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Ein Herbst der epischen Einbrüche - Aktien, Schulden, Währungen, sehr starke Inflation - Folgen: Armut & soziale Unruhen

29.08.2022  |  Egon von Greyerz
Die Weltwirtschaft und vor allem die politische wie ökonomische Gesamtsituation ist heutzutage ein Potpourri aus tödlichen Bestandteilen, die alle entsetzliche Auswirkungen haben werden.

Schauen wir uns an, woraus dieses tödliche Gebräu besteht.
  • unrückzahlbare Schuldenstände - Staat, Unternehmen, Privathaushalte
  • monumentale globale Blasen bei Aktien, Anleihen und Immobilien; alle stehen kurz vorm Platzen
  • geopolitische Großkonflikte ohne Friedenswillen - große Kriege sind wahrscheinlich
  • Energieungleichgewichte und -knappheiten, meist selbstverschuldet
  • Nahrungsmittelknappheiten, die zu schweren Hungersnöten und Bürgerunruhen führen
  • Inflation, die zu Hyperinflation und globaler Armut führt
  • politische wie ökonomische Korruption in den USA, Europa und den meisten anderen Ländern
  • Kein Land wird sich noch soziale Sicherungssysteme, Kranken- und Rentenversicherung leisten können.

Und was tun die Staaten und Regierungen der Welt, um diese Probleme zu lösen? Nichts natürlich.

Sie kennen und können nur eine Sache: mehr Geld drucken. Dass sich ein Schuldenproblem nicht durch mehr Schulden lösen lässt, haben sie nie verstanden. Sie können vielleicht gerade noch versuchen, den Stab an die nächste Regierung weiterzureichen und damit damit auch alle Probleme. Mehr ist für sie nicht drin.

Das bedeutet aber auch, dass das gesamte politische, ökonomische und finanzielle Mismanagement der letzten 50 Jahre in einen globalen Kollaps münden wird, den die Welt nie zuvor erlebt hat. Die Konsequenzen werden nicht nur katastrophal sein, sondern auch gänzlich unvorhersagbar, weil die Welt keine Erfahrungen mit derart mächtigen und komplexen Problemlagen hat.

Was werden die Führungen dieser Welt also machen?

Klar ist zumindest, dass die westlichen Führungen keine Verantwortung für die kommenden Notstände übernehmen werden.

Natürlich wird man erstens COVID die Schuld dafür geben, obwohl es viele Hinweise darauf gibt, dass das Virus menschengemacht ist und mit einfachen billigen und bereits existierenden Medikamenten hätte kontrolliert werden können. Alle Lockdowns und Restriktionen haben wahrscheinlich schwerere Folgen gehabt als die Krankheit selbst. So gab es z.B. in Schweden praktisch keine Lockdowns oder Maskenvorschriften, trotzdem waren die Todeszahlen nicht höher als in Ländern mit vollständigen Lockdowns.

Interessengruppen wie Big Pharma hatten die Politik eindeutig in der Hand. Für sie gab es Billionen zu gewinnen und nichts zu verlieren, da sie Verfolgungsimmunität genießen.

Wie dem auch sei, es ist passiert und es lässt sich nicht mehr ändern. Die Zukunft wird zeigen, ob die Immunsysteme der Menschen, wie zahlreiche Wissenschaftler glauben, durch die Impfungen stark geschwächt wurden.

Und man wird zweitens den Russen die Schuld geben an den aktuellen globalen Problemen wie Inflation, Energieknappheit und Niedergang des Welthandels. Die Tatsache, dass all diese Probleme schon vor der russischen Invasion der Ukraine begannen, wird schnell in Vergessenheit geraten.


Werden die Kriegstrommeln lauter schlagen?

Seit dem Jahr 3.600 v.u.Z. haben Führungen/ Regierungen 14.000 Kriege gegeneinander geführt. So weit ich weiß, gab es keine historische Periode ohne größeren Krieg.

Gegen Ende des 30-jährigen Krieges versuchten die europäischen Nationen unprovozierte Kriege mit den Westfälischen Friedensverträgen aus der Welt zu schaffen. An den Friedensverhandlungen in Münster waren insgesamt 194 Staaten beteiligt. Der Krieg hatte 1618 in Böhmen mit protestantischen Aufständen gegen das Heilige Römische Reich begonnen. Die wichtigen Gegner der Katholischen Liga waren die Habsburger mit Unterstützung Schwedens und der Niederlande. Auch Spanien und Frankreich waren zusammen mit vielen anderen Nationen in den Krieg verwickelt.

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Interessanterweise profitierten meine beiden Heimatländer von diesem Frieden. Schweden, als damalige militärische Großmacht, machte große Territorialgewinne im Baltikum; die Schweiz erlangte formal die Unabhängigkeit von Österreich.

Die wichtigen Ergebnisse des Westfälischen Friedens von 1648 waren jedoch folgende:
  • Nationale Selbstbestimmung
  • Blaupause für die Beilegung von Kriegen durch diplomatische Kongresse
  • Friedliche Koexistenz souveräner Staaten
  • Akzeptanz des Prinzips der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Nationen, sofern es keine klare Bedrohung durch einen Aggressor gibt


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