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Sklavenstaat Europa - Vorzeigeobjekt im US-Finanzkalifat (Teil 5)

21.05.2015  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
Alles ist voll

Gleich zu Beginn eine grundsätzliche Frage. Gibt es denn überhaupt eine "Krise" oder zumindest eindeutige "Krisensignale"? Auf den ersten Blick erscheint dies nicht so. Zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Alles ist voll oder auch schon mal übervoll.

Z.B. die Parkplätze, Bierkrüge, Weinhumpen, Abwassergruben, Wartezimmer der Ärzte und Anwälte, Gerichtssäle, Supermärkte, Restaurants, Anzeigetafeln, Werbeseiten und Reklameplakate der Discounter und anderer Unternehmen jedweder Art, Bankkonten und Wertschriftendepots (die Deutschen haben derzeit etwa 6 Billionen an "Vermögen"), die Kirchen (mit regionalen Einschränkungen), die Gefängnisse, die Suppenküchenkessel, die Straßen und Autobahnen, Massagesalons, Kassen von Bordellen, Kartellen und Parteizellen, Urlaubsflüge, Sonnenstrände, Mittagstische und Kaffeetafeln, Stammtische, Frisörsalons, Alkoholliebhaber (nicht immer voll), Vorratslager aller Arten, D-Züge, Straßenbahnen, U-Bahnen (zumindest zwei mal täglich), Fotospeicher der Geschwindigkeitsblitzgeräte, Mägen der Menschen, Haustiere und des Zuchtviehs, "Rettungskassen" der Politiker und Zentralbanker, Jugendherbergen, Theater- und Opernsäle, Sportstadien, Zuschauerbänke selbst fragwürdigster Unterhaltungsveranstaltungen mit idiotischen Inhalten, Hörsäle, Reisebüros, Treibstofftanks, Kühlschränke, Gefriertruhen, Schweine-, Rinder- und Gänsemästereien, Vogelnester, Schnapsregale und Weinkeller, Klassenräume, Fitnesscenter, Schweißtücher der Joggermassen, Hunde (voller Dankbarkeit und Futter), Gabentische zu Weihnachten, Windeln der Kleinkinder und die Nasen übersättigter Bürger.
Die meisten haben die Nase wirklich voll.

Dennoch und trotz allem: Wo, um Himmels Willen, soll sich denn da eine echte Krise verstecken?

Oh, unsichtbare Krise, wo bist und bleibst du nur? Es gibt heute auf der Welt viel mehr Handys als Toiletten. Mit letzteren kann man alles loswerden, mit ersteren alles und jeden erreichen. Aber die Krise will einfach niemand entdecken oder gar loswerden, da sie ja scheinbar nicht existiert.


Auf Krisensuche

Doch auf den zweiten Blick ergibt sich überraschenderweise ein ganz anderes Bild. Nur um einige, genauer: 26 (es gibt deren noch mehr), besorgniserregende Krisensignale im Folgenden zu nennen:

1) Die Schuldengebirge wachsen seit Jahren munter weiter, Stunde um Stunde, Tag um Tag. Allein die verzinslichen Staatsschulden der USA wuchsen um eine Kleinigkeit an. Um 1950 beliefen sie sich auf 0,3 Billionen $, Ende dieses Jahres auf etwa 19,2 Billionen. Das ist eine 63-fache Steigerung. Hinzu kommen die unverzinslichen Schulden in mindestens 6-facher Höhe. Zusammen ergibt sich eine, Experten zufolge, mehr als 240-fache Steigerung der Verschuldung. In dieser Zahl sind die Schulden von Privatpersonen, Unternehmen, Banken, der Fed (von 0,1 auf 5,9 Billionen $) sowie der Bundesstaaten noch nicht einmal berücksichtigt.

Gleichzeitig wuchs die Wirtschaft vielleicht um das Dreifache. Wäre dies nicht besorgniserregend? Und keine Änderung des Trends und keine machbare Lösung in Sicht, außer Krieg oder Total-Crash des gesamten Systems.

2) Lastwagenladungen an Hilfsgeldern flossen den Banken zu, die immer wieder "gerettet" werden müssen. Binsenweisheit von Oma Meier: "Was fortlaufend gerettet werden muss, ist nicht wert, gerettet zu werden".

3) Ein Gleiches gilt für Großkonzerne und ganze Länder, akuter Fall im Augenblick ist Griechenland, mit zirkusreifen Figuren an der Spitze. Diese versuchen es zum einen mit Erpressung, sprich gezielter Einschleusung von fanatischen ISIS-Terrorísten über Athen, ausgestattet mit griechischen EU-Pässen, in Richtung des "geizigen Nordens", oder mit der Nazi-Reparationskeule, sprich etwa 250 Mrd. € wären von Deutschland rasch und ohne viel Aufhebens am nächsten ruhigen Wochenende zu überweisen. Sie versuchen es auch mit Besuchen in Moskau und Peking, mit der Drohung Russen und Chinesen nebst deren Stützpunkten ins Land zu holen.

Andere Länder, wie Spanien, Portugal, Italien und neuerdings auch Frankreich hängen jetzt schon oder in Kürze ebenfalls zitternd an den Schläuchen des Rettungs-Beatmungsgerätes. Und keine Änderung des Trends und keine machbare Lösung in Sicht.

4) Verstaatlichung von wichtigen Unternehmen und keine Erholung oder Wende in Sicht. Vielleicht sind eines Tages die Goldminen an der Reihe?

5) Massive Falschadressierung von Hypotheken-Hilfskampagnen und keine Erholung oder Wende zu sehen.

6) Seit etwa 3 Jahren Nullzins oder sogar Negativzins mit Enteignung der Sparer und keine Wende in Sicht.

7) Massive Fälschungen staatlicher Statistiken, in Amerika schon seit der Clinton-Ära, in der EU setzte dies schon gleich nach der Gründung ein. Und keine Wende in Sicht!




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