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Infla S im Core, Defla X draußen- Virusmarkt

23.02.2020  |  Christian Vartian
Südkorea ist ein Kern- Industriestaat und liefert absolut nicht ersetzbare Produkte und Zulieferteile. Nun hat das Virus Covid-19 auchin Südkorea zu einer Ansteckungswelle geführt. Die Auswirkungen auf die Aktienmärkte ließen nicht lange auf sich warten:

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Noch nur verhalten, aber ganz fundamental eigentlich, denn es geht um Produktions- und Lieferkettenausfallsgefahren. Eine Ausreißerzahl kam dazu aus den USA:

Plötzlich deutliche Produktionspreissteigerung (0,5%). Dass dies irgendwas mit den derzeitigen Gelddruckprogrammen zu tun hat, ist fast auszuschließen, mit ersten Lieferengpässen hat es ganz sicher etwas zu tun, denn das ist eine TEUERUNG und Teuerungen entstehen aus Mangel und nicht aus Geldüberschuß und haben daher mit Inflation keine Korrelation, und wenn eine inverse (Mangel an Gütern, Stadtimmobilien, Strom ... wegen davor herrschender Einsparritis und Deflationitis mit Verfall von Kraftwerken, Peripherie, ländlichen Regionen ...).

Diesmal ist die Korrelation aber nicht invers sondern nichtexistent, es fehlt einfach Zulieferware und wenn etwas fehlt steigen die Preise. Diese Zahl ist potenziell der Anfang einer bedrohlichen Entwicklung und noch schlimmer: Es gibt für eine solche Entwicklung keine Modelle, welche jünger wären als 1990.

Auch in Japan beginnt ein Nachlassen der Wirtschaftsleistung wegen des Virus. Industriekernländer wie Japan oder Südkorea oder Taiwan ohne jeden kommunistischen Hintergrund noch solcher Vergangenheit aus Lieferketten zu entfernen ist aber kein Szenario wie eine Entwicklung der Herausnahme der Volksrepublik China aus Lieferketten, für welche es, wie oben geschrieben, keine Modelle gibt, die jünger wären als 1990.

Für einen Lieferausfall aus Japan oder Südkorea oder Taiwan gibt es keine Modelle, die jünger wären als 1960. Dort stehen nicht mit Mehrheit Fabriken, welche von westlichen Ausländern errichtet worden wären mit westlichen Plänen, um im Westen entwickelte Produkte einfach billiger herzustellen. Dort stehen eigene Fabriken mit eigenen Produkten, die der Westen großteils gar nicht kann.

Eine hypothetische Ersatzproduktion - immer unter der weiteren Hypothese, dass der Virus im Westen eingedämmt würde und in Asien nicht - dauerte für Chinesische Waren mindestens 18 Monate unter kriegswirtschaftlichen Bedingungen und für Japanische oder Südkoreanische unbekannt lange.

Das ganze befindet sich daher außerhalb jeder Spaßzone. Nur: was ist eine Aktie? Eine Aktie ist ein Eigentumsanteil an einem Unternehmen. Wenn Unternehmen nun absolut notwendige neue Infrastruktur bereitstellen, was sind dann diese Unternehmen in einer Krise? Unnötig? Extrem knapp? Sie sind extrem knapp!

Von Microsoft Windows über Google-Android (für manche auch Apple) über Microsoft Skype bis hin zu Videospielen oder Social Media ... braucht man die weniger, wenn eine Epidemie ausbricht, welche Reisen und persönliche Kontakte einschränkt oder braucht man die sogar mehr? Man braucht sie sogar mehr!

Was braucht man weniger? Anfangs Ford, General Motors, BMW, Volkswagen, Toyota ... Es kommt also darauf an, welche Aktie und das ist auch der Grund, warum wir derzeit keinerlei Aktienindizes long als Investment halten. Zu unpräzise.

Der EUR USD hatte - auch Geometrien wollen ihr Recht- noch ein Rendezvous mit einer Kurslücke, dem sogenannten "Macron-GAP" und dieses hat er absolviert. Geometrisch daher zumindest für ein Retracement nach oben ein klarer Long.

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Aber der Virus mag halt Exportweltmeister mit durch Einsparritis ruinierter Inlandskaufkraft nicht und das auch noch von Gütern, die keine unbedingt notwendige neue Infrastruktur darstellen, schon gar nicht. Und die EUR- Zone stellt aber keine neue Infrastruktur her. Auch hier also: Bad Times for Traders, Good Times for Investors.

Glück im Unglück im Sinne, dass die Präferenz für unsere 2 hochgewichteten Metalle in Krisenzeiten ungebrochen ist

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Gold schließt hinsichtlich seines Preises (also in USD) die Woche über der wichtigen 1630.


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