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Gold - 1.000 USD?

16.08.2018  |  Robert Schröder
Enttäuschung, große Enttäuschung, Gold. Der Goldpreis findet einfach kein Halten und geht nach dem Bruch der 1.200 USD Marke am 13. August mittlerweile in den Sturzflug über. Seit dem Jahreshoch im Januar bei 1.366 USD ging es bereits 14% bzw. fast 200 USD abwärts und das Jahressaldo beläuft sich jetzt schon auf 10%. Allein in dieser Woche geht es 3% runter! Wo soll das alles noch enden?

Die letzte Einschätzung an dieser Stelle vom 22. Juli "Gold: Steht eine Alles-Wird-Wieder-Gut-Woche an?" ging in dem Sinne nicht auf. Die benannte Marke von 1.245 USD wurde nicht einmal ansatzweise erreicht oder gar überboten, um ein positives Signal auszulösen. Und auch die Analysen der letzten Wochen waren schlichtweg zu positiv. Das aktuelle Niveau konnte charttechnisch nicht abgeleitet werden. Die charttechnische Situation muss daher neu gedacht werden.

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Ausgangsbasis ist das Crash-Tief im Dezember 2015, als Gold zeitweise bei 1.046 USD notierte. Ab dort setzte ein 5-teiliger Aufwärtsimpuls ein, der im Juli 2016 bei 1.375 USD endete und seitdem korrigiert wird. Das Zwischentief im Dezember 2016 bei 1.123 USD entspricht der Teilwelle A, an die sich bis Januar 2018 eine Korrekturwelle B anschloss, die sehr dicht an das Welle-5-Hoch herankam. Der dortige Pullback hat dann die laufende C-Welle ausgelöst, die sich jetzt allerdings wahrscheinlich in den letzten Zügen befindet.

Besonders der stark überverkaufte Zustand des RSI, der jetzt schon unter 23 steht, deutet einen baldigen Boden an. Und auch die Tatsache, dass das Handelsblatt (14.08.2018) sich jetzt wieder zu Wort meldet und Gold den Status als sicheren Hafen in Krisenzeiten entzieht, ist ein Hinweis darauf, dass das Tief nicht mehr weit sein kann.

Charttechnisch hängt Gold jetzt allerdings in der Luft, sodass auf dem aktuellen Niveau noch kein Boden zu erwarten ist. Erst bei ca. 1.115/1.110 USD bietet sich selbiger an, da dort Welle A und C gleich lang sind und die ABC-Korrektur als Ganzes dort ihr finales Ende erreicht hat.

Weitere 5% Verlust deuten sich also an. Allerdings sollten sich Trader und Investoren nicht auf den genannten Bereich versteifen, sondern ab jetzt flexibel agieren und auf möglich positive Umkehrmuster achten, die dann einen ersten Anstieg zurück auf 1.360/75 USD initiieren könnten.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com


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Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert. Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.



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