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Timing für Goldinvestment

27.06.2020  |  Michael Pento
Die traurige Wahrheit ist, dass wenige Leute viel über Gold wissen, vor allem wenn es um das Investieren in das Metall geht. Sie verstehen nicht, was es so wertvoll und einzigartig macht und wissen noch weniger darüber, was seinen Preis beeinflusst. Da ich keine Stunde mit Erklärungen darüber zubringen möchte, warum es so kostbar ist, versuche ich es in einem Satz zusammenzufassen: Gold ist extrem selten, wunderschön, transportierbar, übertragbar, ohne Wertverlust teilbar und praktisch unzerstörbar. Nur wenige Dinge auf dieser Erde können all diese Kriterien erfüllen und das ist der Grund, warum es die perfekteste Form von Geld ist, die die Menschheit jemals entdeckte.

Mehr als je zuvor müssen Investoren verzweifelt wissen, was den Dollarpreis des Goldes wirklich beeinflusst. Das ist angesichts der heute stattfindenden, präzedenzlosen Verfälschung der Assetpreise und Schuldenmonetisierung der Fall. Gold wird nicht von den Ängsten vor einem Crash der wichtigen Marktindices angetrieben. Noch kümmert es sich primär um die inverse Korrelation zum US-Dollar. Tatsächlich war der Hauptgrund, warum sich Gold im Vergleich zum S&P 500 besser entwickelte, die massive Fed-Intrige zur Zinsunterdrückung, die seit der großen Rezession stattfindet. Das ist selbst im Kontext eines steigenden US-Dollar der Fall.

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Das ist der Grund, warum der scharfsinnige Investor seine Portfolioallokation mit 5% Investment in physisches Gold beginnt. Der obige Chart beweist, dass ein anhaltender Goldbullenmarkt auftreten kann und wird, während der US-Dollar und Aktienkurse steigen. Was hat also die stärkste Korrelation zum Goldpreis? Die Ausrichtung der Realzinsen ist es, was am wichtigsten ist. Deshalb ist es immer wichtig, sowohl die Richtung der Nominalzinsen als auch die Inflation zu bestimmen, um festzustellen, wie viel Investoren über dem Mindestwert von 5% in physisches Gold investieren sollten.

Wenn nominale Renditen der Staatsanleihen im Kontext relativ milder Verbraucherpreisinflation steigen, dann könnte sich Gold deutlich schlechter entwickeln. Das ist vor allem bei Bergbauunternehmen der Fall, die nur ein gehebeltes Spiel des Metallpreises sind. Es ist klar, dass eine Investition in Bergbauunternehmen während eines Goldbullenmarktes eine sehr gefährliche Sache sein kann.

Doch wenn Anleiherenditen im Kontext einer steigenden Inflation fallen, dann kann Gold ihre allgemeine Performance kräftig ankurbeln. Werfen Sie einen Blick auf den Gold Miners Index (GDX) in blau gegenüber dem physischen Metall (GLD) in grün.

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Die Wahrheit ist, dass physisches Gold mit Bargeld und der "risikofreien Rendite" auf die US-Staatsanleihen im Wettbewerb steht. Dieser Vergleich wird kalkuliert, indem man den Zins, den Sie für Ihr Geld auf der Bank und/oder Staatsanleihe erhalten, von der Abnahmerate dessen Kaufkraft (Inflation) abzieht. Das ist es, auf das Hedgefonds und die Maschinen der Wall Street am meisten fokussiert sind.


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