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Defla XXL-Zuspitzung lt. Fahrplan

24.06.2018  |  Christian Vartian
Geschrieben letzte Woche: Der USD stieg heftig ... an. Das verschlimmert die US-Handelsbilanz weiter massiv, die Regierung, die Überwachstum braucht, um ihre Steuersenkung auf Neuverschuldung gegenzufinanzieren, muß darauf mit immer neuen Zöllen reagieren und die Spirale dreht sich weiter ... nach unten.

Und wo stehen wir nun?:

China und die USA tauschen nur etwas verschärfte Drohungstöne aus, die zu einem Crash der Logistikketten und in der Folge zu Waren-/Produktionsausfall führen können, wenn es sich weiter verschärft.

Auf der noch größeren Aufwertungsfront EUR USD, sprich EUR-Zone gegen USA wird es nun heiß: Die Autos kommen dran, genau wie von uns prophezeit.

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Die Zölle der EU gegen Amerikanische PKW waren vor Ende Januar 2018 mit 10% vier Mal so hoch wie die Zölle der USA gegen EU-PKW mit 2,5% also das nun ganz neue Argument der EU, ihr Zollregime gegen die USA sei "fair" kann man wenn mit Algebra nicht unterstützen. Die US-Handelsbilanz mit der EUR-Zone war schon vor Ende Januar 2018 im schweren Defizit.

Dazu kommen nun 6,67% durchschnittliche Aufwertung des USD gegen den EUR (ähnlich gegen den YUAN usw.) seit diesem Zeitraum und Währungsaufwertung ist ein Zoll, der auf alle Güter wirkt, nicht nur auf spezielle. Diese Aufwertung verschärft die ungerechte Ausgangslage drastisch zu Lasten der USA, ist allerdings von der Zentralbank der USA bewirkt und nicht von der EU.

Es ist daher völlig vorhersehbar, dass die US-Regierung nun zuschlägt, was nicht bedeutet, es sei berechtigt (in irgendeinem moralischen noch rechtlichen Sinne), nur logisch, weil diese nun bedeutend verschärfte Lage schlicht zur hochbeschleunigten Deindustrialisierung des eigenen Landes führt, wenn sie weiter besteht.

Also schlagen die USA eben auch hier zu und der letzte Stand an übersichtlichen Tweets mit permanenter Detailänderung ist ungefähr folgender:

Natürlich wollen die USA mit den Autos nicht bloß die schon fast ewig bestehenden, vier Mal so hohen Zölle der EU gegen US-Autos bekämpfen, der hier absolut beweisbare Vorwand hat natürlich zum Ziel, die Bundesdeutsche Dauerabwerterei zu bekämpfen, es geht also um den Chart oben und nicht nur um Zölle.

Die US-Administration schert sich hier nichts um Politik und sieht es unverholen (und völkerrechtlich gar nicht sehr falsch) so, dass jedes Land halt mit seiner eigenen Währung antreten soll.

Im Kern geht es schon die ganze Zeit um Währung, nie um etwas Anderes.

Es wertet zwar die USA gerade auf, hätte die BRD aber eine Währung, dann eben sicher nicht gegen diese, das bedeutet, in den Köpfen der US-Administration ist es kein Problem, gegen Italienische Lira oder Französische Franc aufzuwerten, wenn die FED die Zinsen erhöht, aber es ist ein Problem, wenn keine Deutsche Mark (oder irgendwas Anderes) da ist, gegen das man dabei gleichzeit abwerten kann, darum geht es im Kern.

Weil nämlich nichts Deutsches da ist, gegen das man abwerten kann, rasiert den USA im Falle von USD Aufwertung wegen FED Zinserhöhung dann die ultrafitte Deutsche Industrie die eigene US-Industrie weg. Zum Beispiel ist die frühere US-Industrieikone General Electric gerade aus dem Dow Jones herausgefallen, das sagt alles über die Dringlichkeit.

Und da helfen dann nur mehr Zölle.

Da das eine völlig klare Mechanik ist, gehen wir nicht davon aus, dass es inneramerikanische Politische Kräfte gibt, die Trump hier bremsen werden, weil diese Kräfte nämlich aus US-Sicht keine Argumente haben. Außerdem haben diese Kräfte nicht die FED eingebremst, was ja auch funktioniert hätte.

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein US- Senator, an sich für Freihandel und hätten nun etwas gegen Trumps Politik, womit wollen Sie argumentieren? Damit, dass die EU vier mal so hohe Zölle auch nach mehrmaliger Anmahnung als "gerecht" bezeichnet und nicht reagiert?

Oder damit, dass Trump sich nicht an die Maastricht Verträge hält, weil er offen und bei Staatsbesuchen verlangt, dass die USA die Handelsbeziehungen mit jedem Europäischen Land einzeln verhandeln wollen, wozu natürlich jedes dieser Länder eine einzelne Währung in Wahrheit bräuchte?

Nur sind aber die Maastricht Verträge privat gewählte Rechtsordnung mancher Länder eines anderen Kontinentes und natürlich nicht US-Recht und kein US-Senator kann damit argumentieren, dass sich die USA an Maastricht Verträge zu halten hätten noch wegen deren Existenz ihre Politik zu ändern hätten.


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