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Chris Powell: So funktioniert die offizielle Manipulation des Goldmarktes

09.10.2018  |  Mike Gleason
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Mike Gleason: Ja, das ist wirklich schade. Einer dieser Mutigen ist Keith Neumeyer von First Majestic Silver, wie wir beide wissen. Wir hatten Keith mehrere Male bei unserem Programm und er leistet Arbeit, die von allen seinen Kollegen getan werden sollte.

Chris Powell: Nun, es gibt einige andere Bergbauunternehmer. Eric Sprott ist ein sehr bekannter von ihnen.


Mike Gleason: Das stimmt.

Chris Powell: Und es gibt, wie Sie wissen, einige Unternehmen, die uns über die Jahre hinweg konsistent geholfen haben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie erwähnen sollte, um sie zu loben oder ob sie das in Schwierigkeiten bringen würde, aber es gibt einige. Aber im Großen und Ganzen ist die Branche nutzlos und die wichtigste Branchenorganisation, der World Gold Council, ist im Wesentlichen ein Funktionär der Regierung, der die Welt von der Thematik der Goldpreisunterdrückung ablenkt.


Mike Gleason: Was ist mit der Möglichkeit für Zivilgerichte, betrügerische Banker zur Verantwortung zu ziehen? Kläger haben vor mehr als eineinhalb Jahren einen Zivilfall von großem öffentlichen Interesse gegen die Deutsche Bank und eine Vielzahl anderer Bullionbanken vorgebracht, in dessen Rahmen es um Metallpreismanipulation ging. Die Deutsche Bank zahlte einen Ausgleich und brachte zahlreiche Dokumente und Aufzeichnungen vor, um im Prozess gegen die verbleibenden Banken zu helfen. Die Klage machte Schlagzeilen und gab etwas Grund zur Hoffnung.

Die Aufsichtsbehörden, die absolut unfähig zu sein scheinen, wurden auf diese Weise übergangen. Aber die Nachrichten um diesen Fall sind versiegt. Wir wissen, dass diese Dinge Zeit brauchen, aber da die GATA über gute Verbindungen verfügt, wollte ich fragen, ob Sie vielleicht ein Update für unsere Zuhörer über den Status dieses Zivilprozesses haben. Und wie sind Ihre allgemeinen Gedanken dazu, dass Zivilgerichte in der Lage sein könnten, Banken für ihre Betrügereien zur Verantwortung zu ziehen?


Chris Powell: Nun, ja, es gibt eine Anti-Trust-Klage in New York gegen einige der größeren Banken, einschließlich der Deutschen Bank. Diese hat zugegeben, den Markt manipuliert zu haben, und bot einen finanziellen Ausgleich an. Diese Klage ist derzeit pausiert, da das Justizministerium eingegriffen hat. Es wurde behauptet, dass man die Gold- und Silbermarktmanipulation überprüfen würde und dass diese Klage die eigene Untersuchung des Justizministeriums beeinträchtigen könnte.

Nun, vor nur wenigen Wochen stellte das Justizministerium Strafantrag gegen zahlreiche Investmentbanken, die auf den Gold- und Silbermärkten handeln. Trader von drei europäischen Banken und diese drei Banken versprachen - vollkommen unabhängig von der Klage in New York - Strafgebühren an die amerikanische Börsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission für die Manipulation der Gold- und Silbermärkte durch Spoofing zu zahlen.

Das war der letzte Prozess, und die Banken - HSBC, Deutsche Bank und UBS - waren allesamt europäische Banken. Es waren keine in den USA ansässigen Banken in dieses Strafverfahren und die regulatorischen Durchsetzungsmaßnahmen involviert.

