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Überblick über die Geldinflation

18.05.2019  |  Steve Saville
Hier unser monatliches Update darüber, was in einigen Regionen/Ländern mit der monetären Inflation geschieht.

Die monetäre G2-Inflationsrate (USA + Eurozone) ging im März 2019 auf ein 10-Jahrestief zurück und fristet sein Dasein nun schon 19 Monate lang unter der Boom-Bust-Schwelle von 6%. Betrachten Sie den unteren Chart für mehr Details.

Der niedrige Wert der monetären G2-Inflation ist auf das niedrige Wachstum der Geldmenge innerhalb der USA zurückzuführen. Im März betrug das Wachstum der Eurogeldmenge im Vergleich zum Vorjahr 7,6%. Dieser Wert ist zwar deutlich geringer als die Spitze von 14% im Jahr 2014, jedoch noch immer ziemlich hoch. Das Wachstum der US-Dollargeldmenge betrug jedoch nur 1,8%.

Das (nach heutigen Verhältnissen) schwache Wachstum der Geldmenge G2 verstärkt das Risiko, dass 2019 eine weltweite Rezession eintreten wird. Doch wie in der Vergangenheit bereits bemerkt, ist die monetäre Inflationsrate ein langfristiger Indikator, der Umständen am Wirtschafts- und Finanzmarkt vorausgeht. Die vorausgehende Zeit ist jedoch von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich. Um also den Startpunkt der nächsten Rezession zu prognostizieren, verlassen wir uns demnach auf andere Frühindikatoren.

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Die Inflationsrate Australiens ist in den letzten Monaten leicht gestiegen, doch das Land befindet sich noch immer auf der Schwelle zur Gelddeflation.

Das äußerst langsame Wachstum der Geldmenge wirkte sich auf den australischen Immobilienmarkt aus: In den letzten 12 Monaten sind die Preise für Wohngebäude flächendeckend um durchschnittlich 6,9% und in Sydney (die größte und teuerste Stadt Australiens) um 10,9% gefallen.

Tatsächlich ist der Rückgang der australischen Inflationsrate auf beinahe Null Ursache und Wirkung der (aktuell) leichten Deflation der Immobilieninvestmentblase. Geschäftsbanken haben es Hauskäufern erschwert, Kredite aufzunehmen, was dazu führte, dass sich die Preise zurückzogen und die Geschwindigkeit, mit der neues Geld erschaffen wird, verlangsamte.

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Im Januar 2019 ging das Wachstum der chinesischen Geldmenge M1 im Jahresvergleich auf seinen niedrigsten Wert seit 1989 zurück. Im Februar gab es eine unbedeutende Zunahme, doch die kürzlichen Versuche der chinesischen Regierung, die Krediterweiterung zu bewerben, trug im März Früchte. Betrachten Sie den unteren Chart für mehr Details.

Wir fragen uns, ob es ein wenig zu spät ist, einen neuen Anstieg der Nachfrage nach Industrierohstoffen anzukurbeln.

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