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Das Gelassenheitsgebet der Zentralbanker

28.09.2019  |  Gary E. Christenson
"Hallo, mein Name ist Jerome. Ich bin ein Zentralbanker."
"Hallo, mein Name ist Janet. Ich bin Keynesianer."
"Hallo, mein Name ist Ben. Ich bin ein Monetisierer."
"Hallo, mein Name ist Alan. Ich bin ein Inflationist."
"Hallo, mein Name ist Paul. Ich bin ein Zentralbanker."

So sprach der Schirmherr, als er die Jacke seines 10.000 Dollar teuren Anzugs glattstrich. "Willkommen zu unserer Sondersitzung der Anonymen Zentralbanker. An dieser Stelle tragen wir zwei Gebete vor."

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."


"Und nun unser heutiges, spezielles Gebet." Alle Teilnehmer beugten ihre Köpfe und trugen mit äußerster Ehrfurcht vor:

"Gott, gib mir die Gelassenheit, während ich hinnehme
die Unausweichlichkeit des Gelddruckens,
den Mut, zu monetisieren und inflationieren,
um die Reichen zu unterstützen,
und gib mir die Worte, den meisten Menschen vorzutäuschen,
dass unsere Handlungen vorteilhaft sind."


Später wurde das Treffen der Anonymen Zentralbanker vertagt. Die Mitglieder kehrten zu ihren prachtvollen Häusern zurück, lächelnd und selbstzufrieden. Die Druckerpressen, Liquiditätsspritzen, Monetisierungen und quantitativen Lockerungen würden voranschreiten und vielleicht noch schneller und stärker stattfinden.


Fakten, die auf unsere Zukunft hindeuten:

US-Staatsschulden (ausgenommen nicht fundierte Verbindlichkeiten, fehlende Finanzmittel, etc.)
  • 1913: 3 Milliarden Dollar
  • 1971: 398 Milliarden Dollar
  • 2000: 5.600 Milliarden Dollar
  • 2019: 22.500 Milliarden Dollar (22,5 Billionen Dollar) und rapide ansteigend

Das tatsächliche Defizit der US-Regierung (alle Ausgaben abzüglich Erträge): mehr als 1 Billionen Dollar im Jahr. Die Schuldenobergrenze ist ein lächerlicher Witz. Es gibt keine Bereitschaft, Ausgaben oder Defizite zu reduzieren. Die fiskalpolitische Verantwortung hat das Gebäude verlassen.

Bilanzen der weltweiten Zentralbanken:
  • 2007: 5 Billionen Dollar
  • 2019: 19 Billionen Dollar (aus dem Nichts) erschaffener Währungseinheiten

• Kosten eines neuen LKWs im Jahr 1965: 2.000 Dollar
• Kosten eines neuen LKWs im Jahr 2019: 60.000 Dollar (variiert)
• SNAP (Supplemental Nutrition Assistance Program): 65 Milliarden Dollar für 2018
• Studienschulden: 1,5 Billionen Dollar garantiert durch US-Regierung
• Hypothekenschulden: etwa 10 Billionen Dollar und ansteigend
• Unterfinanzierung von Rentenfonds: vielleicht 3 bis 6 Billionen Dollar und ansteigend; Zahlungsausfälle werden auftreten
• Krankenhausausgaben der meisten Amerikaner: Außer Kontrolle
• Preise von verschreibungspflichtigen Medikamenten: hoch und ansteigend
• College-Gebühren: düster
• Ausgaben, um einen Platz im Senat zu erhalten: vielleicht 10 Millionen Dollar


Meinungen:
  • Die offiziellen Staatsschulden sind um etwa 8,9% im Jahr gestiegen - jedes Jahr - jahrzehntelang. Schulden werden zunehmen.

  • Defizite wachsen jedes Jahr. Fiskalpolitische Verantwortungslosigkeit wird bestehen bleiben.

  • Studienschulden steigen jedes Jahr. Massive Zahlungsausfälle werden auftreten.

  • Die Preise für LKWs, Medikamente, Lebensmittel, Krankenhausdienstleistungen und fast jeder anderen Ware außer Computer und Fernseher steigen jedes Jahr. Erwarten Sie, dass sich die Preisanstiege häufen.

  • Zentralbanken machen Kreditaufnahme billig. Präsident Trump möchte, dass die Zinsen sogar noch niedriger sind. Der Staatshaushalt kann sich höhere Zinsen nicht leisten. Billige Kredite ermutigen Aktienrückkäufe und unterstützen höhere Aktienkurse. Das wird nicht gut enden, könnte jedoch bald zum Ende kommen.

  • Die "närrische Zeit" hat begonnen. Die Präsidentschaftskandidaten machen Versprechungen und erbitten Dollar, um Wahlstimmen zu erwerben. Auf einem Roulettetisch in Vegas sagen sie: "Im Kreis dreht sie sich und wo sie anhält, weiß keiner." In der Politik sagen sie: "Umfragen zeigen bla bla." Das ist dasselbe.


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