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Vermögensvernichtung der 3 zinstragenden Anlageklassen (Aktien, Anleihen & Immobilien) nimmt wieder an Fahrt auf!

04.02.2020  |  Dr. Uwe Bergold
Im Juni 2016 publizierten wir folgenden Marktkommentar "Finale Vermögensvernichtung wird keine der 3 zinstragenden Anlageklassen (Aktien, Anleihen & Immobilien) verschonen":

"Aufgrund strukturell zu expansiver Geldpolitik, durch einen auf Dauer - planwirtschaftlich festgesetzten - zu niedrigen Zins, kam und kommt es immer wieder zu makroökonomischen Boom- und Bust-Zyklen. Der Eingriff in die Preisbildung des Geldes (Zinsentwicklung) durch die Zentralbanken, in Kombination mit dem heutigen Teilreserve-Bankensystem (Fractional-Reserve-Banking-System) der Geschäftsbanken, führt immer zu einem kreditfinanzierten übermäßigen Boom, gefolgt von einem kontrahierenden Bust (Krise).

Seit Aufhebung des Gold-Dollar-Standards im Jahr 1971 (seitdem befindet sich die Welt in einer strukturellen Inflationierung) wird diese Kontraktion jedoch nicht mehr nominal, sondern nur mehr real sichtbar. Um diese "monetäre Illusion" der nominalen Betrachtung zu umgehen, muss eine Investitionsbewertung zwingend in Unzen Gold (Marktgeld) und nicht in EUR, USD oder YEN (Staatsgeld) vorgenommen werden. Nur gegenüber Gold wird der wahre, inflationsbereinigte Verlauf einer Anlage (auch eines Einkommens) erst sichtbar. Alle Bewertungen in beliebig vermehrbarem Papiergeld sind nur "Potemkinsche Dörfer" in der globalen Finanzwelt.

Da jedoch über 99 Prozent der Bürger und Investoren ihre Anschaffungen und bereits bestehenden Anlagen nur in der jeweiligen Landeswährung (Deutschland in EUR) nominal bewerten, werden sie bis kurz vor dem Ende (das Publikum wacht immer erst im Finale auf) nicht bemerken, wie sich ihr Einkommen und ihr Vermögen schleichend dezimiert.

Seit dem Jahr 2000 (letztes säkulares Top) leben die Weltwirtschaft und somit auch die Bürger nur mehr von ihrer Substanz, die immer weiter schleichend reduziert wird. Die Wachstumsraten finden nur mehr nominal - in Papierwährungen -, jedoch nicht mehr real - in Unzen Gold - bewertet statt (siehe hierzu bitte Abb. 1).


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Abb. 1: Welt-BIP & Goldpreis in USD (oben) vs. Welt-BIP in Unzen GOLD (unten) von 1960 bis 2014
Quelle: www.goldchartsus.com


Da es sich dabei um einen Prozess und nicht um einen Event handelt, ist es für die breite Masse so schwierig, dies nur ansatzweise zu erkennen und zu verstehen. Alle warten auf einen Crash und verstehen nicht, dass sie bereits seit dem Jahr 2000 schleichend - durch ihr real sinkendes Einkommen (Pension) und ihr real sinkendes Vermögen (Altersvorsorge) - enteignet werden. Hier läuft buchstäblich das Gleichnis vom gekochten Frosch ab."


Auch in Deutschland nimmt die reale Vermögensvernichtung wieder an Fahrt auf!

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Abb. 2: Nominaler (blau in EUR) vs. realer (rot in oz GOLD) Verlauf deutscher Aktien- (DAX), Anleihen- (REXP) und Immobilien-Indizes von 31.12.2000 bis 31.01.2020
Quelle: GR Asset Management


Betrachtet man in Abbildung 2 die drei deutschen zinstragenden Anlageklassen (Aktien, Anleihen und Immobilien), einmal nominal (blau in EUR) und einmal real (rot in Unzen GOLD), so erkennt man bei der realen Betrachtung (siehe hierzu roten Chart) auf den ersten Blick, dass die zwischenzeitliche Erholung (aufgrund historisch einmaliger Zinsabsenkung) von 2011 an ebenfalls längst beendet wurde. Alle drei Anlageklassen beginnen wieder, trotz ihres nominalen Höhenfluges (monetäre Illusion), real - in Unzen Gold bewertet - einzubrechen.

Während der DAX aktuell nominal in EUR mit 102 Prozent im Plus liegt, verliert er real, in Unzen Gold bewertet, minus 59 Prozent. Der deutsche Rentenindex REXP hat eine minimal bessere Performance und liegt real, in Unzen Gold bewertet, bei minus 58 Prozent. Der Immobilienaktien-Index verliert real in Unzen Gold sogar minus 64 Prozent! Auch wenn alle drei Anlageklassen - entgegen den unzähligen Crashprognosen - nominal in EUR volatil weiter steigen werden (Effekt der galoppierenden Inflation), werden alle drei am Ende doch real (für die breite Masse nicht sichtbar) - in Unzen Gold bewertet - über 90 Prozent an Kaufkraft verloren haben!



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