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Edelmetallsektor: Doppelboden-Bildung kurz vor der Vollendung?

20.09.2016  |  Clive Maund
Mit diesem Update möchte ich darauf hinweisen, dass die Korrektur im Edelmetallsektor womöglich genau jetzt zu Ende geht. Die Indikatoren haben bereits das zweite Tief eines möglichen Doppelbodens erreicht. Ob dies tatsächlich das Ende der Korrektur ist, hängt davon ab, wie die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve ausgeht: Wenn die Fed eine Zinserhöhung ankündigt, werden sowohl die allgemeinen Märkte als auch der Edelmetallsektor voraussichtlich deutlich einbrechen.

Wenn sie die Zinsanhebung dagegen erneut auf später - oder nie - verschiebt, dann sollte es für die Edelmetalle anschließend wieder aufwärts gehen. Wir können nicht im Voraus wissen, ob der Leitzins erhöht wird oder nicht, aber wir können uns sicher sein, dass die Notenbank ihre Intentionen den obersten 1% bereits mitgeteilt hat, damit diese sich an den Märkten entsprechend positionieren und nette Profite einstreichen können.

Wenn wir allein den bisherigen Kursverlauf des GDX in diesem Jahr betrachten, scheint dieser derzeit beim eingezeichneten Unterstützungsniveau einen Doppelboden auszubilden und sich auf eine neue große Rally vorzubereiten. Der Ausbruch ist jedoch in beide Richtungen möglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs nach oben ausbricht, liegen jetzt bei etwa 65% gegenüber einer Wahrscheinlichkeit von 35% für einen Einbruch unter die Linie.

Für die Federal Reserve ergäbe es durchaus Sinn, den Zinssatz unverändert zu lassen, da ihre Hauptaufgabe nicht darin besteht, sich um die Wirtschaft zu kümmern, sondern die Assetpreise zum Nutzen der 1% auf einem künstlich hohen Niveau zu stabilisieren. Ihre Verantwortung für die Realwirtschaft hat die Notenbank schon vor vielen Jahren aufgegeben.

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Die aktuelle Marktsituation wäre übrigens ein klassischer Zeitpunkt für den Beginn eines neuen, bedeutenden Aufwärtstrends. Die Edelmetallmärkte durchlaufen zur Zeit die stärkste Korrektur seit dem Beginn der neuen Hausse: Die Kurse vieler Qualitätsaktien haben deutlich nachgegeben und der Sektor, der Anfang Juli noch stark überkauft war, ist nun eindeutig überverkauft und notiert in einem Bereich mit starker Unterstützung oberhalb des steigenden 200-tägigen gleitenden Durchschnitts. Letzteres weist eindeutig darauf hin, dass der allgemeine Trend noch immer aufwärts gerichtet ist. Ja, es könnte vorerst noch weiter nach unten gehen, wenn die US-Zinsen angehoben werden, und genau diese Angst schreckt derzeit viele potentielle Käufer ab.

Wie kann man nun mit dieser Situation umgehen? Eine Möglichkeit ist es, sofort die besten Edelmetallaktien zu kaufen, sobald klar ist, dass es keine Zinsanhebung geben wird, denn dann wird der Sektor den Handelstag wohl mit einer langen weißen Kerze beschließen, bevor es anschließend weiter aufwärts geht. Eine andere mögliche Herangehensweise wäre es, das Risiko einzugehen und noch vor Bekanntgabe der Entscheidung zu kaufen. Für den Fall, dass es doch zur Anhebung der Zinsen kommt und der Sektor einbricht, könnte man sich zuvor eventuell mit Hilfe von Put-Optionen absichern.

Was auch immer geschieht, eines steht fest: Der Edelmetallsektor bietet jetzt mit Sicherheit einen besseren Wert als noch vor zwei Monaten. Statistisch gesehen stehen die Chancen gut für eine baldige Fortsetzung des allgemeinen Aufwärtstrends.

Wir werden uns einige der besseren Edelmetallaktien genauer anschauen und Käufe zu Anfang der Woche in Erwägung ziehen (eine Reihe von australischen Minengesellschaften haben wir bereits analysiert).


© Clive Maund
www.clivemaund.com


Der Artikel wurde am 17.09.16 auf www.clivemaund.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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