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Läuft Gold Gefahr wieder dreistellig zu werden?

16.05.2018  |  Steffen Paulick
Die Goldbugs werden seit ca. 7 Jahren, seit dem All-time-high auf die Probe gestellt. Ich möchte den Kursverlauf des Goldes in Euro aus charttechnischer Sicht neutral analysieren. Der Kurs ist bekanntlich die Summe der Nachrichten, auch der Nachrichten die noch nicht veröffentlicht sind!

Die geopolitische Bühne war ab Anfang März 2018 voller latenter Gefahren, wo viele glaubten dass das finanztechnische und geopolitische "Faß in Kürze überläuft", sprich ein großer blutiger Konflikt ausbricht. Der Anfang war gemacht mit der mutmaßlichen Skripal-Nervengift-Attacke in London, dem mutmaßlichen Giftgasangriff der Syrier auf das eigene Volk, den ohne nachhaltigen Beweis geführten Gegenangriff von USA, Frankreich und Großbritannien auf Syrien, Netanjahus Beschuss auf iranische Stellungen in Syrien, dem Konter von Syrien auf den Golanhöhen usw..

Nicht zu vergessen den von den Massenmedien fast täglichem "Russland-Bashing" und dem möglichen inszenierten kurzfristig anstehenden Atomschlag von Nordkorea gegen Israel und Co.. Um plötzlich aus dem Nichts eine 180 Grad Kehrtwende auf politischer Bühne zu aktivieren mit einem "Friedenstreffen" von Mr. Trump und Mr. Kim am 12. Juni 2018 in Singapur.

Mir riecht es hier sehr stark nach Inszenierungen um die Investoren kurzfristig zu verschrecken und die Finanz-/Machtelite vollzieht genau das Gegenteil was die Masse erwartet. Die Skripal-Affäre und der angebliche Giftgasangriff von Syrien auf das eigene Volk ist seit ca. drei Wochen wie von Geisterhand aus den Medien verschwunden!


Betrachtung der kurzfristigen Charttechnik Gold in Euro pro Feinunze seit dem Brexit im Jahre 2016

Das Chartbild zeigt aus meiner Sicht seit dem "Brexit" Ende Juni 2016 einen nach unten gerichteten mittelfristigen Trend, der sich seit April 2017 verstetigt. Ab Mitte 2017 kann man den Goldpreisverlauf auf Eurobasis als "lustlos" titulieren, was mit einer Schwankungsbreite von gerade mal 7% untermauert wird. Dies trotz der intransparenten geopolitischen Bühne auf der scheinbar in Kürze die nächste "Eskalationsrakete" jederzeit starten könnte. Das ist die psychologische Erklärung, die monetäre Erkärung ist die schlüssigere!

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Die US-Notenbank hat im Herbst letzten Jahres ihr Anleihenkaufprogramm aufgekündigt, was stark steigende Zinsen in den USA zur Folge hatte, ein Belastungsfaktor für Gold. Die "Blutsverwandte" EZB bereitet die Märkte ab September 2018 auf einen ähnlichen Schritt vor, die Folge die Marktzinsen in "Good-old-Europe" steigen, zwar unmerklich für das Gros der Investoren, aber die Bodenbildung eines über Jahrzehnte fallenden Zinses ist in seiner Ausbildung.

Der Zins hat seine marktwirtschaftliche Funktion durch die sozialistischen Eingriffe der Zentralbanken seit Jahren verloren. Der Zinsverlauf ist eine Illusion die in naher und mittlerer Zukunft aufgelöst wird! Die Folge wird sein stark steigende Marktzinsen, alternativ und daran will ich eigentlich gar nicht denken ist ein weltweiter Konflikt historischen Ausmaßes! Die jüngsten Massnahmen der Zentralbanken vermindern die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und verkürzen deren Bilanzen tendenziell, ein Belastungsfaktor für alle Anlageklassen.

Das kurzfristige Chartbild zeigt überwiegend rot eingefärbte Abwärtstrendlinien, eine starke horizontale blau eingefärbte Unterstützungslinie seit Anfang 2016 (bei ca. 1.066 Euro pro Feinunze) und einen kleinen Hoffnungsschimmer mit einer grün eingefärbten Aufwärtstrendlinie seit Mitte Dezember 2017.

Summa summarum ist die Chance aus heutiger Sicht auf maximal ca. 1.180 € begrenzt, das Risiko kurzfristig auf ca. 1.060 € pro Feinunze Richtung Unterseite. Die charttechnischen Indikatoren MACD und RSI drehen gegenwärtig nach unten. Als vorlaufenden Indikator muss man auch einen Blick auf die Edelmetallindices HUI und XAU werfen, die seit Monaten ein schwaches Bild aufzeigen. Der Belastungsfaktor kommt hier von dem sich verschlechternden Gold-Öl-Ratio angesichts der geopolitischen Spannungen. Conclusio: Die Risiken das sich der Goldpreis verschärft nach unten bewegt erhöht sich, spätestens wenn er die blau eingezeichnete Unterstützungslinie durchbricht (aktueller Kurs 1.093 €)!



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