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Gold bricht nach oben aus - lassen Sie sich nicht abhängen!

15.09.2017  |  Egon von Greyerz
Die Entwicklung der Gold- und Silberpreise in den nächsten Monaten wird die meisten Investoren ziemlich überraschen. Gleichzeitig wird die Volatilität an allen Märkten deutlich zunehmen. Im Moment hat es den Anschein, als gäbe es "im Westen nichts Neues", wie Erich Maria Remarque über den Ersten Weltkrieg schrieb. Zehn Jahre nach dem Beginn der Großen Finanzkrise und neun Jahre nach dem Untergang von Lehman Brothers scheint die Welt in besserer Verfassung zu sein als je zuvor. Die Aktien eilen von Rekord zu Rekord, die Zinsen liegen auf einem historisch niedrigen Niveau, die Immobilienmärkte boomen wieder und die Konsumenten geben mehr Geld aus denn je.


Haben die Zentralbanken die Welt gerettet?

Warum also haben wir uns 2007 solche Sorgen gemacht? Kein Problem ist noch so groß, als dass es unsere freundlichen Zentralbanker nicht lösen könnten. Um alle Welt zu täuschen, muss man nur die Geld- und Kreditmenge um 100 Billionen $ ausweiten, die Derivatemärkte um weitere 100 Billionen $ vergrößern, den Menschen unfinanzierbare Renten, Sozialleistungen und Gesundheitszuschüsse versprechen und die Zinsen auf null Prozent oder in den Minusbereich senken.

Da haben wir es. Das ist die neue Normalität. Die Zentralbanken haben alle keynesianischen Werkzeuge erfolgreich angewendet. Wie kann das System trotz höherer Verschuldung und all den ausstehenden Verbindlichkeiten nur so gut funktionieren? Nun, heute sind die Dinge einfach anders. Wir haben schließlich all die ausgeklügelten Finanzinstrumente, die Computeralgorithmen, die komplexen Modelle, das neue Falschgeld - Entschuldigung, ich meine natürlich die quantitativen Lockerungen - die Manipulationen, ähm das Management der Zinsen, und äußerst hinterhältige - ich wollte sagen intelligente - Zentralbanker.

Oder? Ist es diesmal wirklich anders? All die Schwindeleien der Notenbanken haben den obersten 1% ein Vermögen eingebracht und dem Rest der Welt gigantische Schulden beschert. Wer sich eingehend mit den Marktrisiken befasst hat, kann heute zwei sehr unterschiedliche Schlussfolgerungen ziehen:

Die Zentralbanker haben alle bekannten und einige neue Tricks äußerst geschickt angewendet und die Welt durch das Drucken unvorstellbarer Geldmengen, die exponentielle Ausweitung der Kreditmenge und die Abschaffung der Kreditkosten mittels Senkung der Zinsen auf oder unter die 0-%-Linie gerettet. Das ist das ideale Szenario und die Krugmans dieser Welt müssen extrem zufrieden mit sich sein, denn diese Sichtweise rechtfertigt den Nobelpreis und bestätigt, dass sie die perfekte Methode gefunden haben, die auf unbestimmte Zeit und mit großem Erfolg angewendet werden kann.

Wenn Sie jedoch glauben, dass kein Baum in den Himmel wächst, und dass sich solides Geld am Ende immer durchsetzen wird, können wir angesichts der aktuellen Marktlage schlussfolgern, dass wir uns in der Endphase einer Finanzblase epischen Ausmaßes befinden. Zum Glück hat unsere Seite auch einmal einen Nobelpreis erhalten, allerdings war das bereits 1974, als der Ökonom Friedrich August von Hayek ausgezeichnet wurde.

Zwischen den Manipulatoren und den Verfechtern des soliden Geldes tobt ein langer Kampf. Mit Hilfe von finanziellen Versprechungen und mehr Zuschüssen lassen sich die meisten Menschen lange Zeit täuschen. Doch leider wird den Keynesianern eines Tages die Munition ausgehen, wenn alle gedruckten Währungen zu ihrem intrinsischen Wert von Null zurückkehren. Es ist unmöglich, alle Menschen für immer hinters Licht zu führen. Wie Margaret Thatcher sagte: "Das Problem am Sozialismus ist, dass einem letzten Endes immer das Geld anderer Leute ausgeht." An genau diesem Punkt stehen wir heute. Das Geld anderer Leute ist weltweit knapp geworden. Als wir 2002 begannen, für unsere Investoren und uns selbst aggressiv Silber zu kaufen, dachten wir nicht, dass es den Zentralbanken gelingen würde, die Märkte noch mehr als 15 Jahre lang zu manipulieren. Allerdings kostete die Unze Silber damals noch 4 $ und die Unze Gold 300 $ - die Manipulationen waren also nur teilweise erfolgreich.


Gelddrucken funktioniert nicht mehr

Die Zeichen deuten mittlerweile eindeutig darauf hin, dass sich das Experiments des Gelddruckens seinem Ende nähert. Trotz der Billionen an Währungseinheiten, die in den USA und rund um den Globus neu geschöpft wurden, ist das reale Bruttoinlandsprodukt nicht weiter gewachsen. Der folgende Chart zeigt, dass die Geldmengen- und Kreditausweitungen keine Wirkung mehr erzielen. Jedes Kind würde verstehen, dass sich mit dem Bedrucken von Papierscheinen und deren Bezeichnung als "Geld" kein Wirtschaftswachstum erzeugen lässt. Doch die Keynesianer ignorieren das Offensichtliche.

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