 2011 erreicht wurde, habe ein Ansturm auf Goldbarren und Münzen eingesetzt, deren Verkaufszahlen im zweiten Quartal laut des in London ansässigen World Gold Council um 78% auf ein neues Rekordhoch gestiegen seien.

Unter Berücksichtigung dieser Umstände werde YLG Bullion 2013 möglicherweise bis zu 200 t des gelben Metalls importieren, im Vergleich zu 92 t im letzten Jahr, sagte CEO Pawan Nawawattanasub. Im ersten Halbjahr sei die Einfuhr auf 112 t gestiegen, was 60% der Summe für ganz Thailand entspreche. Eine Tonne wird derzeit bei etwa 42,6 Mio. $ gehandelt.

Daten des World Gold Council zufolge stieg die Nachfrage in Thailand im zweiten Quartal um 58% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 26,6 t. Damit war das Land 2012 der drittgrößte asiatische Goldkonsument nach Indien und China und der siebtgrößte der Welt. Laut Pawan seien insgesamt die Hälfte der Goldkäufe auf das Konto von Einzelinvestoren gegangen, die so den Rückzug großer Investoren ausgleichen würden.

Die wachsende Nachfrage in Thailand würde einen gesamt‑asiatischen Trend widerspiegeln. Dem World Gold Council zufolge dürften Schmuck-, Münzen- und Barrenverkäufe in Indien und China dieses Jahr auf bis zu 1.000 t ansteigen. Damit würde der 2011 von China aufgestellte Rekord über 778,6 t überschritten und beinahe Indiens Rekordwert über 1.006,5 t aus dem Jahr 2010 erreicht.

In 13 der letzten 14 Jahre sei Thailands Wirtschaft kontinuierlich gewachsen auf aktuell 365,6 Mrd. $, was Einkommen und Goldnachfrage kräftig beflügelt habe. Daten von Cap Gemini SA und der Royal Bank of Canada würden belegen, dass die Zahl der Vielverdiener bzw. der Personen mit Investmentmöglichkeiten von einer Million Dollar oder mehr von 2009 bis 2011 jährlich um mehr als 12% auf 65.000 angewachsen sei. Deswegen und weil die Liebe zu Gold Teil der Kultur sei, werde sich der Goldmarkt bald über Bangkok hinaus auf die Provinzen erstrecken.

Des Weiteren verfüge das Land über eine geographisch optimale Lage, um die südostasiatischen Länder zu versorgen. YLG Bullion etwa eröffnete dieses Jahr in Singapur seine erste Auslandsniederlassung, weil der Barrenhandel auch auf andere südostasiatische Länder ausgeweitet werden solle, darunter Kambodscha, Vietnam, Laos und Indonesien. Und auch Australia & New Zealand Banking Group Ltd., UBS AG und Deutsche Bank AG haben dieses Jahr in Singapur Tresore für Barren eröffnet, da Investoren immer mehr des gelben Metalls anhäufen.

Thailand werde Pawans Meinung nach dieses Jahr 330 t Gold importieren und nur 100 t exportieren. Regierungsdaten zeigten, dass sich 2012 der Ankauf auf 329 t belief und die Verkäufe auf 330 t. Laut der australischen Finanzgruppe Macquarie Group Ltd. sind dies, in Verbindung mit den Barrenexporten des Vereinigten Königreiches, die im ersten Halbjahr um das Achtfache gestiegen sind, Anzeichen dafür, dass das Edelmetall allmählich vom Westen in den Osten wandert.


© Redaktion GoldSeiten.de



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