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St. Angelo: Sinkende Ölproduktion wird zum Kollaps des Silberbergbaus führen

04.02.2018  |  Redaktion
Der Edelmetallexperte Steve St. Angelo hat auf seinem Blog ein neues Video veröffentlicht, in dem er erklärt, mit welchen grundlegenden Entwicklungen die größten Silberminen der Welt derzeit zu kämpfen haben. Anhand der Minen Cannington in Australien und Fresnillo in Mexiko illustriert er, dass die Silbergehalte des gewonnenen Roherzes sinken, während die Produktionskosten steigen.

In der Silbermine Fresnillo wurden St. Angelo zufolge 2005 beispielsweise noch 33,4 Mio. Unzen des weißen Metalls produziert. Zudem wies das geförderte Gestein einen Silberanteil von 15,2 Unzen je Tonne auf. Bis 2017 war dieser Anteil jedoch auf 6,7 Unzen je Tonne gesunken und die Gesamtproduktion hatte sich auf 16,5 Mio. Unzen im Jahr verringert. An der Mine Cannington, der ehemals größten primären Silbermine der Welt, ist die Situation ähnlich. Hier hat sich der durchschnittliche Silbergehalt des aufbereiteten Roherzes seit 1999 um 72% verringert.

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© SRSroccoReport


St. Angelo macht am Beispiel des Unternehmens Fresnillo Plc. weiterhin deutlich, dass auch die Inbetriebnahme neuer Minen nur eine geringe positive Wirkung auf die durchschnittlichen Mineralgehalte hat: Das in den Minen Fresnillo und Saucito aufbereitete Material hatte 2017 zusammengenommen ebenfalls nur einen Silberanteil von 7,3 Unzen je Tonne.

Infolgedessen steigen die Kosten der Bergbauunternehmen. 2008 beliefen sich die direkten Kosten für die Produktion von knapp 35 Mio. Unzen Silber bei Fresnillo auf 96 Mio. $. Heute entstehen dem Unternehmen für eine vergleichbare Fördermenge bereits Kosten in Höhe von mehr als 200 Mio. $.

Der Marktbeobachter zeigt anschließend anhand einer weiteren Grafik, dass die Gewinne des Unternehmens ab 2013 aufgrund der sinkenden Edelmetallpreise eingebrochen sind. Mehr Minen und eine größere Produktionsleistung bedeuten also nicht automatisch höhere Gewinne.

Zum Schluss des Videos macht St. Angelo deutlich, dass die sinkenden Mineralgehalte kein lokal begrenztes oder auf den Silberbergbau beschränktes Problem sind. Heute wird viel mehr Energie benötigt, um die gleiche Menge an Rohstoffen zu produzieren wie noch vor einigen Jahren, weil erheblich größere Gesteinsmengen bewegt und aufbereitet werden müssen. In Zukunft wird das nach Einschätzung des Marktexperten zu ernsten Schwierigkeiten führen: "Wenn die weltweite Ölproduktion abnimmt, wird der Silberbergbau auf globaler Ebene zusammenbrechen," warnt er am Ende des Videos.



© Redaktion GoldSeiten.de



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