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Der mögliche Zerfall des Euro im Jahr 2017 und die Folgen für den US-Dollar

04.02.2017  |  I.M. Vronsky
Eine der immerwährenden Säulen der Stärke jeder Nation ist ihre Währung. Tatsächlich ist die Währung das Lebensblut jeder Wirtschaft. Leider geht es dem Euro seit 2008 bis zum heutigen Tag schlecht. Zudem ist sein Wert vor Kurzem auf ein 14-Jahres-Tief gefallen und wie es aussieht, könnte sogar der Boden des Jahres 2000 bei etwa 82 getestet werden.

Der Euro ist in die Jahre gekommen

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Die schlecht durchdachte Erschaffung des Euro

Die Währung Euro ist eine historische Anomalie. Es ist die monetäre Konzeption der Europäischen Union (EU), welche eine politisch-wirtschaftliche Union von 28 Mitgliedsstaaten ist, die sich vorwiegend in Europa befinden. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 4.324.782 km2 und hat eine geschätzte Bevölkerung von über 510 Millionen. In Wirklichkeit ist die unselige EU ein Mischmasch von Kulturen, Sprachen, Bildungsniveaus, Küchen und ethnischen Standards. Letztlich gibt es wenig Gemeinsamkeiten für eine einzige Währung. Zweifellos sind diese Länder so unvermischbar wie Öl und Wasser. Aus diesem Grund betrachten nur sehr wenige Experten die EU als eine dauerhafte, lohnende und wirtschaftlich haltbare Union.

Es existiert eine zunehmend große Anzahl von Schwachstellen in der EU. Allerdings gibt es zwei Schwachpunkte, die letztlich zwangsweise zum Zerfall der EU und zur Implosion der Euro-Währung führen werden. Als Erstes muss die Achillessehne der EU genannt werden, die sogenannten PIIGS (die fünf schwächsten Mitgliedsstaaten der EU). Die zweite verheerende Schwäche der EU und des Euro ist der unaufhörlich bröckelnde, nahezu insolvente Bankensektor.


Die erschreckende Verschuldung der PIIGS

Die wirtschaftlichen und fiskalischen Probleme der PIIGS-Staaten waren die Hauptursache für die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar.


Die PIIGS werden letztlich nicht mehr zu retten sein

Die unter PIIGS zusammengefassten Länder sind Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Alle fünf Länder stehen vor unüberwindlichen strukturellen und wirtschaftlichen Problemen und angesichts der riesigen Euro-Verschuldung vor einem möglichen Default. Griechenland ist in Folge der seit Jahren exorbitanten Ausgaben der Regierung, die die Einnahmen überschritten, unmittelbar von einem Staatsbankrott bedroht.


Auf Investopedia war [bereits 2011] eine kritische Sicht auf Griechenland, Spanien und Italien zu lesen.

"Standard & Poor's hat das Rating Griechenlands auf das niedrigste der Welt gesenkt. Nach Auffassung von S&P wären die Bedingungen einer Umschuldung schlechter als die Refinanzierung der Schulden und schließlich würde diese zu einem De-facto-Default führen. Die Möglichkeit eines Staatsbankrotts von Griechenland und anderen PIIGS-Staaten hat den Euro belastet.

Verschärft wird die Lage noch durch die Herabstufung der Bonität von Spanien und Italien um zwei Stufen bzw. um eine Stufe durch Fitch Ratings. Zudem wurde der negative Ausblick für beide Länder beibehalten, was bedeutet, dass es zu weiteren Herabstufungen kommen könnte, wenn es keine wesentlichen Änderungen in der Fiskalpolitik gibt."


Die Pleite von einem oder zwei der PIIGS-Staaten würde sicherlich einen Domino-Effekt auslösen und weitere EU-Mitglieder in den Konkurs reißen. Ohne Zweifel ist dies für das Vertrauen der Investoren nicht gerade förderlich. Im Gegenteil!


Der rapide Zerfall des (fast insolventen) Bankensektors der EU

Viele der größten europäischen Banken haben im Jahr 2016 die Hälfte ihres Aktienwertes verloren. Hier eine Liste der Aktien von Big Banks mit der schlechtesten Performance vom August letzten Jahres:

Barclays: minus 49%
Commerzbank: minus 55%
Credit Suisse: minus 60%
Deutsche Bank: minus 65%
Unione di Banche Italiane: minus 67%
UniCredit: minus 69%
Allied Irish Banks: minus 70%
Banco Popular Español: minus 71%
Banca Monte dei Paschi di Siena: minus 85%

(Quelle)


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