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Historische Linien: Chinas Gold und Maginot

22.02.2019  |  Egon von Greyerz
Es gibt entscheidende Momente oder Auslöser, die die Geschichte verändern können. Zwei davon werden Thema dieses Artikels sein. Ihr roter Faden ist Gold. Sie sind überaus wichtig, weil sie die Welt auf Jahre hinweg verändern werden. Beim ersten Auslöser handelt es sich um eine chinesische "gold line" - gemeint ist eine Menschenschlange, die auf ihr Gold wartet. Sie ist nicht nur eng mit der chinesischen Vergangenheit verbunden, sondern auch mit Weltereignissen, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen werden. Der zweite Auslöser ist die Maginot-Gold-Linie. Auch sie wird die Welt auf viele Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg prägen.

Die Geschichte von China und Gold ist faszinierend, und sogar noch faszinierender, wenn auch die Plünderung des chinesischen Goldes durch die Japaner einbezogen wird. Japan hatte seit dem japanisch-chinesischen Krieg von 1894 ein Interesse am Gold der Chinesen. Japan verwendete fortan viel Zeit und Geld für die mandschurische Goldexploration bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Japan soll erhebliche Mengen Gold aus den Minen im Nordosten Chinas erbeutet haben.

Doch nicht nur das. 1937, als schwerer Bürgerkrieg in China herrschte und Mao und die Kommunisten Chiang Kai-shek vertrieben, stahlen die japanischen Invasoren 6.600 Tonnen Gold aus der chinesischen Hauptstadt Nanjing. Das ist sehr viel Gold! Der heutige Wert läge bei 280 Milliarden $.


Das US-Gold ist in China

Mit 8.000 Tonnen sind die USA der angeblich größte Goldeigentümer der Welt. Doch wie ich kürzlich in einem Artikel schrieb, befindet sich der größte Teil dieses Goldes wahrscheinlich in China und in den restlichen Teilen Asiens, weil die USA ihr Gold größtenteils verkauft oder verliehen haben. Die USA werden das verkaufte Gold natürlich nie wieder zurückbekommen und auch die verliehenen Mengen sind für immer verschwunden. Zu Renditezwecken verleihen die Federal Reserve wie auch die meisten Zentralbanken Gold an den Markt.

In der Vergangenheit blieb dieses Gold in London oder New York bei den LBMA-Bullionbanken. Allerdings kaufen die Seidenstraße-Länder, darunter auch Russland, alles Gold, das sie bekommen können. Also stellen die Bullionbanken den Zentralbanken Schuldscheine aus und verkaufen das physische Gold an den Osten. Für die Zentralbanken ist das Gold damit auf immer und ewig verschwunden.

Die LMBA wird niemals so viel Gold finden, um den Zentralbanken das Gold zurückgeben zu können, folglich sind jene Papiergold-Schuldscheine vollkommen wertlos. Das bedeutet auch, dass die LMBA-Banken Bankrott gehen werden, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, ihren physischen Lieferverpflichtungen nachzukommen. Und die Tresore der Zentralbanken werden leer bleiben, was zum Einbruch der Landeswährung und einem sprunghafte Anstieg des Goldpreises führen wird.


Das Yamashita-Gold

Die 6.600 Tonnen Gold, die Japan von China gestohlen hatte, wurden ein Teil des Yamashita-Goldes. Hierbei handelte es sich um Gold und Schätze, die in ganz Asien erbeutet wurden, in China, Korea, Indonesien und Malaysia.

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Das Gold war hauptsächlich auf den Philippinen versteckt, aber auch in Japan. Yamashita war der japanische General, der für den Bau massiver und sehr komplexer Tunnelanlagen zuständig war, in denen das gestohlene Gold und die anderen Schätze aufbewahrt wurden. Das Erbeuten und Verstecken des Goldes war mit enormen Gräueltaten der japanischen Armee verbunden. Große Teile des Goldes wurden von den USA gefunden und Berichten zufolge für verdeckte Operationen auf der ganzen Welt genutzt.


Chinesisches Fiat-Geld 740 v. Chr.

Das chinesische Volk musste die Bedeutung von Gold schmerzlich lernen. China war das erste Land, das eine Fiat-Währung einführte - während der Tang-Dynastie 740 v. Chr.. Der Wert des chinesischen Fiat-Geldes blieb bis in die Yuan-Dynastie im 13.-14 Jh. hinein stabil. Dann kam die erste Periode chinesischer Hyperinflation, weil gewaltige Mengen Geld zur Finanzierung von Kriegen gedruckt wurden.


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