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Reset der Staatsschulden

12.06.2021  |  Dr. Keith Weiner
Laut dem US-amerikanischen Finanzministerium schuldet die Regierung 28,2 Billionen Dollar.

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Die Schwelle von "28" wurde am letzten Märztag überschritten. Ende April 2020 befanden sich die Schulden noch knapp unter 25 Billionen Dollar. Es gibt keinen Zweifel, dass sie schneller und stärker wachsen; und nun gibt es zudem noch die COVID-Ausrede, um noch mehr ausgeben zu können.


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Beachten Sie, dass dies nur ein Teil der Gesamtverbindlichkeiten ist, die die Regierung eingesteht. Würde sie ihre Finanzdaten so darlegen, wie das alle größeren Unternehmen tun, dann beliefe sich diese Zahl nicht nur auf 28 Billionen Dollar, sondern auf weit über 100 Billionen Dollar. Selbst ein Achtklässler kann erkennen, dass diese Schulden nicht zurückgezahlt werden können.


Das Problem sind Schulden, die nicht gezahlt werden können

Ungeachtet der Tatsache, dass es keinerlei politische Absicht gibt, dies zu versuchen - die meisten Leute scheinen froh darum zu sein, mehr Geld zu leihen, um mehr ausgeben zu können - so ist das selbst mathematisch absolut nicht möglich. Diese 28 Billionen Dollar sind eine zusätzliche Schuldenlast von etwa 280.000 Dollar, die auf jeder Person lasten, die im Privatsektor arbeitet. Und das kommt zu den jeweiligen Belastungen in Form von Schulden des Staats, der Gemeinde, der Stadt und des kommunalen Wasserdistrikts sowie Unternehmens-, Haus-, Auto-, Kreditkarten- und Studienschulden hinzu.

Dass die Schulden unbezahlbar sind, mag offensichtlich sein, doch das Endresultat ist überhaupt nicht offensichtlich. Auf den ersten Blick scheint es, als würde die Regierung in Zahlungsverzug geraten. Doch als Emittent der eigenen Währung - und tatsächlich der Weltreservewährung - gibt es keinen Grund dafür. Die Regierung kann immer so viele Dollar bekommen, wie notwendig. Sie kann immer mehr Anleihen verkaufen.

Das war der genial (böse) Plan von Präsident Roosevelt im Jahr 1933, um den Dollar für Amerikaner uneinlösbar zu machen. Und Präsident Nixons Plan im Jahr 1971, um ihn uneinlösbar für ausländische Zentralbanken zu machen. Das fängt die nationalen Ersparnisse (die weltweiten Ersparnisse) ab. Und es macht jeden zu einem Gläubiger der Regierung.

Wenn Sie ein Wertpapier des Finanzministeriums besitzen, dann leihen Sie der Regierung direkt Geld. Wenn Sie eine Federal Reserve Note oder eine Bankeinlage besitzen, dann leihen Sie der Regierung indirekt Geld via Mittelsmann. Sie können Immobilien, Aktien oder sogar Gold kaufen. Doch der Verkäufer erhält die Dollar, und bleibt im selben geschlossenen System gefangen. Er steckt in einer Falle, in der er der Regierung Geld leiht.

Mithilfe eines derartigen Plans besteht keine Möglichkeit, dass dem Finanzministerium jemals die Dollar ausgehen werden. Solange das Finanzministerium mehr Anleihen verkauft, um mehr Geld zu leihen, um so die Ausgaben zu steigern, besteht keinerlei Chance, dass der Fed die zum Kauf verfügbaren Staatsanleihen ausgehen.


Woher stammt die Kaufkraft des Dollar?

Theoretisch könnten sich die Leute weigern, das Kreditpapier der Fed zu akzeptieren. Doch praktisch gibt es einen wichtigen Grund, warum die Leute das noch nicht getan haben, und warum sie das nun, da wir die 28-Billionen-Dollar-Marke erreicht haben, noch immer nicht tun. Warum? Produzenten aller Art bieten einen wilden und unerbittlichen Kampf um den Dollar.

Fast jeder Produzent - von Bauern und Minenarbeitern hin zu Fabrikanten, Lieferanten, Versorgern und Einzelhändlern - hat sich Geld geliehen, um produktive Assets zu finanzieren. Das bedeutet, dass sie Dollar schulden. Sie müssen ausreichend Weizen anbauen, Erz abbauen, genug Plastikteile herstellen, ausreichend Warencontainer transportieren und genug Dinge verkaufen, um ausreichend Dollar Profit zu machen (Umsatz minus Ausgaben), um ihre Schulden zu bedienen. Ist man dazu nicht in der Lage, droht die Zwangsräumung.

Produzenten werden also rasch ihre Waren los, um den Preis zu bekommen, den sie erzielen können. Sie drücken die Preise nach unten (doch die stetig zunehmenden, verpflichtenden, nutzlosen Zutaten können diesen Trend verlangsamen, und mit COVID zusammenhängende Lieferkettenstörungen können ihn temporär verzerren).


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