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China hält Gold und wird die Regeln machen

03.05.2019  |  Egon von Greyerz
Gold ist die ultimative Versicherung gegen ein bankrottes Finanzsystem, ein korruptes politisches System und ein verdorbenes Geldsystem. Doch offizielle Propaganda, und auch menschliche Gier, sorgen dafür, dass niemand begreift, wie notwendig die Absicherung gegen diese Risiken ist. Zudem sind die Anleger überzeugt, dass der Aktienmarkt ewig steigen wird.

Das 147-fache Wachstum, das der Dow-Index seit Ende des 2.Weltkrieges erlebt hat, wird folglich unvermindert anhalten. Nur wenige verstehen, dass exponentielles Wachstum am Aktienmarkt voll und ganz von einem gleichsam exponentiellen Wachstum der Geld- und Kreditschöpfung abhängt, Aktienrückkäufe eingeschlossen.

Es reicht aber nicht, Versicherung in Form von Gold zu erwerben. Ebenso entscheidend ist die Sicherung der Versicherung. Die meisten, die sich in Form von Bargeld, Schmuck oder Gold absichern, werden diese Dinge in einem Safe bei sich zu Hause oder in einem Banksafe verwahren, oder sie wahlweise verstecken.


Keine Wertgegenstände zu Hause verwahren

Diese Methoden sind allesamt unsicher und somit nicht zufriedenstellend. Verwahren Sie zu Hause niemals mehr Wertgegenstände, als Sie sich zu verlieren leisten können. Wenn Einbrecher vermuten, dass Sie im Besitz großer Mengen von Wertgegenständen sind, dann werden sie heutzutage nicht warten, bis Sie das Haus verlassen haben. Da ist es viel einfacher, zu Ihnen nach Hause zu gehen, wenn Sie dort auch sind. Man kann Ihnen drohen, Ihre Frau oder Kinder umzubringen, falls Sie ihnen nicht verraten, wo Sie die Wertgegenstände versteckt halten.

Viele glauben, es wäre raffiniert, zwei Safes zu haben - einen, der einfach zu finden ist, der aber nur unbedeutende Gegenstände und Geld enthält, und einen gut versteckten, wo aber die meisten Wertgegenstände liegen. Professionelle Diebe wissen das und werden Ihnen drohen, bis Sie ihnen den Ort des zweiten Safes verraten haben.

Und selbst wenn Sie ein sehr sicheres Versteck haben sollten, man sollte niemals vergessen, dass Menschen keine Geheimnisse wahren können. In der britischen Daily Mail stand vor ein paar Jahren eine Untersuchung zur Frage, wie lange Frauen ein Geheimnis behalten können - die Antwort: 23 Minuten! Die Untersuchung bezog sich nicht auf Männer, aber die Ergebnisse dürften wahrscheinlich ganz ähnlich sein. Also: Bitte verwahren Sie keine Wertgegenstände zu Hause. Es gibt noch ein weiteres Problem: Die meisten Versicherer werden große Mengen Bargeld oder Wertgegenstände im Haus wohl gar nicht erst versichern. Und falls doch, lägen die Prämien sehr hoch.

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Einbruch in Basel - Bank nicht verantwortlich für Verluste

Viele Menschen glauben, Schließfächer in Banken seien sicher. Das ist, aus unserer Sicht, nicht der Fall. Erstens gibt es regelmäßig Einbrüche. Letztes Jahr passierte das bei einer großen Schweizer Bank, der Raiffeisen Bank in Basel. Einbrecher drangen in den Tresorraum vor und öffneten 20 Fächer und verschwanden, ohne eine Spur zu hinterlassen. Gold, Münzen, Schmuck und Bargeld wurden entwendet. Die Bankenpolitik ist in solchen Fällen eindeutig. Für den Inhalt der Fächer sind sie nicht verantwortlich.

Sehr häufig ist der Inhalt dieser Fächer nicht deklariert, aus vermögenssteuerrechtlichen Gründen. Folglich existiert keine Bestandsaufnahme. Zudem ist der Inhalt fast nie versichert. Der Inhalt von Safes wird in der Regel von Versicherungsunternehmen nicht versichert, da er nicht überprüft und nachgewiesen werden kann. Die offizielle Aussage der Raiffeisen Bank dazu: "Die Versicherung des Safe-Inhalts liegt in der Verantwortung des Kunden. Das ist die übliche Praxis im Bankenwesen."

Es ist also so: Wer Wertgegenstände in einem Sicherheitsschließfach einer Bank verwahrt, handelt auf eigenes Risiko!


Der Raub von Hatton Garden

Auch bei vielen privaten Anbietern von Schließfachverwahrung sind die Sicherheitsbedingungen mangelhaft. 2015 kam es zum berühmten Raub bei der Hatton Garden Safe Deposit Company in London.

Hatton Garden ist ein für sein Schmuckgeschäft bekannter Stadtteil im Zentrum Londons. Den schon betagten professionellen Dieben gelang der Einbruch ins Gebäude während eines verlängerten Wochenendes. Sie setzten die Alarmanlagen außer Kraft und verschafften sich, durch Abseilen in einem Aufzugsschacht, Zugang zum Tresorbereich. Schließlich bohrten sie die Tresortür auf. Dann leerten sie 60-70 Schließfächer und entwendeten Wertgegenstände im Wert von vielleicht 35 Millionen £. Sie wurden später gefasst. Über den Raub wurde ein Film gedreht - "Ein letzter Job" mit Michael Caine in einer der Hauptrollen.


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