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Zinsen runter + Angst der Investoren + historischer Ölpreis = ??

21.09.2007  |  Steffen Paulick
Zinsen runter + Angst der Investoren + historischer Ölpreis = ?? oder warum die Notenbanken echte Drogendealer sind!!

Die Sonne lacht, die Börsen steigen (weltweit) und alle Sorgen sind wie weggeblasen? Ist es wirklich so einfach dass eine Notenbank mit einer Zinssenkung alle ökonomischen Sorgen sich entledigen kann? Kurzfristig mag dies gelingen und man sollte den psychologischen Faktor nicht unterschätzen. Mögen die folgenden Wochen weitere Kurssteigerungen bringen.

Wir glauben dass diese Kursrallye schon im Oktober abrupt gestoppt werden könnte und eine 2. Abwärtswelle uns an den meisten Börsen bevorsteht. Der psychologische Treibstoff der Zinssenkung hat einfach nicht mehr Potential, so glauben wir. Außerdem hat eine Zinssenkung auf die Realwirtschaft ihre positive Wirkung erst nach ca. 6 Monaten.

Die andere Seite der Medallie ist, dass die Rohstoffpreise durch die Geldmengenausweitung wieder stark anziehen werden. Wir sehen dies auch schon aktuell an dem historischen Höchststand von über 82 USD/Barrel für das Rohöl oder der wichtigste Indikator für uns sind nun die Edelmetalle. Auch sie erlebten im Laufe des Dienstags einen furiosen Kursanstieg, Gold ist auf dem höchsten Stand seit über 28 Jahren !! Hier kommen wir zu dem Hauptproblem, dass durch die Zinssenkung und die expansive Politik der Notenbanken erst entsteht. Nämlich Inflation !!

Die Verursacher der gegenwärtigen Krisen (die Notenbanken), stellen sich in der Öffentlichkeit als die barmherzigen Retter dar. Nur weil Sie Papier bunt verziehren mit den Aufschriften US-Dollar, EURO, YEN, etc. Sehr geehrter Anleger dieses neue Geld kommt aus dem Nichts und was aus dem Nichts kommt ist auch nichts wert. Diese buntbedruckten Scheinchen sind mit keiner Leistung hinterlegt.

Wir alle müßen für unser "Geld" hart arbeiten, denn ohne Leistung gibt es nun mal keinen Lohn !! Sie können ja mal einen Eigenversuch machen und einem Freund ein Blatt Papier bemalen mit der Aufschrift, Dollar oder Euro und ihre Rechnung damit begleichen. Dieser Akt kommt der Aktion der Notenbanken sehr, sehr nahe. Denn das frische Geld ist nur Kreditgeld !! Genau deswegen predigen wir gebetsmühlenartig seit Jahren die Vermögenswerte in Rohstoffe umzuschichten, da diese nicht beliebig vermehrt werden können.

Wir alle wären doch sehr froh, wenn die Lebenshaltungskosten stabil bleiben würden. Aber in vielen Bereichen haben sich die Preise in den letzten 6 Jahren verdoppelt, verdreifacht, usw. Nur unser Realeinkommen (Gesamtwirtschaft) stagniert seit Jahren. Die Frage ist, kann ich mit einem gleichbleibenden Einkommen mehr Güter einkaufen die sich ständig massiv verteuern?

Klare Antwort: NEIN Der einzige Ausweg ist eine Kreditaufnahme oder ich zehre von meinem Ersparten. Diese Vorgehensweise kann nur zeitlich begrenzt durchgehalten werden, da irgendwann mein Spargroschen aufgebraucht ist und mit einer stetigen Kreditaufnahme ich mich zunehmend verschulde. Die Folge aus dieser naiven Verschuldungsmanie spüren wir alle soeben durch die gegenwärtigen Krisen. Der Immobilienmarkt in vielen Ländern wurde durch die expansive Geldpolitik doch erst aufgeblasen (historische niedrigste Zinsen), jetzt wo dieser Markt gesättigt ist, spüren wir die Spätfolgen dieser zügellosen Politik.

Die Politik der Notenbanken ist vergleichbar mit dem Wesen eines Junkies. Nach jeder Spritze (Geldspritze) erlebt er ware Glücksgefühle, doch erwacht dieser jäh wenn die Droge (Geldspritze) nicht mehr wirkt. Da der Körper (Volk) sich an die Droge (Geldspritze) gewöhnt, braucht er tendenziell eine höhere Dosis (Geldmenge), um die gleichen Glücksgefühle zu erleben usw., usw.

Je länger dieser Drogenkonsum/-steigerung (Geldmengenausweitung) andauert, um so schlimmer ist der gesundheitliche Zustand des Junkies ( Geldes, Volks). Es gibt 2 Lösungen für das Drogen(Geld-)problem, entweder Entzug (keine Geldmengenexpansion), das schüttelt den Patienten(Volk) kräftig durch und er gesundet oder der Patient (Volk, Staat) richtet sich zugrunde da er lieber in der Scheinwelt (Geldschein) weiterleben möchte und die Realität nicht mehr erträgt.


© Steffen Paulick
herzoINVEST GmbH & Co.KG


Herr Paulick wird zusammen mit Herrn Hugo Hagen von pro aurum, auf der am 2.+3. November 2007 stattfindenen "Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse" in München, einen Vortrag zum Thema "Wie investiere ich richtig in physische Anlagemünzen und -Barren" halten.



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