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Die Gold-Maginot-Linie wird bald brechen

09.05.2019  |  Egon von Greyerz
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Falschgeld führt & Scheinwerte werden implodieren

In den letzten 100 Jahren - seit der Gründung der Fed - wurde mehr Geld gedruckt als jemals zuvor in der Geschichte, und wir erleben jetzt die exponentielle Phase mit einer Verdreifachung der globalen Verschuldung seit 1999, von 80 Billionen $ auf 250 Billionen $.

Die aktuelle Weltfinanzblase kann und wird kein gutes Ende nehmen. Das gesamte Falschgeld und alle Scheinbewertungen müssen zusammen mit den Schulden implodieren. Und aus diesem Grund müssen wir über physisches Gold verfügen - es dient dem Schutz vor den kommenden Katastrophen. Und ob Gold nun morgen oder in sechs Monaten steigt, ist vollkommen irrelevant, gemessen an all jenen Risiken, vor denen wir uns mit seiner Hilfe zu schützen versuchen.


Goldhandel liegt beim 850-fachen der Goldproduktion

Dass Gold oft heftig schwankt, hat nichts mit einem physischen Goldmarkt unter Freimarktbedingungen zu tun. Der Goldmarkt ist vollkommen manipuliert durch Zentralbanken und zwar über die BIZ in Basel (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) und ihre Lakaien, den Bullionbanken.

Die Tagesproduktion aus dem Bergbau liegt bei 329 Millionen $. Das Brutto-Handelsvolumen des Goldmarktes kommt jedoch pro Tag auf 280 Milliarden $, laut World Gold Council. Der tägliche Goldhandel schafft es also auf das 850-fache der Tagesproduktion. Der Großteil des Handels wird über die Bullionbanken und nicht über die Comex oder andere Terminbörsen abgewickelt.

Man muss kein Handelsexperte sein, um zu verstehen, dass ein Markt, der jeden Tag das 850-fache der Tagesproduktion des Basisrohstoffs umsetzt, massiv manipuliert ist. Zudem hat der Handel in einer solchen Größenordnung nichts mit physischem Gold zu tun, er folgt eindeutig viel düsteren Absichten. Überraschenderweise zeigt uns der Chart unten, dass der Tagesgoldhandel doppelt so hoch ist wie der Tageshandel bei S&P-Aktien.

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Die meisten westlichen Zentralbanken werden wahrscheinlich nicht annähernd so hohe Goldreserven besitzen, wie sie offiziell ausweisen. Sie wurden entweder heimlich verkauft oder über Bullionbanken verliehen. Der größte Teil des verkauften oder verliehenen Goldes ist in den Osten geflossen. Folglich verfügen die meisten Zentralbanken nur über einen Schuldschein von einer Bullionbank, der bestätigt, dass ihnen eine gewissen Menge physisches Gold geschuldet wird.

Nur eines ist völlig klar: Dieses Gold wird niemals zurückkommen. Folglich sind die Bullionbanken mit tausenden oder viel wahrscheinlicher 10.000 bis 15.000 Tonnen physisches Gold short, das sie nie wiedersehen werden. Wahrscheinlich dient das wilde Trading der LMBA-Banken der Vertuschung massiver physischer Goldknappheiten bei den Bullion- und Zentralbanken.


Gold-Maginot-Linie ist so durchlässig wie die ursprüngliche des 2. Weltkriegs

Es gibt eine ganze Anzahl entscheidender Faktoren, die in Kürze zum Durchbruch durch die Gold-Maginot-Linie bei 1.350 $ führen werden.

Dazu zählen unter anderen:
  • die physische Goldknappheit bei der LMBA wie oben erläutert

  • die globale Kreditexplosion seit 2006 von 125 Billionen $ auf 250 Billionen $ heute

  • der Umstand, dass das Verhältnis zwischen Gold- und US-Geldangebot denselben Stand erreicht hat wie 1970 (Gold 35 $) und 2000 (Gold 300 $)

  • die Fragilität des Finanzsystems

  • US-Haushaltsdefizite seit 60 Jahren und Handelsdefizite seit 50 Jahren

  • die anhaltende Entwertung von Währungen

  • Handelskriege

  • geopolitische Spannungen


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