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De Gaulle überzeugt, kein US-Gold übrig

02.02.2019  |  Egon von Greyerz
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Tageshandel Gold: Das 850-fache der Bergbau-Tagesproduktion

Unter allen manipulierten Märkten dürfte der Goldmarkt vielleicht der schlimmste sein. Goldinvestitionen machen weniger als 0,5% der globalen Finanzanlagen aus. Warum also, so könnte man fragen, liegen die täglichen Gold-Bruttohandelsvolumen beim 2-fachen der S&P-Volumen. Nach Angaben des World Gold Council liegt das Bruttovolumen im Gold-Tageshandel bei 280 Mrd. US$. Das Tageshandelsvolumen des S&P liegt bei mehr als 125 Mrd. $.

Die jährliche Goldbergbauproduktion liegt bei 120 Milliarden $, oder 329 Millionen pro Tag. Warum also kommt der Tagesgoldhandel auf 280 Milliarden $, auf das 850-fache der täglichen Gold-Bergbauproduktion? Wer schiebt hier Papiergold hin und her - im Umfang von einer Viertelbillion $ auf Tagesbasis?

Der Anlagemarkt kann es nicht sein, der ist sehr klein. Es könnten Spekulanten sein, allerdings nicht in diesem Umfang. Höchstwahrscheinlich sind es Bullion-Banken, die enorme Goldmengen handeln, um eine massive physische Knappheit bei physischem Gold und besonders bei Zentralbankengold zu verschleiern. Wir wissen, dass die Bullion-Banken und die Terminbörsen nur über einen Bruchteil des Goldes verfügen, dass zur Deckung der laufenden Papierverpflichtungen notwendig wäre.

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Seidenstraße kauft gesamte Bergbauproduktion auf

Die offiziellen Goldreserven der Zentralbanken betragen ca. 32.000 Tonnen. Mit dieser Gesamtzahl werden die Bestände vieler östlicher Länder wie China möglicherweise zu niedrig bewertet. Die Goldkäufe der Seidenstraße-Länder (China, Indien, Türkei und Russland) reißen nicht ab. Seit 2005 haben diese Länder 33.000 Tonnen gekauft. Seit 2008 haben sich die Kaufmengen deutlich erhöht, seither wurden 29.000 gekauft. Das bedeutet, dass die Seidenstraße-Länder in den letzten 11 Jahren pro Jahr buchstäblich die gesamte Goldjahresproduktion aufgekauft haben.

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Ist überhaupt noch US-Gold übrig?

Goldreserven sollten genau das sein, was ihr Name besagt - Reserven zur Deckung der Währung und der Stabilität des Landes. Nichtsdestotrotz haben viele Länder, wie die USA, Großbritannien und die Schweiz, ihre Goldreserven deutlich vermindert. Die Schweiz und Großbritannien verkauften den Großteil ihres Goldes im absoluten Kurstief Ende der 1990er Jahre. Ende der 1950er Jahre verfügten die USA über 20.000 Tonnen Gold. Zwischen 1958 und 1971 verkauften sie jedoch wieder 12.000 Tonnen.


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