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Larry Parks: Gold ist das effizienteste Geld

16.12.2019  |  Mike Gleason
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Mike Gleason: Unsere Zuhörer wissen, dass der Markt Gold als beste Form des Geld vor tausenden von Jahren gewählt hat, wie Sie erklärt haben. Doch in den letzten Jahrzehnten wurde es nicht offen als Geld verwendet. Sprechen Sie doch darüber, wie und warum Gold aus dem weltweiten Geldsystem verdrängt wurde, zumindest offiziell.

Larry Parks: Nun, das alles ist bis in die Antike zurückzuführen. Allgemein war es den Herrschern der Länder vorbehalten zu erklären, was nun als Geld verwendet wurde. Im besten Fall entscheiden die Leute selbst, was als Geld verwendet werden sollte, doch größtenteils bestimmten die Herrscher des Landes Münzgeld als Zahlungsmittel. Darauf ließen sie ihr Antlitz prägen. Sie legten Standards fest, doch vor langer Zeit fanden die Machthaber heraus, dass man durch die Abwertung des Münzgeldes einen guten Diebstahl begehen könnte.

In der Zeit der Renaissance, als man damit begann, Edelmetalle als Geld zu verwenden, schabte man das Münzgeld üblicherweise ab. In modernen Zeiten fand man mit Dingen wie dem Reservebankwesen heraus, dass man tatsächlich das Geld vollständig abwerten konnte. Das Problem mit Gold aus dieser Perspektive heraus betrachtet, besteht darin, dass Gold das Geld schützt.

Besitzt man also Gold, dann hat man, was man hat. Ich sage es gerne so: Gold hat kein Gegenparteirisiko. Alles andere besitzt ein Gegenparteirisiko; jemand wird also etwas tun, um dem Wert Ihrer Währung zu schaden. Wenn Sie beispielsweise mit einem Scheck bezahlen, Mike, so haben Sie das Gegenparteirisiko, dass der Scheck nicht einlösbar ist.

Und wenn Sie mit einem Dollar bezahlen - was wir heute Dollar nennen, aber kein Dollar ist - so besitzen Sie das Gegenparteirisiko, dass die Emittenten, die Federal Reserve und die Banken, die Kaufkraft dieses Geldes abwerten werden. Und sie erzählen Ihnen offen, dass sie genau das tun werden. Das Jargon dafür lautet Inflationsziel. Und Sie unterliegen dem ständigen Risiko, dass Sie nach einiger Zeit nicht mehr das besitzen, was Sie zu glauben besitzen. Oder Ihnen wird nicht das bezahlt, was Sie glauben bezahlt zu bekommen.

Doch Gold ist, was es ist. Indem sie Gold abschaffen, sind sie faktisch in der Lage, einen massiven Diebstahl unter dem Schutz des Gesetzes durchzuführen, indem Reichtum der Gesellschaft von den Leuten, die diesen verdienen - größtenteils normale Angestellte - zu den Leuten transferiert wird, die das Geldsystem kontrollieren. Diesbezüglich haben wir uns auf Daten von primären Quellen, in diesem Fall die Federal Deposit Insurance Corporation, bezogen.

Auf ihrer Webseite haben sie je eine Linie für jedes Jahr bis 1934, als man die Bankenstatistiken aufführte. Und bis 1971, als man die letzte Verbindung zu Gold entfernte, floss nur eine geringe Menge Geld zu den Banken. Es war eine Milliardensumme. Seit diese Verbindung 1971 entfernt wurde, ist diese Zahl auf Billionen gestiegen. Billionen. Als Dividenden an ihre Aktionäre und als Billionen Vergütung an ihre Angestellten. Das wäre mit Gold nicht möglich.

