Warum Wohnraum in Dollar teuer erscheint, in Gold jedoch günstig ist
05.01.2026 | Frank Holmes
Vor einer Generation reichte ein einziges Einkommen aus, um eine Familie zu ernähren, ein Haus zu kaufen und ein oder zwei Autos in der Einfahrt zu bezahlen. Heute haben selbst zwei Gutverdiener Schwierigkeiten, ein neues Haus zu kaufen. Laut einem aktuellen Bericht von Bankrate kann sich ein Haushalt mit einem Jahreseinkommen von 80.000 Dollar mittlerweile 75% aller neuen Häuser auf dem Markt nicht mehr leisten. Eine US-amerikanische Familie muss heute mindestens 113.000 Dollar verdienen, in einigen Großstädten sind es sogar fast 200.000 Dollar. Unterdessen ist die Wohneigentumsquote auf ein Sechsjahrestief gesunken, und für das nächste Jahr wird ein weiterer Rückgang erwartet. Familien werden von allen Seiten unter Druck gesetzt. Was ich damit sagen möchte, ist, dass es bei der sogenannten Erschwinglichkeitskrise nicht nur um die Kosten für Häuser oder andere Vermögenswerte geht. Es geht um die Kosten des Geldes.
Der Dollar befindet sich seit einem Jahrhundert in einem Bärenmarkt
Sehen Sie sich den folgenden Chart an. Sie vergleicht die Kaufkraft des US-Dollars seit 1915 mit dem Goldpreis im gleichen Zeitraum.

Es zeigt, dass der Greenback über 95% seiner Kaufkraft verloren hat. Gold hingegen hat einen explosionsartigen Anstieg erlebt, insbesondere in Zeiten finanzieller und wirtschaftlicher Belastungen. Politiker und Experten mögen gierige Unternehmen oder ineffiziente Lieferketten dafür verantwortlich machen, aber die Wahrheit ist: Wenn eine Regierung endlose Defizite macht und diese mit aus dem Nichts geschöpftem Fiatgeld finanziert, wird die Währung selbst zur Ursache des Problems.
Wir können das alles bis ins Jahr 1971 zurückverfolgen, als Präsident Nixon die Konvertibilität des Dollars in Gold aussetzte. Wie ich Ihnen bereits erzählt habe, war das der Tag, an dem die USA ihre Haushaltsdisziplin gegen einen flexiblen Wechselkurs eintauschten. Sobald die Bindung an Gold aufgehoben war, explodierten die Ausgaben. Die Staatsverschuldung stieg von weniger als 40% des BIP auf heute weit über 120%.

Kurz gesagt: Wenn Geld von der Realität abgekoppelt wird, wird alles, was in Dollar berechnet wird, schwerer erschwinglich. Und damit sind wir wieder beim Thema Wohnen angelangt.
US-Immobilien erscheinen historisch günstig... wenn man sie in Gold bewertet
Der nächste Chart könnte Sie überraschen. Sie zeigt das Verhältnis zwischen dem Medianpreis eines neuen Eigenheims und dem Goldpreis. Im Wesentlichen gibt sie Auskunft darüber, wie viele Unzen des Edelmetalls man benötigt, um ein typisches amerikanisches Eigenheim zu kaufen.