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Russlands Nothilfeprogramm

24.03.2018  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
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Doch eins steht fest: Russland per immer neuen Sanktionen in Bettelhaltung auf den Knien liegend zu sehen, oder noch aussichtsloser durch einen Heissen Krieg, den russischen Bären nach Blattschuss für immer an Ketten zu legen und mit Coca Cola und Derivaten süchtig zu machen, wird lebenslang ein wirrer Traum bleiben.

Dafür wird uns die Anti-Putin-Hetze und die systematische Dämonisierung Russlands durch die westlichen Medien noch lange erhalten bleiben. In letzter Zeit häufen sich in den Medien diverse Portraits von Putin mit dem Gesicht zu einer hässlichen Fratze verzerrt. Doch freche Überheblichkeit fand schon immer eine entsprechende Antwort.

Die Gebäude um den Roten Platz herum in FED-Filialen umzufunktionieren und sich gleichzeitig die gewaltigen Rohstoffreserven des Landes durch ein paar Gratisaktien möglichst kostenlos zu grapschen, dürfte also noch lange ein luftiges Phantasie-Gespinst der amerikanischen Hochfinanz bleiben - genauso aussichtslos wie der wirre Wunschtraum, Russland durch den Ausschluss vom westlichen Abrechnungssystem SWIFT, sowie anderen finanziellen Repressalien gegen das »Land der Reussen» (wie es ursprünglich hiess), in den Dollarkäfig zu pressen.

Militärisch ist das grösste Land der Welt viel zu stark und in zahlreichen Waffengattungen in vielen Bereichen dem Westen nach Ansicht und Urteil westlicher Militärs und Fachleute deutlich überlegen. Die etwas dummdreiste Hymne der NATO «Wir sind die Welt, nur wir allein spielen Gott und zwingen den unbotmäßigen Ländern unseren Willen auf...» ist an Arroganz schwer zu überbieten.

Derartige größenwahnsinnige Gesänge hatten wir schon öfter in der Geschichte, als es dann an die Verwirklichung deren Inhalts ging, blieben nur Blut, Schweiss, Tränen und viele Trümmer zurück. Auf die bange Frage eines Ängstlichen an einen ranghohen Litzenträger der NATO «Ja, habt ihr denn gar keine Angst vor den Waffen und Truppen Russlands und Chinas?» soll der Befragte hinter vorgehaltener Hand leise geantwortet haben: «Die erledigen wir per Ferngespräch!»

Fiele Russland, ist dafür gesorgt, dass die USA, insbesondere dank der Waffensysteme «Satan 2» und Iskander mituntergeht. Einfach den roten Knopf drücken und Putin und sein Volk sind nur noch interessant für die Chronisten von Geschichtsbuch-Literatur. Ein wahrhaft frommer Wunsch westlicher Eliten. Doch dieser Zug ist längst abgefahren.

Der Bevölkerung des Westens wird durch westliche Medien im wesentlichen folgende Punkte als Realität übermittelt:

Die Russen leben unter einem grimmigen neuen Zaren - wer auch nur leise aufmuckst, wird nach Sibirien verbannt.

Das Volk lebt meist noch in Erzhütten und schmutzstarrenden Lehmhäuslein - nur den oberen 100 000 werden Plattenbauten zugestanden.

Russland ist ohne den Westen und dessen Hilfe verloren und stagniert im besten Falle.

Militärisch genügt im Notfall die Berufsfeuerwehr New Yorks, mit Hinterladern ausgerüstet, um dieses dem allmächtigen Dollardiktat so frech ausweichenden Kleinvolk ein für alle Mal die heilige amerikanische Lebensweise aufzuzwingen.

In jedes Dorf, und sei es noch so verschlammt, gehören Wall Street Filialen. In jede Kreisstadt gehört ein Kleinbüro der FED.

Jeder Russe hat sich gegen ein Zertifikat vom Goldmann Sachs mit 100 000 Goldrubeln zu 7% Verzinsung zu verschulden. Laufzeit 120 Jahre und von den Erben der Zertifikatnehmer für immer garantiert.

Alle öffentlich verkauften Getränke beschränken sich auf eine einzige Marke: COCA COLA Extra Süss.

Jeder Betrieb mit mehr als 4 Mitarbeitern erhält einen amerikanischen Manager. Eine generelle Umsatzsteuer von 33% auf jeden Vorgang wird direkt nach New York und wahlweise an die Londoner City oder nach Brüssel als Zeichen des guten Willens abgeführt. Widrigenfalls droht ein NATO-Angriff.

Nur wenn diese Regeln extrem streng befolgt werden, kann Russland seinen Stand und Status als Sub-Entwicklungsland verlieren und als 51. Bundesstaat der USA oder sich als zweites englischsprachiges EU-Land mit Deutsch als zweiter Fremdsprache andienen.

Was in der Welt und anderen Ländern vorgeht, wird den Amerikanern für immer verborgen bleiben, denn nur 15% aller US-Bürger besitzt (und besassen bisher) überhaupt einen Reisepass, das heisst 85% waren, und und sind auch weiterhin nicht in der Lage, ein anderes Land zu besuchen, um die endlose Fernseh-Indoktrinierung mit Hilfe eigener Erfahrung zu verifizieren.

Dies zeigt sich beispielweise im Reisebericht einer Reisegruppe alter Damen vor ihrem Heimatclub in einer amerikanischen Kleinstadt nach ihrer Rückkehr von ihrer Europatour: «We did and saw the whole of Europe in three days!» [«Wir sahen und erlebten ganz Europa in vollen drei Tagen!»]

Aber nicht nur die Amerikaner, auch andere Nationen wie die Deutschen, sehen die Zustände in anderen Ländern völlig entstellt.

In einer Umfrage erkundigte man sich, wie die Befragten denn die Zustände in den USA sähen? Antwort: «Erstens haben sie dort einen völlig verwirrten Präsidenten mit lila Haaren, und zweitens sind wir über die Zustände im Land bestens informiert.» Woher haben sie denn all diese Informationen? Na von der Dauerserie die Simpsons im deutschen Fernsehen. Und was wissen sie über Russland, was typisch für dieses Land ist?

Tja, 3 Dinge: «Erstens haben sie einen neuen Zaren, der heisst Pudding, oder so ähnlich, und das ist der schlimmste Diktator seit Iwan dem Schrecklichen, wie uns das deutsche Fernsehen täglich höchst anschaulich beweist, und zweitens wimmelt es dort von hungernden Strassenkindern und frierenden Bordsteinschwalben, und Renten und soziale Unterstützung gibt’s nicht. Und drittens ist der mittägliche Ausruf oder Befehl von Millionen russischer Hausfrauen fünf Minuten vor dem Mittagessen in ihren dumpfen Erdhütten schon legendär: Aljoscha, jag die Hühner und Enten vom Tisch, wir wollen essen!»


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