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Wie Midas & Krösus: Meiden Sie Gold-ETF oder Kryptos!

16.10.2019  |  Egon von Greyerz
“Es ist schon bedenklich, wenn das Undenkbare zur Routine wird.“

So kommentierte Claudio Borio von der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) jene 17 Billionen $ Schulden mit Negativverzinsung. Weiter sagte er: "So etwas wäre, selbst am Höhepunkt der Großen Finanzkrise, undenkbar gewesen."

Doch das ist die Welt von heute: undenkbare Schulden, undenkbare Märkte, undenkbare Risiken und undenkbares Führungspersonal, das die Kontrolle komplett verloren hat und durch seine Maßnahmen die Risiken exponentiell erhöht.


Ist das kommende Chaos Teil des Plans?

Ja, natürlich ist mir die Theorie sehr gut bekannt, dass all das Teil einer Verschwörung der Globalisten sei, mit der sie die Welt unter ihre Kontrolle bekommen wollen. Chaos ist eines der Mittel, um die Welt zu kontrollieren.

Es besteht allerdings folgendes Risiko: Wenn die Verschwörung misslingt, werden wir einen Totalzusammenbruch sowie unkontrollierbares Chaos erleben. Meiner Ansicht nach ist dies das wahrscheinlichere Szenarium.


Die ersten Goldkönige - Midas und Krösus

Open in new windowZu Zeiten König Krösus von Lydien war alles noch anders (Krösus starb 547 v. Chr., Lydien befand sich auf dem Gebiet der heutigen Türkei). Durch ihn haben wir heute noch den Ausdruck "Reich wie Krösus". König Midas war einer der Vorfahren Krösus, der die Gabe besaß, dass alles, was er berührte, zu Gold wurde.

Eine wunderbare Gabe, bis er erkannte, dass wirklich alles, das er anfasste, zu Gold wurde - selbst sein Essen. Da es sich dabei um eine recht unpraktische Gabe handelte, bekam er die Chance, diese loszuwerden, indem er sie im Fluss Pactolus abwaschen konnte. Von da an war der Fluss mit Gold gefüllt. Und aus diesem Fluss gewann Krösus den größten Teil seines Goldes wie auch aus Goldminen. Die Lydier sollen die ersten gewesen sein, die über geprägte Goldmünzen verfügten.

Leider entdeckte Krösus bald schon, dass Reichtum vergänglich ist. Persien eroberte Lydien und Krösus verlor seine Reichtümer, einschließlich des Goldes. Doch solange man daran festhalten kann, ist Gold ewiges Vermögen und die Währung der Natur.

Es ist allerdings ganz entscheidend, dass man es so hält und verwahrt, dass niemand es einem wegnehmen kann. Deswegen ist häufig am besten, das Gold in einem sicheren Rechtsgebiet zu verwahren und nicht in einem Land, in dem man lebt - besonders dann, wenn man der Regierung dieses Landes nicht trauen kann.


Halten Sie Ihr Gold nicht zu Hause, in einem ETF oder in der Bank (Bankschließfächer eingeschlossen)

Gold zum Zweck der Vermögenssicherung muss in physischer Form und außerhalb des Bankensystems gehalten werden. Je mehr Gegenparteien zwischen Ihnen und Ihrem Gold stehen, desto höher das Risiko. Allerdings muss es immer auch eine Gegenpartei geben. Wenn Sie ihr Gold in einem Loch in der Erde verstecken, dann ist dieses Loch ihre Gegenpartei. Jemand könnte es stehlen oder Ihre Frau/ Ihre Kinder bedrohen, um das Goldversteck herauszufinden.

Wenn Sie Gold halten, um sich gegen alle Risiken der Welt abzusichern, dann können Sie es auf jeden Fall nicht in einer Bank lagern. Wir kennen viele Beispiele für Banken, die die physischen Barren nicht hatten, als Kunden das Gold aus dem Bankentresor in Privattresore verlagern wollten. Also: Selbst wenn die Banken dem Kunden versichern, dass sie das zugewiesene Gold haben, so ist manchmal trotzdem nicht da!

Bislang haben Banken solche Situationen durch den Ankauf neuer Barren gerettet. Doch eines Tages, wenn das System unter Druck steht, könnte es nicht genügend verfügbares Gold geben - oder die Bank könnte schwere Finanzprobleme haben und zum Kauf neuen Goldes nicht mehr in der Lage sein.

Das Gold in persönlichen Bankenschließfächern zu verwahren, ist ebenfalls nicht ratsam, da man im Fall von Bankenschließungen vielleicht für sehr lange Zeit keinen Zugang zu seinem Gold hat. Zudem ist der Inhalt der Sicherheitsschließfächer nicht versichert, die Bank übernimmt keine Haftung, selbst wenn der Inhalt gestohlen wird. Darüber hinaus gibt es viele Beispiele für Sicherheitsschließfächer, die von aus verschiedenen Gründen von staatlichen Behörden aufgebohrt wurden.

Open in new windowViele Goldinvestoren kaufen Anteile an Gold-ETF. Es handelt sich dabei um einen sehr großen Markt; Gold-ETF verwahren insgesamt 2.800 Tonnen Gold - im Gegenwert von 135 Mrd. $.

Institutionen und vermögende Individuen benutzen für Goldanlagen die Gold-ETF. Da Gold aber das ultimative Vermögensschutz-Asset ist, darf es nicht in Papierform gehalten werden.



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