Und im Bezug auf Politiker gibt es ein sehr interessantes Buch, das die Leute lesen sollten. Es heißt "Fragile by Design" und stammt von Steven Haber, einem Professor und dessen Partner von der University of California. Sie dokumentierten sehr übersichtlich, dass es auf weltweiter Basis eine Art große Abmachung zwischen den Bankensystem und den geldpolitischen Führungskräften und Banken bezüglich Papiergeld gibt. Wenn man Papiergeld hat, dann hat man unbegrenzte Ausgaben. Somit beschweren sich viele Leute über das Defizit, Schulden, etc. Nun, mit Papiergeld gibt es kein Limit, wie viel Geld man ausgeben kann. Und wenn man unbegrenzte Ausgaben hat, dann hat man unbegrenzte Regierungskontrolle.

Und wenn man unbegrenzte Regierungskontrolle hat, besitzen die Machthaber unbegrenzte Macht; das mögen sie. Gold steht dem im Weg. Und so haben Sie Gold und Silber - trotz der Tatsache, dass die US-Konstitution garantiert, Gold und Silber als Geld zu erhalten - aus dem System entfernt und das von Anfang an. Direkt nach der Revolution. Es gibt eine Menge Dokumente aus dem 19. Jahrhundert, in denen Gold als antagonistisch gegenüber Papiergeld erkannt wurde. Und natürlich zwingt man Sie dazu, dieses zu verwenden, indem Gesetze über gesetzliche Zahlungsmittel eingeführt werden. Eine weitere Abscheulichkeit.


Mike Gleason: Es gab eine kürzliche Dokumentation, die von der Financial Times finanziert und veröffentlicht wurde, und darin erklärte einer der Experten, dass Gold wie "glänzende Exkremente" wäre. Des Weiteren meinte er: "Leute, die Gold mögen, sind Leute, die gerne mit ihren Exkrementen spielen." Ein alberner Kommentar, um es milde zu sagen. Doch wie erklären Sie die Abneigung gegenüber Gold unter der Finanzelite, Larry? Denn derartige Meinungen werden oftmals von vielen geteilt.

Larry Parks: Ich kann es in vier Worten erklären: Gold zahlt keine Gebühren. Das Geschäft an der Wall Street ist ein Gebührengeschäft. Wenn die Leute also Ersparnisse besitzen - und dabei sind eine Menge Leute involviert, vor allem am oberen Ende des Spektrums - dann sorgen sie sich um intergenerationellen Reichtumsübertragung, ihren Kindern Geld zu überlassen. Leute, die in Rente gehen, kurz davor sind oder das planen, haben ein Problem: "Wie sollte ich mein Geld allokieren?" Und die Wall Street möchte, dass Sie es auf eine Art und Weise allokieren, die ihnen Gebühren einbringt.

In Sachen Gold ist es tatsächlich die beste Idee, Gold zu kaufen - meine Favoriten sind U.S. Gold Eagles - und dieses zu lagern. Doch wenn Sie das tun, wo bleiben die Gebühren für die Wall Street? Es ist unglaublich, dass sie mit dem, was sie im Rentengeschäft getan haben, davongekommen sind. Beispielsweise gibt es etwa zehn Billionen Dollar investierbare Assets in definierten Altersvorsorgen in Amerika. Zehn Billionen und kein Gold.

Die einzige Goldposition, die ich identifizieren kann, ist das Texas Teachers Retirement System. Dort hat man eine Milliardendollarposition in physischem Gold von etwa 140 Milliarden Dollar investierbarer Assets. Doch in den anderen zehn Billionen gibt es kein Gold. Und dort gibt es grob 20% dieser Assets in festverzinslichen Wertpapieren; das sind Staatsanleihen und Gerichtsanleihen, basierend auf der Theorie, das diese sicherer für die Leute seien.

Tatsächlich erklärte die Ikone der amerikanischen Investitionsbranche, Warren Buffett, in einem Brief seines Unternehmens Berkshire Hathaway und einem Artikel im Fortune Magazine, dass der unsicherste und riskanteste Vermögenswert in Währung ausgezeichnete Assets seien und dabei erwähnte er spezifisch Anleihen. Sie sind unsicher und riskant, weil das einzige Risiko, das man zum Ende der Haltedauer im Auge behalten muss, die Tatsache ist, dass man weniger Kaufkraft haben könnte als zu Beginn. Die Antwort ist also, dass Dinge wie festverzinsliche Wertpapiere garantierte Verlierer sind.


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