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"Es gibt keinerlei Garantie für den Wert des Dollars"

14.02.2019  |  Egon von Greyerz
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Dass seine Entscheidung die entgegengesetzte Wirkung haben würde, verstand er dabei kaum. Ohne Golddeckung befand sich der Dollar nicht den Händen von Spekulanten, sondern in den Händen der US-Regierung und der Federal Reserve. Und das ist auch der Grund dafür, warum der Dollar seit 1971 97% seines Wertes gegenüber realem Geld, also Gold, verloren hat - und 57% gegenüber der D-Mark/ Euro sowie 77% gegenüber dem Schweizer Franken.

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Chinesische Weisheit vs westlicher Wahnsinn

Die weisen Chinesen sagten all das schon vor 48 Jahren voraus. Im Westen ahnte damals praktisch niemand, dass Nixons katastrophale Entscheidung den Anfang vom Ende der Wirtschaften und Währungen der USA und des Westens markierte - und dass diese Entscheidung zuvor noch die "Mutter aller Bubbles" entstehen lassen würde.

Der 1971 in der Chinesischen Volkszeitung veröffentlichte Artikel erkannte auch, welche Konsequenzen die US-Maßnahmen für den Rest der Welt haben sollten: "Die politischen Maßnahmen zielen darauf ab, die amerikanische Arbeiterschaft zu übervorteilen und die immer schlimmeren Auswirkungen der finanziellen, monetären wie ökonomischen Krise in den USA auf andere Länder zu verlagern."

Natürlich passierte genau das. Die desaströse US-Geldpolitik verbreitete sich wie die Pest in den meisten anderen Ländern der Erde - einhergehend mit explodierenden Schulden, fallenden Währungen und massiver Inflation.

"Die Vereinigten Staaten zwingen andere Länder, das Primat des US-Dollars zu akzeptieren, und zur Aufrechterhaltung dieser privilegierten Position setzen sie Machtpolitik ein.", so die Chinesische Volkszeitung von 1971.

Inzwischen wurde der reale Wert des Dollars durch die Aushöhlung der US-Goldreserve unterminiert, "verursacht durch die imperialistische US-Politik der Aggression und des Krieges."


Ist das US-Gold weg?

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Eine Aussetzung der Konvertibilität "wird das Vertrauen in den Dollar letztlich in bislang ungekanntem Maße beschädigen, schließlich räumt die US-Regierung damit quasi öffentlich ein, vor den Augen der gesamten Welt, dass es keinerlei Garantie für den Wert des Dollars gibt."

Da haben wir es: Chinas Fähigkeit zur Analyse der umgebenden Welt aber auch die politische Schwäche der USA und der westlichen Welt haben es ermöglicht, dass die Chinesen zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt (hinsichtlich der Kaufkraft-Parität sogar zur größten) werden konnten. Chinas BIP lag 1971 noch bei 100 Milliarden $, heute sind es mehr als 12 Billionen $ - und unter Berücksichtigung der Kaufkraft-Parität sogar 23 Billionen $.


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