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Unter glänzender Rüstung ein lahmender Esel!

19.06.2020  |  Philip Hopf
Es ist wenig überraschend, dass auch wir unsere Grenzen der Geduld haben, auch wenn diese sicherlich höher liegen, als bei den meisten Anlegern, rein aus Berufswegen. Wir haben einfach schon zu viel gesehen. Was Gold seit über acht Wochen abliefert, ist und bleibt eine Frechheit. Wir haben nun alles nochmals durchleuchtet und dabei keine Option, ob bärisch oder bullisch, unangetastet gelassen.

Betrachten wir den Markt einmal Fundamental, argumentativ und technisch:

Fundamental ist das Argument das bei der gigantischen Geldschwemme, der Corona Krise, der Wirtschaftskrise ein sicher bald beginnenden Kreditkrise, (Spanien und Italien sind quasi pleite) das Festmahl für eine Gold und Silberrallye gerichtet ist und alles auf einen deftigen Anstieg mit großem Momentum hindeutet. Werfen wir noch die allgemeine Unsicherheit und steigende physische Käufe mit in den fundamentalen Eintopf.

Jetzt blicken wir auf den Chart und sehen einen leblosen Seitwärtsmarkt der seit über 2 Monaten inmitten der Krise nicht den Anschein erweckt als wolle er irgendwo hin.

Wenn also:
  • 1. Höchste Geldmengenausweitung und Verschuldung in der Menschheitsgeschichte
  • 2. Corona Krise
  • 3. Wirtschaftskrise und Aktiencrash
  • 4. Unsicherheit der Bevölkerung
  • 5. Stark gestiegene physische Käufe

Nicht dazu führen den Kurs der Edelmetalle deutlich und nachhaltig ausbrechen zu lassen, was dann bitte?

Was muss denn erst passieren? Hyperinflation oder Währungsreform? Das Ende des Euros? Ein Zerfall der europäischen Union?
Haben Sie selbst eine Antwort?

Was kommt wenn die Corona Krise vorbei ist, die Aktienkurse doch nicht ins Bodenlose fallen und die Unsicherheit der Bevölkerung wieder nachlässt? Nur mal angenommen es wäre so, was passiert dann bei den Metallen die trotz einem Bündel an überbullischen Argumenten den Arsch nicht vom Sofa bekommen haben?

Technisch betrachtet sind wir überkauft auf dem vier Tages Chart und selbst auf dem Monats Chart. Die Indikatoren drehen nach unten. Das letzte Mal als das in solch einer Ausprägung der Fall war, geschah Ende 2011. Sie erinnern sich noch was dann passiert ist?

Ich weiß es glühen die Köpfe und der Zorn steigt. Da sagt er wieder Dinge die man nicht hören will. Aber lassen Sie mal die Emotionen auf der Seite, nur für einen kurzen Moment und suchen Sie nach eigenen Antworten auf meine Fragen.

Diese Fragen stellen wir uns auch und kommen deshalb immer wieder auf ein Ergebnis. Ein brutal unbeliebtes fast verhasstes Ergebnis, eines das polarisiert und die Leute können sich reiben und mit Genugtuung den Daumen runter drücken. Nur zu, ändert aber nichts an der Situation.

Für den Moment bleibt es bei folgenden Parametern: Solange Gold sich unter den 1761 $ halten kann, ist eine direkte Fortführung des Abverkaufes die primäre Verlaufsform. Darüber müssen direkt Kurse über 1788 $ eingeplant werden, deren Ziel dann aber weiterhin die Region von 1817 $ bis 1834 $ bliebe.

Erst darüber aktiviert sich das alternative Szenario. Aber keine Angst, da wären wir schon längst long. Um diesem Szenario analog zu entsprechen, muss der GLD sich unter 165 $ halten und auf der anderen Seite nachhaltig unter 156 $ abverkaufen. Vorher bestätigt sich hier kein Hoch abschließend.

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Aktuell stehen wir im Gold an der Seitenlinie und warten ab bis wir eine neue Möglichkeit zum Einstieg sehen. Es ist zäh, aber wir müssen das nehmen was uns der Markt gibt.

Silber zeigt sich Charttechnisch schwächer als Gold. Es fehlt den Bären aber auch weiterhin an Durchsatz. Wir müssen nach wie vor einplanen, dass der Markt hier nochmals Kurse über 18 $ sehen wird, ehe sich die Fuhre nach Süden verabschiedet. Wir haben ebenfalls nochmals die Chancen des alternativen Szenarios beleuchtet und werden uns dazu nochmal im Weekend Update äußern. Für den Moment bleibt der Abverkauf für uns unterhalb von 18.40 $ ganz klar die primäre Erwartung an den Markt.

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Wir können aber die laufende Gegenbewegung, erst mit Sicherheit unter 17 $ für abgeschlossen erklären. Wir warten nun ab, wie sich die Verkaufssignale auf den höheren Zeitebenen ausbilden. Auf Zweitagesbasis stehen wir nun kurz davor, ebenfalls ein Verkaufssignal zu bilden. Dies sollte den Bären weiteres Momentum verschaffen.


© Philip Hopf
Hopf-Klinkmüller Capital Management GmbH & Co. KG



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