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Gold stark - Goldminenaktien stärker!

11.04.2022  |  Markus Blaschzok
Einige FED-Mitglieder kündigten vergangene Handelswoche eine deutliche Reduzierung der Notenbankbilanz in kürzerer Zeit an, sowie weitere Zinsanhebungen, was den Aktien- und Anleihenmarkt belastete. Der Goldpreis zeigte sich von diesen Drohungen jedoch unbeeindruckt und stieg im Wochenverlauf weiter auf 1.946 US-Dollar an, obwohl auch der US-Dollar zulegen konnte. Noch ist der Goldpreis in einer Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gefangen, doch ein richtungsweisender Ausbruch aus dieser Spanne könnte schon in Bälde erfolgen.

Die Stärke des US-Dollars ist einer der Faktoren, die den Anstieg des Goldpreises in US-Dollar kurzfristig ausbremsen. Der USD-Index hatte in der vergangenen Handelswoche die Marke von 100 Punkten überschritten und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren an.

Als wir das Kaufsignal für den US-Dollar bei 90 Punkten im USDX im Juni letzten Jahres gaben, lag unser Kursziel im besten Fall bei 100 Punkten, womit dieses Ziel jetzt abgearbeitet wurde. Dem Anstieg des USDX drohte bei 96 Punkten bereits die Luft auszugehen, doch sorgten die Ankündigungen zu Zinsanhebungen, einer Reduzierung der Notenbankbilanz und letztlich der Krieg in der Ukraine, der insbesondere den Euroraum belastet, für neues Potenzial beim USD-Index zu den anderen Fiat-Währungen.

Der Euro befindet sich hingegen weiterhin auf Talfahrt und hat mittlerweile die Parität zum Schweizer Franken erreicht. Selbst ein Test der Parität zum US-Dollar ist in den kommenden Wochen und Monaten nun denkbar geworden. Die selbst verursachten Wunden für die europäische Wirtschaft durch die Lockdowns und nun durch die Sanktionen gegen Russland, drücken die europäische Wirtschaft bereits vor den ersten Zinsanhebungen in eine neue Rezession.

Die weiter steigenden Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren werden jegliche Konjunkturblüte in Europa im Keim erstickten und die Europäische Zentralbank wird darauf mit dem Drucken von Geld reagieren und die europäischen Regierungen mit neuen planwirtschaftlichen Fiskalprogrammen, was die Situation nur noch verschlimmern wird.

Die Sanktionen gegen Russland haben die Lage für Europa deutlich verschlechtert, weshalb der Bias aktuell weiterhin auf einem stärkeren US-Dollar liegt. Aufgrund der bevorstehenden weiteren Abwertung des Euros zu allen anderen Währungen ist es gerade für uns Europäer wichtiger denn je, in inflationsgeschützte Assets wie Edelmetalle und Minenaktien zu investieren, wenn man die völlige Enteignung durch staatliche Inflation nicht über sich ergehen lassen möchte.

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Der USD-Index stieg auf den höchsten Stand seit 2 Jahren


Sanktionen gegen russische Palladium-Raffinerien

Der Palladiumpreis stieg am Freitag um bis zu 11% an, nachdem die Londoner Platin- und Palladiummarktbehörde mitgeteilt hatte, man werde den russischen Raffinerien aufgrund der Ukraine-Krise den Verkauf von Palladium in London untersagen. Der Palladiumpreis sprang auf diese Meldung hin um 200 US-Dollar auf bis zu 2480 US-Dollar je Feinunze nach oben.

Die "Gulidov Krasnoyarsk Non-Ferrous Metals Plant" ist die größte Gold- und Platingruppenmetall-Raffinerie in der Russischen Föderation mit dem Hauptsitz in der Stadt Krasnojarsk in Sibirien und liefert allein 30% der Jahresweltproduktion. Diese, sowie die „Prioksky Plant of Non-Ferrous Metals“ werden bis auf weiteres nicht mehr als Good Delivery Lieferant in London/Zürich akzeptiert werden.

Anfang März stieg der Palladiumpreis erst auf ein Allzeithoch von 3.440 US-Dollar, da man sich angesichts des Krieges Sorgen um das Angebot des Hauptproduzenten Russland machte. In Russland werden rund 40% der Jahresweltproduktion gefördert. Auf der einen Seite nimmt die Nachfrage aufgrund der Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ab, was auf den Preis dämpfend wirkt. Auf der anderen Seite könnte die künstliche Angebotsverknappung für einen erneuten kurzfristigen Preisanstieg sorgen.

Kurzfristig könnte es dadurch tatsächlich wieder zu einer Verknappung kommen, doch die Russen werden ihr Palladium an den Rest der Welt verkaufen, sodass dies mittelfristig geringen Einfluss auf den Preis haben dürfte. Die langfristigen Aussichten hängen vielmehr von der Inflation und der Rezession ab, wobei die Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge der wichtigste Faktor ist und mittelfristig eher für eine abnehmende Nachfrage spricht.

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Palladium stieg um über 200 US-Dollar an, nachdem russisches Palladium in London boykottiert wird



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