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Gold - Hat die Sommerrally bereits begonnen?

19.07.2021  |  Florian Grummes
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EZB Bilanzsumme im Verhältnis zum BIP der Eurozone vom 2. Juli 2021 ©Holger Zschaepitz


Die Bilanzsumme der EZB entspricht nun über 75% des BIP der gesamten Eurozone und spiegelt damit den gewaltigen Machtzuwachs der EZB wider. Auf ihr eigentliches Ziel der Preisstabilität kann sich die Notenbank schon lange nicht mehr konzentrieren. Stattdessen hat man im EZB-Tower in Frankfurt mittlerweile zu viele andere Aufgaben übernommen. Und diese fiskalischen und monetären Interventionen werden immer vertikaler.

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Digitaler Euro vom 14. Juli 2021. © European Central Bank


Gelddrucken hat in der Geschichte der Menschheit allerdings noch nie funktioniert. Auch dieses Mal wird es nicht gut gehen. Die Frage bleibt, wie lange die Musik für den Tanz auf dem Vulkan noch spielt und ob man es noch rechtzeitig schaffen wird, die freien Märkte mit einer neuen digitalen EUR-Währung endgültig auszuschalten.

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EZB = Reichsbank 2.0 vom 8. Juli 2021© Stefan Schmidt


Letztlich ist Madame Lagarde genau wie Rudolf Havenstein eine Gefangene der absurden Finanzpolitik, die sich dank einem ungedeckten Papiergeldsystem in die Sackgasse manövriert hat. Havenstein war übrigens auch ein Inflationist und interpretierte die Weimarer Hyperinflation bis zu seinem Tod im November 1923 als Produkt der ungünstigen Zahlungsbilanz und kam nicht auf die Idee, dass diese durch den ungezügelten Umgang mit der Druckerpresse zustande gekommen war.


8. Fazit: Gold - Hat die Sommerrally bereits begonnen?

Nach dem heftigen Kursrutsch im Juni und einer zunächst zähen Bodenbildungsphase konnte sich der Goldpreis in den letzten zwei Wochen bis auf 1.834 USD erholen. Auch wenn die Rally von 1.750 bis 1.834 USD durchaus etwas Kraft gekostet hat, macht der Goldpreis aktuell nicht den Eindruck, als ob es das schon gewesen sein soll.

Vielmehr ist die Sommerrally vermutlich bereits angelaufen. Nach einer vorübergehenden Konsolidierung um die 200-Tagelinie sollte der August deutlich höhere Goldkurse (1.865 USD und 1.910 USD) mit sich bringen. Rücksetzer in Richtung der runden Marke von 1.800 USD sind daher schon eine Kaufchance.

Nicht ganz in das optimistische Bild passt allerdings bislang die Performance der Minenaktien. So notiert der GDX Goldminen ETF aktuell klar unterhalb seiner 200-Tagelinie, während Schwergewichte wie Barrick Gold und Newmont Corporation seit dem Kursrutsch Mitte Juni überhaupt nicht auf die Beine gekommen sind. Trotz der Schwäche bei den Goldminenaktien muss die Sommerrally allerdings erst unterhalb von 1.765 USD begraben werden.


© Florian Grummes
www.midastouch-consulting.com


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