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Monumentaler Aktienblase folgt monumentaler Goldmarkt

06.02.2021  |  Egon von Greyerz
Open in new windowDie meisten Investoren sind eher am Reichwerden interessiert als am Vermögensschutz. Deswegen werden sie auch nie aus dem Aktienmarkt aussteigen. Da der Dow in den letzten 50 Jahren um das 30-fache gestiegen ist, war dies auch die richtige Strategie. Allein seit 2009 hat sich der Dow verfünffacht (5x)! Hier haben wir also eine klare Win-Win-Situation!

Doch auch Jeremy Grantham meinte jüngst, dass der Aktienmarkt eine "monumentale Blase" sei. Trotzdem werden solche Statements von den meisten Investoren ignoriert, weil ihre Emotionen von Gier dominiert werden. Wenn Aktien seit 1971 schon um 3.800% gestiegen sind, dann spricht nichts dagegen, dass es auch so weitergeht.


Aktien oder Gold

In den letzten 50 Jahren hat es 5 brutale Korrekturen im Dow gegeben, die zwischen 41% und 55% lagen. Doch auch mit diesen Korrekturen steht der Dow heute 39-mal höher als 1971.

Es gibt eine weitere, relativ kleine aber wichtige Investitionsanlage, die, gemessen an den globalen Finanzanlagen, nur einen Anteil von 0,5% ausmacht. Und dieses Asset ist seit 1971 um das 53-fache gestiegen. Aber auch für diese Anlage war es kein Spaziergang. Es gab, im Zeitraum von einem halben Jahrhundert, drei große Korrekturen, die zwischen 33% und 70% stark waren.

Ich meine natürlich Gold.

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Rechnet man Dividenden heraus, hat Gold besser abgeschnitten als der Dow. Bei einer Reinvestition der Dividenden schneidet der Dow 3-mal besser ab als Gold. Vermietung oder Verleih von Gold hätte diese Differenz etwas schmälern können. Doch der Hauptgrund für Goldeigentum ist ja, dass es von keiner Gegenpartei abhängig ist, daher sollte man physisches Gold auch niemals verleihen, weil damit der Hauptzweck - das Vorhalten aus Gründen des Vermögensschutzes - zunichte gemacht wird.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass ein Aktienmarktindex nicht die Wahrheit sagt. Regelmäßig werden erfolglose oder gescheiterte Unternehmen aus dem Index genommen und durch andere Unternehmen, die zu den erfolgreichsten gehören, ersetzt. Somit stellt der Index die Wirklichkeit in einem viel besseren Licht dar.


Der DOW wird effektiv 97% verlieren

Das oben Beschriebene gehört der Vergangenheit an! Auch wenn Gold gute Erträge gebracht hat, so sollten doch die zukünftigen Entwicklungen im Dow-Gold-Verhältnis ausschlaggebend dafür sein, ob Investoren bei Aktien bleiben oder aber Gold halten. Der kleine Chart unter dem Dow-Gold-Verhältnis gibt uns die Antwort

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Gold markierte 1999 bei 250 $ seine Talsohle, und das Verhältnis markierte sein Hoch bei 45. Anschließend fiel das Verhältnis im Jahr 2011 auf 5 und korrigierte dann bis 2018 auf 22,5.

Seit 2018 hat das Dow-Gold-Verhältnis wieder seinen Abwärtstrend aufgenommen. Der Indikator am unteren Ende des Diagramms ist der MACD (quartalsweise); er ist ein sehr wichtiger Indikator für den langfristigen Trend. Im Jahr 2019 drehte der MACD nach unten ab - zum ersten Mal seit Erreichen des 1999er-Tops. Dass das Dow-Gold-Verhältnis wieder auf den langfristigen Abwärtstrend umgeschwungen ist, ist ein sehr starkes Zeichen.

Eine Langzeitbetrachtung des Dow-Gold-Verhältnisses gibt uns eine gute Vorstellung von der zukünftigen Stoßrichtung. Das vorläufige Ziel im Verhältnis liegt bei 1:1 wie 1980, als der Dow bei 850 Punkten stand und die Unze Gold bei 850 $. Das würde also einem 94 %igen Einbruch von den heutigen Ständen aus bedeuten.


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