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Goldrallye geht noch weiter

11.01.2018  |  Markus Blaschzok
Seit Mitte Dezember stieg der Goldpreis in der Spitze um 90 $ (+7%) an und Silber kann sogar ein Plus von 1,5 $ (+9,5%) verbuchen. Seit 2010 gab es keine derartige Gewinnfolge mit 12 von 13 Tagen im Plus beim Goldpreis. Bereits Anfang Dezember zeigte sich enorme relative Stärke beim Gold, die auf einen erneuten Anstieg hinwies. Die Bären liefen in eine Falle und wurden abgefischt, als sie die Zinsanhebung in den USA einpreisten und auf weiter fallende Preise setzten, nachdem Anfang Dezember die Unterstützung bei 1.270 $ fiel.

Nachdem am 13. Dezember die Zinsen dann tatsächlich um 0,25% angehoben wurden, stieg der Preis jedoch unaufhörlich an. Da wir die Stärke und das Abfischen frühzeitig beobachteten, nahmen wir die Gewinne am 15. Dezember bereits mit und wir positionierten uns mit unseren Kunden wieder für steigende Preise.

Wir hatten bereits vor zwei Monaten in Aussicht gestellt, dass zum Ende des Jahres ein Tief beim Gold gefunden werden würde und darauf ein Anstieg in das neue Jahr erfolgen sollte. Seit vier Jahren zeigt sich das immer gleiche Muster, das entgegen der landläufig bekannten Saisonalität im letzten Quartal eines jeden Jahres immer fallende Preise brachte, um Ende Dezember ein Tief auszubilden und dann mit einem deutlichen Kursprung in das neue Jahr zu einer neuen Rallye zu starten. Dieses Muster tritt scheinbar auch in 2018 wieder auf, sodass in Euro gerechnet sogar neue Mehrjahreshochs über 1.240 € möglich sind.

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Merkwürdige Dinge ereignen sich immer zu Neujahr, die eine Rallye im neuen Jahr auslösen


EZB rettet Italien und damit den Euro

Nach dem starken Anstieg des Goldes korrigiert der Preis aktuell an einem langfristigen Abwärtstrend im Bereich von 1320 $. Es sieht danach aus, als könnte dieser seinen Anstieg nach einer zeitweiligen Korrektur wieder fortsetzen. Der Euro wird durch die verfehlte planwirtschaftliche und verfassungswidrige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im kommenden Jahr weiter unter die Räder kommen und somit insbesondere den Goldpreis in Euro gerechnet stützen.

Warum die Zentralbanker bis Ende 2018 weitere 270 Mrd. Euro neues Geld aus dem Nichts drucken und verteilen müssen, um den Euro zu retten, anstatt die lockere Geldpolitik zu beenden und die Zinsen anzuheben, offenbarte sich in den letzten Wochen.

Die Citigroup berichtete, dass die EZB inzwischen praktisch der einzige Käufer italienischer Staatsanleihen ist. Private Investoren hätten demnach in den vergangenen Jahren entweder ihre italienischen Papiere an die EZB verkauft oder einfach gemieden und nichts gekauft. Im Jahr 2014 begannen die Investoren, Banken und Ausländer bereits italienische Staatsanleihen zu verkaufen, sodass diese heute so gut wie keine Anleihen des Landes mehr halten. Die EZB hat daher gegen ihren Kapitalschlüssel, der Höchstgrenze zum Ankauf von Anleihen eines einzelnen Landes, verstoßen und weit mehr gekauft als erlaubt.

Wenn diese Anleihen, selbst mit der EZB als "Buyer of last resort", nicht nachgefragt werden, so wären die Kurse ohne den Käufen der EZB abgesoffen und die Renditen (Zinsen) wären in den Himmel gestiegen. Bei einer Staatsverschuldung von 132% zum Bruttoinlandsprodukt könnte das Italien an den Rand des Abgrunds führen, was das Ende des planwirtschaftlichen Zwangseuros und der politisch sozialistischen EU herbeiführen könnte.

Angesichts dieser Entwicklung am Anleihenmarkt ist es äußerst fraglich, ob die EZB Ende September 2018 ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen einstellen kann. Die Zinsen für Anleihen von hochverschuldeten Staaten wie Italien, Spanien oder Portugal würden wahrscheinlich schnell wieder durch die Decke gehen und könnten eine Neuauflage der Eurokrise herbeiführen. Dies birgt die Gefahr, dass das künstliche und unnatürliche politische Europa an den Abgrund gebracht wird, was die Notenbanken mit dem Drucken von neuem Geld zu verhindern versuchen.

Die sanfte Wirtschaftserholung ist lediglich konjunkturell und nicht nachhaltig, da diese mit viel aus dem Nichts gedrucktem Geld erkauft wurde. Dennoch hat sich der gesamte Markt praktisch euphorisch auf einen steigenden Euro eingestellt.

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Der gesamte Markt hat auf Trendwende in der europäischen Geldpolitik und einen Anstieg des Euros gewettet



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