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Edelmetalle waren die Gewinner in H1 2020

20.07.2020  |  Frank Holmes
Jedes Jahr zu dieser Zeit überprüfen wir die Rohstoffe für unseren beliebten Rohstoffhalbzeitbericht. Dieses Jahr war es noch nicht einmal ein echter Wettbewerb. Die Edelmetalle stellten sich in den ersten sechs Monaten 2020 als die größten Gewinner heraus. Spot-Gold war auf Platz 1 und stieg um mehr als 17%, gefolgt von Silber auf Platz 2, das um fast 2% stieg. Palladium war auf Platz 3, praktisch unverändert mit negativen 0,10%.

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Platin - das wie Palladium in der Produktion von emissionsärmeren Katalysatoren verwendet wird - hing deutlich hinter den anderen Edelmetallen nach, da die weltweiten Autoverkäufe angesichts Coronaquarantänemaßnahmen einbrachen. Doch das könnte sich ändern. Fahrzeughersteller in China, dem weltweit zweitgrößten Automarkt, gaben am Freitag an, dass die Verkäufe im zweiten Quartal um mehr als 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen seien. Tatsächlich erreichten die Juniverkaufszahlen in China ein neues Rekordhoch, mit 2,3 Millionen verkauften Fahrzeugen.


Gold in einem anhaltenden Bullenmarkt... Sind Sie für 2.000 Dollar je Unze bereit?

Gold hatte eine phänomenale Woche und verzeichnete seine fünfte, aufeinanderfolgende Woche Preiszunahmen, während Investoren den sicheren Hafen aufgrund fallender Staatsanleiherenditen aufsuchten. Kürzlich brach das gelbe Edelmetall zum ersten Mal seit 2011 über den Widerstand bei 1.800 Dollar je Unze. Außerdem erreichte es ein 9-Jahreshoch bei 1.828 Dollar, bevor es aufgrund Gewinnmitnahme zurückging. Doch für die meisten Analysten ist klar, dass sich das Edelmetall in einem anhaltenden Bullenmarkt befindet.

Viele prognostizieren nun Rekordhochs für Gold innerhalb der nächsten 12 Monate, wobei Goldman Sachs 2.000 Dollar je Unze aufgrund "ungleicher Erholung" erwartet. "Seien Sie Long Kupfer, Silber und Stahl und bleiben Sie Long gegenüber Gold", so Analysten von Goldman in einer Notiz an Investoren. Goldaktien und goldgedeckte ETFs verzeichneten während dieser Rally weiterhin unglaubliche Zuflüsse. Senior-Goldbergbauunternehmen, gemessen durch den NYSE Arca Gold Miners Index, stiegen in den 12 Monaten um phänomenale 145%.

Währenddessen beliefen sich die Bestände der gesamten goldgedeckten ETFs am 9. Juli auf rekordverdächtige 104,3 Millionen Unzen, das Äquivalent von mehr als 2.956 Tonnen. Um dies zu relativieren: 2.956 Tonnen sind mehr Gold als jedes andere Land in seinen offiziellen Reserven besitzt, mit Ausnahme der USA (8.133,5 Tonnen) und Deutschland (3.363,6 Tonnen).

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In einer Notiz vom 7. Juli kommentierte der World Gold Council (WGC), dass das langfristige Investmentargument für Gold noch immer intakt sei. "Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld bleibt für Goldinvestitionen unterstützend, wobei die meisten existierenden Goldnachfragetreiber relevant bleiben", hieß es. "Die Opportunitätskosten des Goldbesitzes sind relativ gering, da anhaltende Zentralbankaktivitäten die Zinsen niedrig oder negativ halten, während mehrere Länder weiterhin starke Spannungen/Unruhen erleben."

Tatsächlich ist die Zahl der weltweiten Staatsanleihen mit negativer Rendite um etwa 81% seit dem 19. März gestiegen und liegt nun bei knapp unter 14 Billionen Dollar, der höchste Wert seit März. Gut erging es ebenfalls Silber. Das graue Edelmetall erreichte kürzlich die 19,37 Dollar je Unze, knapp unter seinem 52-Wochenhoch bei 19,54 Dollar.



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