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Zombies, die den Reichtum zerstören

11.05.2018  |  Dr. Keith Weiner
Das heiße Thema der heutigen Geldtheorie (Ha, als wäre es kein Oxymoron diese beiden Begriffe in einem Satz zu nennen!) sind verkümmernde Zinsen. In einer aktuellen Stellungnahme meinte die Fed, dass das Risiko ausgeglichen sei (die widerlegte Idee einer gegenläufigen Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und steigenden Verbraucherpreisen hätte in den 1970er Jahren auf den Aschehaufen der Geschichte geworfen werden sollen). Die Goldgemeinschaft erwartet sicherlich rapide steigende Preise und deshalb ist Gold natürlich gestiegen.

Werden die Zinsen steigen? Wir denken nicht, dass es so offensichtlich ist. Bevor wir dies diskutieren, möchten wir einige Beobachtungen anstellen. Die Zinsen fallen seit mehr als drei Jahrzehnten. Während dieser Zeit gab es viele Korrekturen (d.h. Gegentrendbewegungen, bei denen die Zinsen etwas stiegen, bevor sie noch stärker fielen). All diese Korrekturen wurden damals von vielen als Trendänderungen angesehen.

Sie hatten einen guten Grund so zu denken (wenn man die Mainstream-Theorie als guten Grund ansehen kann). Bewaffnet mit der quantitativen Geldtheorie dachten sie, dass die zunehmende Dollarmenge die steigenden Preise verursachen würde. Und wie alle wissen, verursachen steigende Preise steigende Inflationserwartungen. Und wenn die Leute eine Inflationssteigerung erwarten, werden sie höhere Zinsen fordern, um dies zu kompensieren.

Sicherlich stieg die Dollarmenge all diese Jahre (mit einigen kleinen Rückgängen). Jedoch verlangsamte sich die Geschwindigkeit, mit der die Preise steigen. Heutzutage tut sich die Fed schwer, einen Anstieg von 2% herbeizuführen und das mit all der "Hilfe", die sie durch die Steuer- und Regulierungspolitik erhalten, die die Verbraucherpreise in die Höhe treiben, aber nichts mit Geldpolitik am Hut haben. Nichtsdestotrotz fielen die Zinsen. Und sie fielen und fielen.


Warum fielen die Zinsen?

Es scheint offensichtlich, dass man die Behauptung, dass sich ein seit drei Jahrzehnten andauernder Trend verändert hat, begründen muss. Die Frage des Tages lautet: Was ist plötzlich passiert? Die Dollarmenge wird zunehmen? Das kennen wir schon. Die Preise werden steigen? Vielleicht.

Um mehr Glaubwürdigkeit... Nein, streichen wir das. Um überhaupt Glaubwürdigkeit zu erlangen, sollte Ihre Antwort eine Erklärung beinhalten, warum die Zinsen für einen so langen Zeitraum schon fallen. Ist das zu viel verlangt? Ihre Erklärung sollte die folgenden drei Punkte beinhalten:

1. Die Ursache dafür, dass die Zinsen seit einem Großteil der Lebenszeit von Generation X, seit Beginn der Karrieren selbst der ältesten Baby-Boomer, sinken

2. Warum die alte Ursache nun nicht mehr relevant ist

3. Identifizieren Sie eine neue Ursache und zeigen Sie, warum diese den neuen Trend steigender Zinsen vorantreiben wird

Keith hat bereits seine Zins- und Preistheorie veröffentlicht. Um auf den Punkt zu kommen: Zinsen fallen, wenn sich der Zinssatz über der marginalen Produktivität des Unternehmers befindet. Also wenn der marginale Unternehmer einen niedrigeren Kapitalertrag erwirtschaftet, als er für den Kredit bezahlen muss, um diesen zu finanzieren.

Es sollte offensichtlich sein, dass man keinen Kredit mit 10% Zinsen aufnehmen kann, um 8% zu verdienen. Wenn dies dem echten marginalen Unternehmer passiert und keinem isolierten schlechten Geschäftsmann, dann müssen die Zinsen fallen. Sie müssen fallen, da die Geschäftsnachfrage nach Krediten unter solchen Umständen schwach ist. Und wenn die Zinsen steigen, wird die Nachfrage noch schwächer. Unternehmen, die ihre Schulden zurückzahlen können, werden dies tun, auch wenn sie dafür ihre Vermögenswerte liquidieren müssen. Sicherlich werden neue Unternehmen den Markt nicht betreten, wenn sie eine negative Gewinnspanne zwischen Kapitalkosten und Kapitalerträgen sehen.

Nur wenn die Zinsen fallen, verlangen Unternehmen nach Krediten. Wenn die Zinsen fallen - sagen wir von 10% auf 7% - können sie dadurch Gewinne machen.

Leider schafft die Zinssenkung das Problem nicht aus der Welt. Unser glückloser Unternehmer könnte Anleihen auf dem Markt zu 10% Zinsen verkauft haben. Und nun sitzt er bei diesem Zinssatz fest.

Auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, so ist er in seines Investivvermögenswerten gefangen, wie Immobilien und Ausrüstung. Stellen Sie sich einen marginalen Gastronom vor. Nennen wir ihn Fred. Als die Zinsen hoch waren, war er sehr vorsichtig und lieh sich so wenig wie möglich, um eine Immobilie zu kaufen und angemessen herzurichten, um dort hochqualitatives Essen servieren zu können. Aber dann fallen die Zinsen und ein anderer Gastronom kann sich mehr leihen, um ein noch größeres Restaurant nebenan zu eröffnen. Gäste, die dazu bereit sind 100 Dollar je Teller zu bezahlen, könnten sich zu diesem neuen Restaurant hingezogen fühlen und davon abgeneigt sein bei Fred zu essen. Also muss Fred den Preis senken. Klar, aktuell mag er nur 7% Zinsen zahlen, aber er kann nicht denselben Preis verlangen und damit dieselbe Bruttogewinnspanne verdienen.

Oder stellen Sie sich den Produzenten, Barney, vor. Er stempelt und schweißt Metallrahmen für Anhänger. Er eröffnete sein Geschäft, als die Zinsen 10% betrugen, also war Ausrüstung im Wert von einer halben Millionen Dollar genug, um sein Unternehmen zu führen. Jahre später jedoch, wenn die Zinsen 5% betragen, kann ein neuer Unternehmer eine Millionen Dollar in Computer-gesteuerte Maschinen und ein automatisiertes Fließband investieren. Dieses neue Unternehmen nimmt geringere Kosten auf sich, um dasselbe Produkt zu produzieren. Barney hat Schwierigkeiten zu konkurrieren.


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