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Keine Entwarnung: Gold steht mittelfristig vor weiteren Kursrücksetzern

01.07.2017  |  Steffen Paulick
Kurz nach dem Brexit warnte ich eindringlich und in der Folge, immer wieder davor, das Gold nicht weiter steigt. Im Sommer 2016 habe ich den Goldpreis intensiv analysiert und fand darin die Bestätigung. Das Ergebnis der Analyse besagt, das der Goldpreis massiv im Jahr 2017 fallen wird. (Dies betrifft auch die anderen Edelmetalle!). Mir ist bewusst, dass ich damit eine gegensätzliche Meinung zu vielen anderen Edelmetallexperten vertrete.

Unterstützt vom Kursverlauf der letzten Monate halte ich an dieser These fest. Letztmalig könnte im Juli eine technische Gegenreaktion erfolgen, die ist jedoch sehr fragil.

Nachfolgend sehen Sie drei Kursverläufe des Goldpreises auf Eurobasis, inklusive der beiden technischen Indikatoren MACD und RSI. Anhand der Charts können Sie gut erkennen, dass
  • der kurzfristige Aufwärtstrend seit Dezember 2016 nach unten gebrochen wurde (Trendbruch im April/Mai 2017) und

  • die lang anhaltende Konsolidierung seit 2011/12 immer noch intakt ist. Der Trendkanal lässt theoretisch weitere Kursrücksetzer bis ca. 700 €/oz zu.


Kurzfristiger Trendverlauf:

Das kurzfristige Chartbild bestätigt das, was vor Monaten bereits prognostiziert wurde, dass eine weitere (voraussichtlich dynamische) Kursschwäche in den nächsten Monaten bevorstehen könnte. Der kurzfristige Aufwärtstrend seit Ende Dezember 2016 wurde bereits Ende April 2017 gebrochen.

Der Bereich 1.075-1.085 €/oz, das Tief vom Dezember 2016, könnte Gold dazu verleiten, kurzfristig einen Stop einzulegen. Die technische Gegenreaktion könnte Gold im Juli in Richtung 1.180-1.195 €/oz steigen lassen. An diesem Kurslevel angelangt, stünde dem Goldpreis eine große Richtungsentscheidung bevor!

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Mittelfristiger Trendverlauf:

Dieses Chartbild von Ende September 2012 bis heute (ein Ausschnitt aus dem langfristigen Kursverlauf / siehe Langfristchart) lässt ein Doppelhoch des Goldpreises erkennen.

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Langfristiger Trendverlauf:

Das "Große Bild" zeigt bei Gold einen mittelfristigen, abwärtsgerichteten Trendkanal. Die Hochpunkte sind im September 2012 (primär) und Ende Juni/Anfang Juli 2017 (sekundär). Eine Parallelverschiebung dieser Trendlinie nach unten, angesetzt an dem Tiefpunkt der Konsolidierung Ende 2013, ergibt eine aktuell massive Unterstützung um die 700 € pro Feinunze. Bevor diese Szenario eintreten kann, muss der Goldpreis jedoch die seit dem Jahre 2005 intakte Aufwärtstrendlinie durchbrechen!

Das ist immerhin eine Trendlinie die seit 12 Jahren hält, falls diese Trendlinie nach unten durchbrochen wird, wird der Kursverfall voraussichtlich sehr massiv und sich dynamisch entwickeln. An dieser Trendlinie dürfte vor allem das "Smart Money" große Stop-Loss Limite hinterlegt haben. Ein "wasserfallartiger Kurssturz" würde uns möglicherweise bevorstehen. Dieses Szenarion beinhaltet die größte Wahrscheinlichkeit aus dieser charttechnischen Analyse, das auch langfristig die technischnen Indikatoren MACD und RSI zur absoluten Vorsicht mahnen.

Das untergeordnete Szenario wäre, das der Goldpreis den oberen Trendkanal der zur Zeit bei ca. 1.210 €/oz liegt, nach oben durchbricht und aus das "All-time-high" Richtung 1.388 €/oz zusteuert.

Conclusio: Eine große Bewegung steht uns auf jeden Fall bevor, vielleicht gibt es vor der großen Entscheidung noch ein paar Fehrsignale. Wir befinden uns schliesslich in keinen freien Märkten mehr, da mehr und mehr interventionisch, sprich sozialistisch aus diversen Finanzoligopolen der "Freie Markt" konterkariert wird.

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© Steffen Paulick
mobil@herzoinvest.de



Dieses Dokument ist lediglich eine unverbindliche Stellungnahme zu den aktuellen Marktverhältnissen zum Zeitpunkt der Erstellung. Alle Diagnosen, es handelt sich hierbei um Stellungnahmen, wurden mit größter Sorgfalt, besten Wissen und Gewissen zusammengestellt. Die vorliegende Prognose dient lediglich Informationszwecken und ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf. Die Diagnosen sind ohne Gewähr und begründen kein Haftungsobligo.


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