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Die globale Depression ist kein deflationärer Event sondern ein inflationärer Prozess

03.05.2020  |  Dr. Uwe Bergold
Dieser kontraktive Vorgang läuft bereits seit dem Jahrtausendwechsel (Welt-Aktien-Index hatte im Jahr 2000 die höchste fundamentale Bewertung aller Zeiten) und ist nur real - in Unzen Gold bewertet - sichtbar. Der "Virus"-Aktien-/Wirtschaftseinbruch stellt nur das Finale dieses, seit nun mehr 20 Jahren laufenden, Prozesses dar ("Inflare = Aufblähen" zur sogenannten "Alles-Blase").

Und dieser finale Wirtschafts- und gleichzeitig finaler Kaufkrafteinbruch (Inflationsexplosion aufgrund der historisch einmalig expansiven Geldpolitik) wird global als neuer Rekord in die Geschichtsbücher eingehen! Wir warnen vor dieser Entwicklung bereits seit dem Jahrtausendwechsel und empfehlen deshalb seit nunmehr knapp 20 Jahren Gold als wichtigstes Investment!

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Abb. 1: MSCI Welt-Aktienindex in USD (oben) und in oz GOLD (unten) von 12/1969 bis 04/2020
Quelle: GR Asset Management, Dr. Uwe Bergold


Der Welt-Aktien-Index, der Welt-Immobilien-Index und das Welt-BSP (inkl. dem Welt-Einkommen) haben bereits seit dem Jahr 2000 real, in Unzen Gold bewertet, dreiviertel (!) ihres Wertes (Kaufkraft) verloren (siehe hierzu Welt-Aktienindex nominal und real in Abb. 1). Während sich das "Publikum" über die nominal steigenden Börsenkurse freut, ist es ihm nicht klar, dass es seit dem Jahrtausendwechsel bereits 75 (!) Prozent an realer Kaufkraft eingebüßt hat.

Man muss von der staatlichen "Papiergeld-Matrix" (EUR, USD, YEN, usw.) in die reale marktwirtschaftliche Bewertungseinheit (Unzen GOLD) wechseln, um nicht der allgemeinen "Vermögensillusion" zu unterliegen. Lassen wir Vladimir Iljitsch Lenin (Begründer des "roten Terrors" und des Sowjet-Kommunismus) und John Maynard Keynes (einer der bekanntesten Ökonomen des 20. Jahrhunderts - Begründer des Keynesianismus) zum Thema "Inflation" ("sozialistischer, versteckter Besteuerungsmechanismus") zu Wort kommen (Quelle: Die Gold-Verschwörung, Ferdinand Lips, S. 348):


Vladimir Iljitsch Lenin:

"Der beste Weg, das kapitalistische System [Bürgertum] zu zerstören, war und ist, die Währungen zu verschlechtern. Durch einen anhaltenden Prozeß der Inflation können Regierungen insgeheim und unbeobachtet einen wichtigen Teil des Wohlstands ihrer Bürger konfiszieren [versteckte Besteuerung]. Mittels dieser Methode konfiszieren sie nicht nur, sondern sie konfiszieren willkürlich; und während dieser Prozeß viele ärmer macht, werden einige dabei reicher."


John Maynard Keynes Antwort auf Lenins Forderung der Inflationsförderung (Sozialismus):

"Lenin hatte in der Tat Recht. Es gibt kein subtileres und sichereres Mittel, die existierende Basis der Gesellschaft umzudrehen [Diabolos, der die Wahrheit verdreht], als die Währung zu verderben. Der Prozeß umkrallt all die versteckten Kräfte von wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten auf die Seite der Zerstörung [Marktwirtschaft geht sukzessive in Staatswirtschaft über], und macht es auf eine Art und Weise, dass nicht ein Mann unter einer Million fähig ist, dies zu diagnostizieren."

In Venezuela (aktuell Hyperinflationsland) zum Beispiel stieg im vergangenen Jahr der Aktienindex um +4.000 Prozent und der Goldpreis, bewertet im Staatsgeld Bolivar, im gleichen Zeitraum, um +80.000 Prozent. Was ist passiert? Durch das nationale Gelddrucken (Inflationieren = Versteckte Besteuerung) haben die Südamerikaner am Aktienmarkt zwar nominal ein wahrliches Feuerwerk feiern können (wie in Weimar Anfang der 1920er Jahre), jedoch real (in Unzen Gold bewertet) mussten sie einen Verlust von -95 (!) Prozent einstecken.

In Venezuela kann man gerade live miterleben, was Lenins Forderung nach Ausweitung der Inflation bewirkt: "Mad-Max-Verhältnisse". Und diese venezolanischen Verhältnisse beginnen gerade, sich weltweit auszubreiten ("QE unendlich" und "Helikoptergeld" wird zur "Inflationspandemie").

"Inflation ist Geldmengenwachstum pro Produktionseinheit." Wer diesen Satz nicht versteht und die Sachlage von Deflation und Inflation nicht richtig einschätzen kann, wird in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit massive Vermögensverluste erleiden!


Goldaktien mit positivem Ausbruch gegenüber Standardaktien und gegenüber Gold

Wie bereits im vergangenen Monat März publiziert (Goldminenaktien als Gold im Boden mit extremem Potenzial), ergab sich im Panik-Monat März nochmals (wahrscheinlich das letzte Mal, nach 01/2016 und 09/2018, wo wir ebenfalls auf die historisch extreme Unterbewertung der Goldaktien hinwiesen) die letzte - extrem günstige - antizyklische Kaufgelegenheit im Goldminensektor.

Der Goldpreis in USD (Umsatzfaktor der Goldminenindustrie) steht nahe seinem Allzeithoch (in EUR längst darüber) und der Ölpreis in USD (30 prozentiger Kostenfaktor der Goldminenindustrie) nahe seinem Allzeittief. Dies ist für die Goldminenindustrie ein explosiv positives Gemisch, was sich in den kommenden Monaten bei den Gewinnen und den Dividendenrenditen zeigen wird (siehe hierzu fundamentale Ressourcen-Bewertung der nordamerikanischen Goldminen in Abb. 2).

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Abb. 2: Unternehmenswert (Goldressourcen im Boden, dividiert durch den Goldpreis pro Unze) der nordamerikanischen Goldaktien
Quelle: Scotiabank



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