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Weltweite Schuldenexzesse

25.02.2021  |  Vertrauliche Mitteilungen
Laut einer vorläufigen Einschätzung des Institute of International Finance (IIF, eine 1983 von 38 weltweit führenden Banken gegründete Lobbyorganisation mit Sitz in den USA) dürften zum Jahresende 2020 die weltweiten Schulden auf umgerechnet annähernd 280 Billionen US-Dollar gestiegen sein.

Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg von etwa 15 Billionen Dollar. Die weltweite Verschuldung beläuft sich damit auf mehr als 360% der globalen Wirtschaftsleistung. Es ist wahrlich ein Meer von Schulden, in dem die Welt derzeit zu versinken droht.

Dieser Schuldenexzess ist mehr und mehr die Folge praktisch weltweiter Bemühungen, die durch politisch beschlossene und durchgesetzte "Lockdown“-Maßnahmen hervorgerufenen Einkommens- und Umsatzverluste mit immer neuen Staatsschulden, mit immer mehr neu geschaffenem Geld auszugleichen.

Und auch die Unternehmensverschuldung ist deutlich gestiegen, weil immer mehr Betriebe gezwungen sind, zur Erhaltung ihrer finanziellen Handlungsfähigkeit neue Kredite aufzunehmen.

Daß der Verschuldungsgrad auf über 360% gestiegen ist, ist allerdings nicht nur eine Folge der höheren Kreditsumme, sondern sie beruht zu einem - allerdings eher kleineren - Teil auch auf der in manchen Ländern deutlich gesunkenen jährlichen Wirtschaftsleistung.

Schon jetzt steht fest, daß die umfangreichen Stützungsmaßnahmen in einer Reihe von Fällen das eigentlich schon jetzt besiegelte Ende mancher Unternehmen nicht verhindern, sondern nur verzögern können.

Hinzu kommt, daß manche derzeitige "Rettungsaktion“ auch schon vorher unprofitable Unternehmen einstweilen über Wasser hält. In einer normalen Marktsituation wären diese Unternehmen längst vom Markt verschwunden. Je länger dieser zugegebenermaßen schmerzhafte Prozeß aber hinausgezögert wird, umso größer ist im Allgemeinen der damit verbundene volkswirtschaftliche Schaden.

Seitens der Politik wird darüber hinaus die Versuchung zunehmen, nur vorübergehend geplante Hilfe auf Dauer zu gewähren. Denn wer möchte aus der Perspektive seiner Wähler schon als derjenige Politiker angesehen werden, der mit einer Einstellungsverfügung für Hilfszahlungen zum endgültigen Aus für manchen Betrieb und die damit verbundenen Arbeitsplätze beiträgt?

Für die nächsten Jahre ist deshalb mit einer weiter steigenden Staatsquote zu rechnen...

In diesem Zusammenhang lohnt auch ein Blick auf die eher düstere Prognose der Chefvolkswirtin der Weltbank, Carmen Reinhart. Sie blickt voller Skepsis auf die derzeit vorherrschenden, optimistischen Prognosen zur weiteren weltweiten Wirtschaftsentwicklung.

Sie sieht dagegen immer mehr Anzeichen für eine sich vor unseren Augen zusammenbrauende internationale Finanzkrise. Und damit nicht genug: Sollte es dazu kommen, sieht Frau Reinhart auch die noch verbliebenen Reste an "Systemstabilität“ in Frage gestellt.

In diesem Fall würden nur noch reine Sachwerte (allen voran Gold) die Chance eines zumindest teilweisen Werterhalts bieten. An unseren seit Jahren beschriebenen Anlageempfehlungen (in Kurzform: Diversifizierung nach Währungen, Ländern, Banken, Sachwerte, Gold) ändert sich auch vor diesem Hintergrund nichts.


© Vertrauliche Mitteilungen
Auszug aus den "Vertrauliche Mitteilungen", Nr. 4430



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