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Gold-Maginot-Linie durchbrochen, Absicherung jetzt kaufen

18.06.2019  |  Egon von Greyerz
Bei Gold und Silber beginnt jetzt der Durchbruch, auf den wir geduldig gewartet haben. Die langfristige Aufwärtsbewegung bei den Edelmetallen, die seit 2011 pausiert hatte, setzt jetzt wieder ein. Die erste Hürde war die Gold-Maginot-Linie bei 1.350 $. Ich habe seit Längerem schon gesagt, dass dieser 6-jährige Widerstand unter Garantie brechen muss. In den meisten anderen Währungen wurde er schon gebrochen, also konnte er auch für Gold in US-Dollar nicht mehr lange halten. Und heute passierte es in Asien und Europa - Gold stieg auf 1.358 $.

Wie zu erwarten war, benutzten die Papiergold-Boys zu Börsenbeginn (COMEX) ihre Papiersoldaten, um die Gold- und Silberkurse zu drücken. Doch damit werden sie scheitern - vielleicht schon heute bei Börsenschluss oder mit Sicherheit in Kürze.


Echte Gold-Bewegungen beginnen nie an der Comex

Meine Erfahrung ist, dass die echten Goldkursbewegungen normalerweise im Fernen Osten oder in Europa beginnen, und das war heute auch der Fall.

Das nächste Ziel für Gold liegt oberhalb von 1.600 $ und für Silber bei mindestens 25 $.

Zu Beginn des Jahrhunderts kamen wir zu der Einschätzung, dass das Risiko im Finanzsystem deutlich gestiegen war und die Komfortzone verlassen hatte. Folglich kamen wir zu dem Schluss, dass es ernste Probleme im System geben würde, die zu Geldschöpfung und Währungsentwertung führen. V

ermögensschutz wäre dann entscheidend. Welches Asset für Absicherung gegen diese Risiken in Frage käme, war keine schwere Entscheidung, denn physisches Gold ist das einzige Geld, das historisch betrachtet überlebt hat und zudem von keiner Gegenpartei abhängig ist. Auch wenn die ersten starken Kursbewegungen erst 2006 einsetzten, so gab der Goldpreis schon ab 2002 klare Signale - und hier wurde tatsächlich auch der Beginn der Kurswelle beim Gold markiert.


Ein herausragendes Jahrhundert für Gold

Schauen wir uns jetzt an, wie Gold zwischen 2002-2018 in drei großen Währungen, nämlich US-Dollar, britisches Pfund und Euro, abgeschnitten hat:

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Die erste bemerkenswerte Feststellung dabei: In US-Dollar hatte Gold zwischen 2002 und 2012 kein einziges Verlustjahr. Der durchschnittliche Jahreszuwachs lag in diesem Zeitraum bei 20%. Die sechsjährige Korrektur von 2013-2018 war lang und erheblich. Man darf aber nicht vergessen, dass der langfristige Gold-Bullenmarkt 1971 bei 35 $ begann. Und der letzte Aufwärtstrend beim Gold begann im Jahr 2000 bei 250 $.

Eine erhebliche Korrektur gehört dazu, wenn die "Wand der Angst" erklommen wird.

Wenn wir uns den Gesamtzeitraum von 2002-2018 anschauen, so hat Gold in Dollar und Pfund (der großen Korrektur zum Trotz) einen sehr respektablen Jahresdurchschnittsgewinn von 12% erzielt und somit den Dow Jones als auch alle globalen Aktienmärkte hinter sich gelassen.

Gold in Euro erzielte im Zeitraum 2002-12 einen Durchschnittsgewinn von 14% und 9% im Zeitraum von 2002-18. Interessanterweise gab es bei Gold in Euro eine einschneidende Korrektur (31%) nur in einem Jahr - dem Jahr 2013. Das war auch das Jahr, in dem Gold in Euro seinen Tiefpunkt markierte.

Seit 2002 schneidet Gold zudem besser ab als jeder Aktienmarkt (und noch viel deutlicher seit 2000). Der Dow hat beispielsweise seit 2002 (ausschließlich Dividenden) 46% gegenüber Gold verloren.

Vergleicht man die Goldgewinne mit den Zinssätzen, so ist Gold weit überlegen. Die Dollar-Zinssätze stürzten ab 2007 ab und lagen zwischen 2008 und 2015 bei null Prozent. Weiterhin negativ sind die Euro-Zinsen für Anleihen mit Laufzeiten von bis zu 12 Jahren, und das ist schon bemerkenswert. Zwischen 2002 und 2018 lagen die Zinssätze im Durchschnitt zwischen 2,5% und 0% - abhängig von der betrachteten Währung. Gold, das in diesem Zeitraum jährlich 9% in Euro und 12% in US $ und britischen Pfund einbrachte, hat im Vergleich mit den Erträgen auf Fiat-Geld deutlich besser abgeschnitten.

Das Fazit ist eindeutig. Ob wir nun das Jahr 2002 als Startpunkt nehmen (das Jahr, in dem sich unser Unternehmen entschieden hatte, große Mengen in physischem Gold zu investieren) oder aber das gesamte bisherige Jahrhundert betrachten: Gold hat in allen Währungen besser abgeschnitten als alle großen Anlageklassen und logischerweise Fiat-Geld.


Warum hat niemand im Westen dieses Geheimnis entdeckt?

Aurum non gratum - Gold nicht erwünscht. Warum wird Gold bei westlichen Investoren, Regierungen oder Zentralbanken nicht akzeptiert? Die Goldreserven des Westens wurden in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert.

Es wäre eine Überraschung, wenn überhaupt noch die Hälfte der offiziellen Bestände von 23.000 Tonnen übrig ist.


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