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Gold & Silber fangen gerade erst an

01.08.2020  |  Frank Holmes
Die U.S. Mint brachte letzte Woche eine ungewöhnliche Bitte vor. In einer Pressemitteilung vom 23. Juli bettelte man praktisch darum, dass Amerikaner ihre Münzen zurück in Zirkulation bringen oder einlegen sollten. Wie Sie vielleicht mitbekommen haben, führen die Leute keine Transaktionen mehr mit Kleingeld durch, wie sie das einst getan haben. Das ist vor allem jetzt zu Zeiten des Coronavirus der Fall. Da viele Leute nun in ihren Häusern bleiben, werden Milliarden Dollar in täglichen Einkäufen online gemacht, die zu normalen Zeiten eher an der Kasse im Supermarkt stattgefunden hätten.

Das führte zu einer nationalen Münzknappheit. "Bis die Münzzirkulation zur Normalität zurückkehrt, mag es für Einzelhändler und kleine Unternehmen schwierig sein, Bargeldzahlungen zu akzeptieren", so schreibt die Prägestätte und fügte hinzu, dass Bargeldzahlungen für Millionen Amerikaner die einzige Form von Zahlung seien. Ohne Münzen könnten Einzelhändler kein Geld wechseln.

Diese Krise, wenn man es so nennen kann, ließ mich über die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes nachdenken. Einfach gesagt, misst die Umlaufgeschwindigkeit, wie oft eine Währungseinheit innerhalb einer bestimmten Zeitspanne die Hände wechselt. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie geben 10 Dollar für ein Mittagessen in einem Restaurant aus. Dieselben 10 Dollar werden vom Restaurantbesitzer verwendet, um die Miete zu zahlen und der Vermieter verwendet sie wiederum, um seine eigenen Gläubiger zu bezahlten, etc.

Wenn die Umlaufgeschwindigkeit zunimmt, dann deutet dies auf größere Wirtschaftsaktivität hin. Geld wird freier und rapider ausgegeben. Und wenn sie abnimmt, dann deutet dies auf das Gegenteil hin - dass die Wirtschaft stagniert oder sich verschlechtert. Die Leute geben kein Geld aus. Unten finden Sie die Umlaufgeschwindigkeit der Geldmenge M2, was nicht nur Bargeld, sondern auch sogenanntes "geldmarktnahes" Geld umfasst: Einlagen, Geldmarktwertpapiere, etc. Wie Sie sehen, befindet sich diese unter Verwendung von Daten der letzten 60 Jahre auf ihrem niedrigsten Niveau überhaupt.

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Was bedeutet das also? Und können wir den Münzsammlern die Schuld für diese Abnahme geben? Nicht wirklich. Stattdessen sollten wir der Federal Reserve die Schuld geben, die die Wirtschaft mit mehr Geld überflutet hat.


Rekordverdächtige Gelddruckerei agierte als Raketentreibstoff für Gold

Niemals zuvor in ihrer 244-Jahre-alten Geschichten war die US-Wirtschaft so mit Geld überschwemmt. Tatsächlich gibt es viel zu viel. Das Wachstum der Geldmenge M2 liegt im Jahresvergleich bei 24%, die höchste Rate überhaupt. Die Wirtschaft wächst offensichtlich nicht so schnell. Es ist einfach unmöglich, dass die Mehrheit dieses neu gedruckten Geldes als Kredit an Verbraucher ausgehändigt wird, und da die Zinsen so niedrig sind, gibt es wenig finanziellen Anreiz, dies zu tun. Also bleibt es in den überschüssigen Reserven der Banken.

Ähnlich wie die Münzen zwischen den Sofakissen und in Spardosen der Leute bleiben, anstatt in Umlauf gegeben zu werden.

Für viele Menschen unterstreicht dies den Glauben, dass die Fiatwährung im Wesentlichen wertlos ist. Da Bargeld nicht mit einem harten Vermögenswert verbunden ist - oder mit irgendetwas, das von Wert ist - steht es der Zentralbank frei, so viel zu drucken, wie sie möchte, aus dem Nichts und ungeachtet etwaiger Nachfrage. Und wie jeder weiß, der in der Schule etwas von Volkswirtschaft gelernt hat, nimmt der Wert eines Assets ab, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.


Dalio und Mobius raten zu Goldinvestitionen

"Bargeld ist Müll", so Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, dem weltweit größten Hedgefondsunternehmen, im Januar. "Es gibt noch immer eine Menge Bargeld." Stattdessen preist Dalio ein sehr diversifiziertes Portfolio an, das Gold und andere harte Vermögenswerte enthält, von denen man einfach nicht mehr drucken kann.


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