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Jacob Hornberger: Eine Abschaffung der Fed ist notwendig

17.03.2020  |  Mike Gleason
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Und der Vorteil dieses Systems ist, dass der durchschnittliche Laie nicht realisiert, warum die Preise in der gesamten Gesellschaft steigen. Somit schiebt er die Schulden den habgierigen Geschäftsleuten, Profitjägern und Spekulanten zu, während die Fed nur lächelt und lacht, weil sie genau weiß, dass eigentlich sie an dieser Misere schuld ist. Welche Lösung gibt es also? Ja, eine Abschaffung der Fed. Und anstatt zu einem Goldmünz- oder Silbermünzstandard zurückzukehren, den die staatliche Regierung verwalten kann - was die zweitbeste Alternative ist - sollten wir ein Geldsystem des freien Marktes anstreben, die beste Alternative.

Das hob auch Friedrich Hayek in einem Essay namens "Denationalization of Money" hervor; ein Konzept, bei dem man das Geld einfach dem freien Markt überlässt. Wenn der freie Markt Goldmünzen, Silbermünzen, American-Express-Banknoten oder Bitcoin als Geld wählt, dann werden diese oder eine Kombination all der Dinge verwendet. Deshalb rufe ich also zur Abschaffung dieser Zentralplanungsagentur auf und bin für die Einführung eines Geldsystems des freien Marktes.


Mike Gleason: Denken Sie, dass solides Geld eine echte Chance besitzt, im aktuellen politischen Umfeld zum Leben erweckt zu werden? Offensichtlich haben wir Trump während seiner Kampagne 2016 darüber sprechen gehört, doch seitdem nicht mehr. Wie wird sich diese Thematik entwickeln? Braucht es eine Währungskrise, eine Art hyperinflationäres Ereignis, damit die Leute Gold und Silber wieder als das einzig echte Geld ansehen?

Jacob Hornberger: Nun, das hoffe ich nicht, denn wenn es zu einer großen Krise kommt, dann erhält man nicht unbedingt Freiheit. Manchmal kommt dabei Tyrannei heraus. Das passierte während der großen Depression. Die Fed verursachte einen Einbruch des Aktienmarktes. Und anstatt die Fed an diesem Punkt abzuschaffen, wandten sich die Leute Roosevelt und seinem New Deal zu, der einfach nur mit autokratischer, autoritärer Kontrolle über die Wirtschaftsaktivität einherging.

Und das leitete die Einführung der Sozialversicherung ein, die ursprünglich von deutschen Sozialisten stammte. Und dann gab es noch den National Industrial Recovery Act, den man direkt als faschistisches Beispiel von Benito Mussolini aus Italien übernommen hatte.

Ich denke also, dass es dazu kommt, bevor so etwas passiert, und das ist nur die Kraft der Ideen. In der Geschichte gab es Zeitpunkte, zu denen die Leute auf Prinzipien und Ideale reagierten. So erschließen wir uns Dinge wie die Rede- und Religionsfreiheit sowie die Pressefreiheit, das Waffenrecht, das Rechtsstaatsprinzip und das Recht auf Schutz vor ungerechtfertigter Durchsuchung und Beschlagnahme.

Diese Prinzipien wurden geboren, als Leute sich über ihre alltäglichen Probleme hinwegsetzten und sagten: "Verändern wir die Art und Weise, wie eine Gesellschaft operiert, indem wir diese grundlegenden Freiheiten ins Gesetz aufnehmen." Und wenn wir diese Art von Zeitspanne erreichen und die Zeit reif ist, dann werden die Leute einen Blick auf die Republikaner werfen und die Köpfe schütteln. Sie werden die Demokraten begutachten und ihre Köpfe schütteln.

Ich denke, dass wir Liberalen derzeit eine gute Chance haben, den Leuten klare Sicht zu verschaffen und zu sagen: "Lassen Sie uns etwas Großes anstreben." Lassen Sie uns die Welt aus dieser staatlichen Illusion führen, weg vom Sozialismus, weg vom Interventionismus, weg vom Imperialismus, der Zentralplanung und hin zu einer Welt, die nach den höchsten Freiheiten strebt, die die Menschheit jemals gesehen hat. Das braucht Vision, Weitsicht und Weisheit. Doch ich denke, dass die amerikanische Bevölkerung bereit für so etwas sein könnte.


Mike Gleason: Ja, sicherlich braucht es auch Bildung. Und ich bin froh, dass es dort draußen Leute wie Sie gibt, die diese voranbringen und Menschen bilden. Denn das ist es, was es braucht. Nun, der Goldstandard ist seit Judy Sheltons Bestätigungsanhörung erneut in den Nachrichten. Würden Sie Dr. Sheltons Bestätigung unterstützen, Jacob?

Jacob Hornberger: Nun, es geht nicht unbedingt darum, sie zu unterstützen. Ich möchte mich damit nicht involvieren, da es meiner Ansicht nach nicht die Lösung ist, bessere Leute einzustellen, dieses System am Laufen zu halten. Man könnte die Fed nur mit liberalen Professoren der österreichischen Schule besetzen und es würde noch immer keinen Unterschied machen; denn niemand ist in der Lage, dieses System zu verwalten. Wir sehen bereits, was die Fed als Antwort auf diesen Coronavirus tut. Was tut sie? Sie senkt die Zinsen. Das ist einfach nur verrückt. Was sagen die Fed-Offiziellen? "Oh, wir werden die Wirtschaft stimulieren." Nun, dieses Syndrom des Blasenplatzens haben wir schon einmal mitgemacht.

Die Blase wird mit diesen künstlich niedrigen Zinsen aufgeblasen. Man ermutige Unternehmen dazu, in neue Produktion zu investieren, da die Leute aufgrund dieser künstlich niedrigen Zinsen mehr kaufen. Und dann platzt die Blase plötzlich wie 2008 und all diese Leute gehen insolvent und bankrott; alles nur wegen der Fed-Manipulation. Ich denke also lieber darüber nach, wie wir ein besseres Geldsystem erschaffen können, anstatt darüber, wie wir bessere Leute in die Fed bekommen. Und das bedeutet, dass wir notwendigerweise die Fed abschaffen müssen.


Mike Gleason: Ja, gut gesagt. Ich danke Ihnen für Ihre Zeit, Jacob. Wir schätzen es, dass Sie bei uns waren und wünschen Ihnen viel Glück für die kommende Wahl. Und wichtiger noch; wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei, die Leute über die Wichtigkeit der Freiheit und einer freien Gesellschaft zu bilden. Wir wünschen Ihnen alles Gute.

Jacob Hornberger: Danke, das wünsche ich Ihnen auch, Mike. Ich danke Ihnen. Auf Wiedersehen.


Mike Gleason: Nun, das war es wieder für diese Woche. Ich danke noch einmal Jacob Hornberger, Gründer und Präsident der Future of Freedom Foundation.


© Mike Gleason
Money Metals Exchange



Der Artikel wurde am 06. März 2020 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und exklusiv in Auszügen für GoldSeiten übersetzt.


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