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Edelmetalle und der US-Dollar - Wie alles zusammenhängt

18.09.2019  |  Chris Vermeulen
Die kürzliche Bewegung auf den Edelmetallmärkten - ein unglaublicher Kursanstieg um 33% seit August 2018 - spiegelte ein erhöhtes Maß an Angst und Gier auf den weltweiten Märkten wider; vor allem auf den ausländischen Märkten. Edelmetalle, besonders Gold, sind in letzter Zeit auf einige der höchsten Preisniveaus hochgeschossen, da ausländische Währungen gegenüber dem US-Dollar an Wert verlieren. Dennoch kaufen Verbraucher, Institutionen, Regierungen und Zentralbanken zurzeit so viel sie können.


12-monatige Kapitalverschiebung in Währungen

Wie wir bereits seit über zwölf Monaten nahelegen, spielt sich an den weltweiten Märkten eine Kapitalverschiebung ab, bei der das Kapital aktiv nach den besten und sichersten Investitionen sucht. Wir glauben, dass das zu einer Stärke in reifen Volkswirtschaften weltweit führen wird. Werfen Sie einen Blick auf diesen Chart mit verschiedenen internationalen Währungen, um zu verstehen, wie sich die Kapitalverschiebung tatsächlich auf der Welt abspielt.

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Japan, Kanada und die Schweiz erleben eine moderate Kursschwäche gegenüber dem US-Dollar - doch diese reifen Volkswirtschaften stehen noch besser dar als viele andere. Die Beziehung zwischen dem Euro (EUR) und dem britischen Pfund (GBP) erscheint relativ stabil, da beide Währungen in den letzten 16 Monaten dramatisch schwächer wurden - und das fast deckungsgleich. Im Vergleich dazu haben die anderen Währungen in der obigen Darstellung in den vergangenen vier Jahren dramatische Kursschwächen in Bezug auf den US-Dollar und ihre jeweiligen Partnerwährungen gezeigt.


Goldpreisvergleich in anderen Währungen

Der kürzliche Preisanstieg der Edelmetalle verschlimmert das Problem des lokalen Konsums/Kaufs von Gold/Silber, da der Preisdruck die lokalen Preise immer höher treibt. Wir befinden uns noch ganz am Anfang des bullischen Kurszyklus der Edelmetalle. Wenn erhöhte Angst und Gier in den nächsten 15 Monaten auf den Märkten aufkommt, wird der Andrang nach dem Kauf physischer Edelmetalle und Marktpositionen unserer Meinung nach noch weiter ansteigen.

Die unteren Charts der Goldpreisverhältnisse zeigen, wie dramatisch die Aufwärtsbewegung für ausländische Investoren in ihren heimischen Währungen war. Der Goldpreis in US-Dollar ist um etwas über 33% gestiegen (ungefähr 350 USD). In kanadischen Dollar stieg er im vergangenen Jahr um 30% (ungefähr 475 CAD). In australischen Dollar stieg er um über 34% (ungefähr 590 AUD). In chinesischen Yuan stieg er um über 36% (ungefähr 2.965 CNY). In indischen Rupien stieg der Goldpreis um über 29% (2.545 INR). Die Realität ist, dass Edelmetalle in den heimischen Währungen ausländischer Investoren sehr teuer geworden sind - und dabei ist das erst der Anfang der Edelmetallrally.

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Der Hauptgrund dafür besteht in der anhaltenden Kapitalverschiebung, die seit den letzten zwei bis vier Jahren stattfindet. Als die weltweiten Märkte in eine Phase kamen, in der Rohstoffpreise stark sanken (Rohöl 2014), fingen sie an, sich von den Schwellenmärkten und riskanten Assets/Investments abzuwenden. Die Suche nach sichereren Investitionen hatte begonnen.

Als Rohöl Anfang 2016 seinen Boden bildete, erholte sich die Investorenstimmung auf den Märkten und es wurde vermehrt in riskantere Assets investiert. Das alles änderte sich mit der Spitzenbildung im US-Aktienmarkt Anfang 2018 und der Abwärtsbewegung der Rohölpreise im Oktober 2018. Nun, da die Edelmetallpreise wieder ansteigen und verdeutlichen, dass Angst und Gier die Märkte betreten, geht die anhaltende Suche nach sicheren, reifen Wirtschaftsumfeldern mit Rekordgeschwindigkeit weiter.


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