Ich muss glauben, dass keine US-Banken vom Justizministerium oder der CFTC zur Verantwortung gezogen wurden, weil die in die Goldpreisunterdrückung involvierten US-Banken fast mit Sicherheit am Markt als offizielle Vertreter der Fed und des Finanzministeriums agieren. Tatsächlich wurde der Regierung in den Vereinigten Staaten unter dem Gold Reserve Act von 1934, der in den 1970er Jahren abgeändert wurde, durch den Kongress und den Präsidenten die Macht verliehen, von Rechts wegen jeden Markt der Welt im Geheimen zu manipulieren.

Ich weiß, dass das für viele eine verblüffende Behauptung ist, aber jeder kann es nachschlagen. Sie können auf die Internetseite des Finanzministeriums gehen und nach dem Exchange Stabilization Fund, dem staatlichen Börsenstabilisierungsfonds, suchen, der dem Finanzministerium untergeordnet ist. Dann werden Sie sehen, dass der Exchange Stabilization Fund die unter dem Gold Reserve Act befugt ist, heimlich in jeden Markt einzugreifen und diesen zu manipulieren.

Ich schlussfolgere hieraus - und ich denke nicht, dass dies weit hergeholt ist - dass jeder Bankenmakler, der die US-Regierung unterstützt bzw. als Vermittler für die US-Regierung bei der Marktmanipulation fungiert, die staatliche Immunität der Regierung teilt und dafür nicht vor einem Zivilgericht angeklagt werden kann. Und ich denke, das ist der Grund, warum im Strafverfahren der CFTC und des Justizministeriums keine US-Banken zur Rechenschaft gezogen wurden. Denn wenn sie in den Vereinigten Staaten von US-Banken und Maklern im Namen des Finanzministeriums oder der Federal Reserve durchgeführt wird, ist Marktmanipulation komplett legal.

Unter den Dokumenten, die wir besitzen und jedem zeigen können, gibt es Unterlagen der CME Group, dem Betreiber aller größeren Futures-Börsen innerhalb der Vereinigten Staaten. Unterlagen, in denen die Commodity Futures Trading Commission und die Securities and Exchange Commission bestätigen, dass die CME Group Regierungen und Zentralbanken Rabatte für den Handel mit sämtlichen Terminkontrakten in den Vereinigten Staaten gewährt. Ich denke, das ist ein ziemlich guter Beweis dafür, dass Regierungen an den US-Märkten heimlich Futures handeln.

Ich denke mir das nicht aus. Dies sind Unterlagen der CFTC und der Securities and Exchange Commission, in denen der Börsenbetreiber nicht nur zugibt, dass Regierungen und Zentralbanken heimlich Futures handeln - und zwar alle wichtigen Terminkontrakte in den USA - sondern dass sie hierfür auch Rabatte von der Börse erhalten. Und obgleich sich diese Dokumente auf unserer Internetseite und den Seiten der CFTC und der SEC befinden, wird dieses Thema von den Finanzmedien des Mainstreams weder anerkannt noch untersucht. Es ist zu heikel. Unterliegt zu sehr der nationalen Sicherheit.


Mike Gleason: Chris, Anfang dieser Woche haben Sie über Ihren E-Mail-Verteiler darauf hingewiesen, dass die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich am Goldmarkt äußerst aktiv war. Anscheinend war die BIZ im Januar in Derivat- und Swaptransaktionen involviert, bei denen es um 580 Tonnen Gold ging. Warum ist die BIZ überhaupt am Goldmarkt involviert und hat diese Aktivitätszunahme irgendeine Bedeutung?

Chris Powell: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist eine Art Zentralbankenvereinigung für alle größeren Notenbanken der Welt. Für viele große Zentralbanken übernimmt sie den Goldhandel. Ein primärer Zweck der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist es, Interventionen der Mitgliedsbanken an den Währungsmärkten zu erleichtern. Unter den Dokumenten, die wir auf unserer Internetseite haben, ist auch eine PowerPoint-Präsentation, die von der BIZ vor etwa acht oder neun Jahren vor angehenden Notenbankern während eines Treffens am BIZ-Hauptsitz in Basel gehalten wurde.


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