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Infrastrukturpaket über 1,2 Billionen Dollar: Mehr Metalle & Bergbau nötig

20.11.2021  |  Frank Holmes
Nach langer Erwartung hat das US-Repräsentantenhaus kürzlich ein parteiübergreifendes Infrastrukturpaket über 1,2 Billionen Dollar verabschiedet und es zur Unterzeichnung an Präsident Joe Biden weitergeleitet. Obwohl kein einzelner Gesetzgeber alles bekommen hat, was er wollte, bin ich der Meinung, dass dieser Gesetzentwurf im Allgemeinen eine konstruktive Nachricht für die Metall- und Bergbauindustrie ist, die die Aufgabe haben wird, die wichtigen Mineralien zu liefern, die für den Bau und die Verbesserung der Straßen, Brücken, Häfen, des Stromnetzes und vieles mehr in den USA notwendig sind.

Schauen wir uns zunächst an, was in dem Gesetzentwurf enthalten ist. Über einen Zeitraum von 10 Jahren werden etwa 517 Milliarden Dollar bereitgestellt, wobei der größte Anteil mit 110 Milliarden Dollar auf Straßen, Brücken und Autobahnen entfällt. Nach Angaben des Weißen Hauses handelt es sich bei den für Brücken vorgesehenen 40 Milliarden Dollar um die größte Einzelinvestition in Brücken in den USA seit der Eisenhower-Regierung.

An zweiter Stelle stehen Eisenbahnprojekte für den Personen- und Güterverkehr mit 66 Milliarden Dollar, gefolgt von Strom- und Breitbandinfrastrukturen mit jeweils 65 Milliarden Dollar. Wasserprojekte, öffentlicher Nahverkehr, Flughäfen, Häfen und Wasserstraßen erhalten ebenfalls neue Mittel, ebenso wie neue Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge (EV).

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Die Finanzierungsanträge werden möglicherweise erst in einigen Monaten genehmigt, aber schon jetzt wird das Ausgabenpaket mit früheren großen Infrastrukturprogrammen wie der transkontinentalen Eisenbahn und dem Interstate Highway System verglichen. Ich glaube, dass dies ein Katalysator für deutlich höhere Preise für Metalle und andere Rohstoffe sein könnte, was bedeutet, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Investition in die Bergbauindustrie, Scheideanstalten und Produzenten ist.


Mehr Bergbau nötig, um Dekarbonisierungsziele zu erreichen

In einer kürzlich veröffentlichten Kundenmitteilung erklärten die Analysten von Morgan Stanley, dass Zement, Zuschlagstoffe (Sand und Kies) und Stahlfertigprodukte wie Bewehrungsstahl die größten Abnehmer eines Kerninfrastrukturpakets sein würden. Den Schätzungen der Bank zufolge würde ein Infrastrukturplan im Wert von 1,5 Billionen Dollar über einen Zeitraum von 10 Jahren eine zusätzliche Stahlnachfrage von 75 Tonnen bedeuten. Das könnten gute Nachrichten für Eisenproduzenten wie BHP und Anglo American sein.

Obwohl das Infrastrukturgesetz darauf abzielt, die USA auf den Weg zu bringen, bis 2050 keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen, gibt es derzeit keinen Ersatz für Zement und Stahl, bei deren Herstellung große Mengen an Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangen.

Tatsächlich bedeutet eine Dekarbonisierung paradoxerweise, dass mehr Metalle durch verstärkten Bergbau produziert werden müssen. Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, benötigen Elektrofahrzeuge im Durchschnitt sechsmal mehr Mineralien wie Nickel, Kupfer, Kobalt und Lithium als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE).

Werfen Sie einen Blick auf die folgende Grafik. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) verbraucht ein Offshore-Windpark neunmal so viele Ressourcen wie eine Erdgasanlage, wobei etwa 8.000 Kilogramm Kupfer benötigt werden, um nur ein Megawatt Strom zu erzeugen.

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Gut positioniert für einen möglichen Rohstoffboom

Wir sind der Ansicht, dass unser Global Resources Fund für einen potenziellen Boom der Rohstoffpreise aufgrund der steigenden Nachfrage nach Infrastrukturbedarf gut positioniert ist. Wir versuchen, Unternehmen auszuwählen, die die Mineralien produzieren, von denen wir glauben, dass sie am meisten von höheren Bauausgaben profitieren werden.

Dazu gehören Kupferproduzenten wie Ivanhoe Mines, die Nummer eins im Global Resources Fund (PSPFX; Stand: 30. September). Wir halten auch CopperBank Resources für ein eher spekulatives Unternehmen. Um Zugang zu erneuerbaren Energien und Batteriemetallen wie Kobalt und Lithium zu erhalten, bevorzugen wir Namen wie First Cobalt, Standard Lithium und Piedmont Lithium. Und dann sind da noch die Hersteller von Generatoren für erneuerbare Energien selbst. Canadian Solar ist eine der Top-Positionen des Fonds, und wir mögen auch das spanische Unternehmen Siemens Gamesa Renewable.


© Frank Holmes
U. S. Global Investors



Der Artikel wurde am 11. November 2021 auf www.usfunds.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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