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Die Große Entschuldung - Höhere Gold- und Silberpreise in Sicht

10.05.2016  |  Mark J. Lundeen
Als ich vor einigen Wochen zuletzt einen Bear's Eye View (BEV) Chart des Dow Jones veröffentlichte, hatte es den Anschein, als würde der Aktienindex gegen Anfang Mai ein neues Allzeithoch erreichen. Am 20. April war er nur 1,18% von der Nulllinie im BEV-Chart, d. h. von seinem letzten Rekordstand im Mai 2015, entfernt. Es wäre für die Bullen ein Leichtes gewesen, den Dow Jones innerhalb von nur einem Handelstag auf ein neues, absolutes Hoch steigen zu lassen. Das ist allerdings nicht geschehen.

Stattdessen begann eine leichte Korrekturbewegung, die erste seit dem im Januar gebildeten Boden. Wie geht es nun weiter? Natürlich war eine Korrektur überfällig, aber warum sollte diese genau dann beginnen, wenn das nächste Allzeithoch für den Dow Jones schon zum Greifen nahe ist?

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Wie Sie wissen, bin ich schon seit Langem kein Freund der Aktienmärkte mehr. Ich stehe auf der Seite der Bären und erwarte weitere Kursverluste. Meiner Ansicht nach wird es von den -1,18% im obenstehenden Chart weiter abwärts gehen, bis zur -5%-Linie und noch tiefer. Dennoch würde mich ein neues Allzeithoch des Dow Jones innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen nicht schockieren. Ich schätze, die Bullen im Offenmarktausschuss der Federal Reserve werden sich aus Angst davor, die Begeisterung der Bevölkerung für spekulative Aktienmarktgewinne wieder zu entfachen, nicht um ein neues Hoch bemühen. Das Spiel, das sie jetzt spielen, heißt "Marktstabilität".

Der folgende Chart zeigt neben dem Kurs des Dow Jones auch dessen 52-Wochen-Hochs (grün) und -Tiefs (rot) seit dem Jahr 2006. Das letzte 52-Wochen-Hoch verzeichnete der Index am 19. Mai 2015, doch sowohl im vergangenen August als auch im Januar dieses Jahres wurden neue 52-Wochen-Tiefs erreicht. Seit März 2009 war dies zuvor nur einmal passiert, nämlich Anfang Oktober 2011. Dabei handelte es sich allerdings nur um ein eintägigen Ereignis, von dem sich der Index schnell wieder erholte. Innerhalb des letzten Jahres hätte der Dow zweimal die Gelegenheit gehabt, bei der Erholung von einem 52-Wochen-Tief ein neues 52-Wochen-Hoch zu erreichen, doch nichts dergleichen ist geschehen.

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Die Frage ist also, ob wir in den kommenden Wochen und Monaten ein neues 52-Wochen-Hoch oder -Tief beim Dow Jones sehen werden. Wenn ich wetten müsste, würde ich sagen, dass ein Tief wahrscheinlicher ist als ein Hoch, ganz einfach weil der Aktienmarkt seine Begeisterung für neue 52-Wochen-Hochs seit dem Ende der dritten Runde der quantitativen Lockerungen in den USA verloren hat.

Die Aktienmärkte sehen sich überdies auch mit anderen Problemen konfrontiert. Seit Dezember 2014 steigt die tägliche Volatilität des Dow-Jones-Kurses, was schon seit mehr als hundert Jahren kein gutes Zeichen für die Börsen ist. Mir ist bewusst, dass es sich bei dem Indikator für die Volatilität um einen 200-tägigen gleitenden Durchschnitt handelt, der bis zum Juli 2015 zurückreicht und folglich auch die starke Volatilität mit einschließt, die im vergangenen August und September verzeichnet wurde, als er der Dow erstmals seit 2011 wieder auf neues, tieferes 52-Wochen-Tief fiel. Diese Daten sind schon ziemlich alt und werden innerhalb der nächsten sechs Wochen aus dem 200-tägigen gleitenden Durchschnitt verschwinden. In diesen sechs Wochen kann allerdings viel passieren.

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