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Am Ende fällt der $ auf null und die USA werden zahlungsunfähig

06.12.2022  |  Egon von Greyerz
Während die Schulden der USA und der Welt noch explodieren, zeichnet sich im Anschluss daran eine Implosion bei Vermögenswerten und Schulden ab; wir wollen einen Blick auf die desaströsen Konsequenzen werfen, die all das für die USA und den Rest der Welt haben wird.

Schuldenexplosionen und wertlos verfallende Währungen sind historisch nichts Ungewöhnliches; seitdem es irgendeine Form von Geld gab, passierten sie immer wieder. So etwa in im 3. Jh. im Römischen Reich, im 18. Jh. in Frankreich oder im 20. Jh. in der Weimarer Republik - und viele, viele mehr wären zu nennen. Und heute sind wir wieder an dem Punkt, wo eine monetäre Ära unter Garantie zusammenbrechen wird. Von Mises meinte dahingehend: "Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde."

Die desaströse, kreditbasierte Prosperität und die UNMÖGLICHKEIT einer Rückzahlung der rapide steigenden Schuldenlasten wird eine der drei unten angeführten Konsequenzen haben:
  • 1. DER US $ FÄLLT AUF NULL
  • 2. SCHULDENAUSFALL DER USA
  • 3. BEIDES ZUSAMMEN

Das wahrscheinlichste Ergebnis ist aus meiner Sicht Punkt 3. Der Dollar wird auf NULL fallen und die USA werden zahlungsunfähig. Dasselbe wird mit den meisten Ländern passieren. Auf die Konsequenzen für die Welt werde ich am Ende des Artikel eingehen. Viele Menschen meinen, die USA könnten niemals zahlungsunfähig werden. Das ist natürlich völliger Unfug.

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Wenn ein Land wertlose Schuldscheine, die niemand kaufen will, in einer Währung druckt, die niemand halten will, dann ist dieses Land definitiv zahlungsunfähig, ganz gleich, wie man die Story drehen und wenden möchte.

In den kommenden Jahren wird es nicht nur für US-Staatsschulden, sondern für alle nationalstaatlichen Schulden nur noch einen Käufer geben. Und das ist das Land, das diese Schulden emittiert. Und wann immer ein Nationalstaat seine eigenen Schulden aufkauft, muss er mehr wertlose Schuldscheine emittieren, um die aber alle einen weiten Bogen machen.

Mehr Geld drucken, um für frühere Sünden zu zahlen, hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Und auf diese Weise stirbt Geld, wie schon immer im Verlauf der Geschichte.

Die aktuelle monetäre Ära begann mit der Gründung der US-Notenbank im Jahr 1913, seit 1971 beschleunigte sich die Schulden- und Währungsentwertung mit der Schließung des Goldfensters durch US-Präsident Nixon. Nach über 100 Jahren geht jetzt auch diese Ära zu Ende, so wie alle vorherigen.

Seit 1971 haben die globalen Währungen inzwischen schon 97-99 % ihres Wertes verloren; es ist jetzt zu erwarten, dass auch diese verbliebenen 1-3% bei allen Währungen praktisch wertlos verfallen werden. Historisch betrachtet ist das natürlich nichts Neues, da bislang noch jede Währung auf NULL gefallen ist. Selbstverständlich darf dabei nicht vergessen werden, dass dieser finale Verlust jener 1-3 % aus heutiger Sicht einem Komplettverlust (100%) gleichkommen wird. Dieser finale Zusammenbruch vollzieht sich immer am schnellsten. All das könnte ohne Weiteres in den kommenden 2-5 Jahren geschehen.


Schulden, Schulden und nochmals Schulden

Schauen wir uns an, wie es zu all dem gekommen ist.

Obwohl die USA ihre Verschuldung so gut wie jedes Jahr seit 1930 ausgebaut haben, kam es Ende der 1960er/ 1970er zu einer deutlichen Beschleunigung. Da der Dollar BIS 1971 goldgedeckt war und mit ihm auch die meisten anderen Währungen, konnte sich das Land nicht ohne weiteres mehr Geld leihen, ohne dabei die eigenen Goldreserven aufzubrauchen.

Da der Goldstandard Nixon daran hinderte, Geld zu drucken und Wählerstimmen zu kaufen, um an der Macht zu bleiben, kam es ihm gelegen, diese Fesseln "temporär" abzuwerfen, wie er am 15. August 1971 erklärte. Politiker ändern sich nicht. Powell und Lagarde nannten die Zunahme der Inflation vor kurzem noch "vorübergehend"; ihren Schwindelprognosen zum Trotz hörte die Inflation aber nicht auf zu steigen.

Seit 1971 ist die US-Gesamtverschuldung um das 53-fache gestiegen, wobei die Wirtschaftsleistung (BIP) des Landes nur um das 22-fache stieg, wie man im Diagramm unten sehen kann:

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Wie die wachsende Kluft zwischen Verschuldung und BIP im Diagramm oben zeigt, braucht es ständig mehr Schulden, um noch BIP-Wachstum zu erzeugen. Ohne die Schöpfung wertlosen Geldes würde das REALE BIP also rückläufig sein.

Und das machen unsere Politiker: Sie kaufen Wählerstimmen und erzeugen falsches Wachstum, indem sie Geld produzieren. Das verschafft den Wählern die Illusion von steigenden Einkünften und Vermögen. Leider versteht der Wähler dabei nicht, dass diese illusorische Verbesserung der Lebensstandards komplett auf Schulden und entwertetem Geld basiert.


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