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Gold & Inflationserwartungen - Ein erneuter Überblick

23.11.2019  |  Steve Saville
In einem vorherigen Artikel habe ich die Beziehung zwischen Gold und Inflationserwartungen diskutiert. Anders als die Volksmeinung besagt, entwickelt sich Gold tendenziell relativ schlecht, wenn die Inflationserwartungen zunehmen und relativ gut, wenn diese zurückgehen.

Die Beziehung, die oben dargestellt wird, ist sehr klar auf den unteren Charts zu sehen. Der erste Chart zeigt, dass es in den letzten sechs Jahren eine stark positive Korrelation zwischen RINF - einem ETF, der dafür designt wurde, sich in dieselbe Richtung, wie der erwartete VPI zu bewegen - und dem Verhältnis zwischen Rohstoffen und Gold (der S&P Spot Commodity Index geteilt durch den US-Dollargoldpreis) gab.

In anderen Worten: Dies zeigt, dass ein breitgefächerter Warenkorb aus Rohstoffen, Gold während Zeitspannen, in denen die Inflationserwartungen zunahmen, übertraf und sich diesem gegenüber unterdurchschnittlich entwickelte, wenn die Inflationserwartungen zurückgingen.

Der zweite Chart zeigt denselben Vergleich über die letzten 12 Monate. Beachten Sie, dass die Inflationserwartungen im Jahr (bisher) Mitte August einen Boden bildeten und das Rohstoff/Gold-Verhältnis etwa zwei Wochen später einen Boden bildete.

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Der Grund für die stark inverse Beziehung zwischen der relativen Stärke des Goldes und den Inflationserwartungen ist größtenteils die allgemeine Auffassung, dass "Inflation" von 2% bis 3% nicht nur normal ist, sondern sogar vorteilhaft. Tatsächlich wurden die meisten Leute darauf konditioniert zu glauben, dass es ein ernsthaftes wirtschaftliches Problem ist, wenn Geld seine Kaufkraft nicht langsam und stetig verliert; und dass dies drakonische Zentralbankintervention notwendig macht.

Letztlich wird die Rate der "Preisinflation" auf ein Niveau steigen, wo sie von der Öffentlichkeit als wichtiges wirtschaftliches Problem gesehen wird. Als Folge dessen wird der Wunsch, Bargeldersparnisse zu besitzen, stark zurückgehen. An diesem Punkt wird die oben dargestellte Beziehung aufhören zu funktionieren und die Nachfrage nach Gold parallel zu den steigenden Inflationserwartungen zunehmen.

In anderen Worten: Irgendwann wird sich die Beziehung, die im obigen Chart dargestellt wird, aufgrund abnehmenden Vertrauens in offizielles Geld umkehren. Dies wird wahrscheinlich innerhalb der nächsten zehn Jahre stattfinden, wahrscheinlich aber nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate.

In den nächsten zwölf Monaten ist es wahrscheinlich, dass Gold in Zeitspannen rückläufiger Inflationserwartungen und andere Rohstoffen in Zeiten zunehmender Inflationserwartungen bevorzugt werden.

Wenn Sie also glauben, dass die kürzlich Zunahme der Inflationserwartungen der Beginn eines Trends ist, dann sollten Sie nach Gelegenheiten Ausschau halten, ihre Investitionen in Rohstoffe wie Öl und Kupfer zu erhöhen und nicht in Gold. Meine Spekulation ist es, dass die Inflationserwartungen von August bis Oktober dieses Jahres einen Boden bildeten, doch ich bin für die Möglichkeit offen, dass der Bodenbildungsprozess bis Anfang des nächsten Jahres andauern wird.


© Steve Saville
www.speculative-investor.com



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Dieser Artikel wurde am 11. November 2019 auf www.tsi-blog.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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