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Defla XXL - Gefährliches Spiel IV - Erzeugerteuerung

17.10.2021  |  Christian Vartian
US-PPI (Produktionspreisindex) mit 0,5% vs. 0,6% Erwartung zeigt weiter Teuerung an. Zu wenig Produktion. Kern-US-PPI (Produktionspreisindex) mit 0,2% vs. 0,5% Erwartung zeigt weiter Teuerung an. Zu wenig Produktion. Dagegen flaut der Verbraucherpreisindex ab weiter mit negativem Abstand. US-CPI came at 0,4% vs. 0,3% consensus. Non-farm Payrolls bei 194k vs. 450k Erwartung.

CPI minus PPI = -0,1% also eine negative Differenz und diese geht zu Lasten der Unternehmen der klassischen Realwirtschaft. Die Schäden an dieser bestehen nicht nur aus dieser negativen Differenz, auch der chronische Materialmangel usw. hemmen die Produktion.

Ob USA oder Europa

Dow Jones

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DAX

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die relativen Notierungen der Realwirtschaftsaktien sind verglichen mit Technologieaktien

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unter den aktuellen Umständen daher viel zu hoch.

Den Cryptos geht es gut

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Es soll heute aber um Gold gehen.

Zuerst zum Kurs

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Ein Heraufschnalzen in den 1800 USD Bereich wurde sofort wieder korrigiert und wir stehen in etwa wie am Wochenanfang. Warum ist das so?

Das ist zwar exakt logisch, um den Hintergrund zu verstehen, muß man aber ausholen: Was ist eine STAGFLATION?

Präzise definiert ist eine Stagflation auf der Angebots- und Produktionsseite eine Stagnation. Eine Stagnation bedeutet mehr oder weniger unveränderte Beschäftigungszuwächse (haben wir derzeit noch nicht), mehr oder weniger unveränderte Güter- und Leistungsmengen (haben wir derzeit noch nicht), wegen der Vorgenannten eine in etwa stagnierende Geldumlaufgeschwindigkeit (haben wir derzeit noch nicht) und einen stagnierenden Geldumlaufmultiplikator (haben wir auch noch nicht).

Hätten wir die Zutaten zur Stagflation, dann würde eine Steigerung der Primärgeldmenge direkt in die Preise gehen, weil kein Zahnrad kaputt ist an der Übersetzung. Stagflation ist andererseits das beste aller Szenarien für den Goldpreis überhaupt.

Nun haben verschiedene Marktteilnehmer eben wie >90% der Analysten die derzeitige Situation nicht präzise verstanden und halten die deflatorische Teuerung für eine Stagflation und kaufen wie wild Gold - manchmal. Danach kommen andere, die sie richtig oder anders falsch verstehen haben und verkaufen dieses wieder ab. In einer Stagflation bekommt man jedes Gut, das man will, halt zu erhöhten und steigenden Preisen.

Um das Gut zu kaufen, da die Preise steigen, braucht man immer mehr realwirtschaftliche Zahlungsmittel (mit positiver Außenhandelsbilanz) also müssten diese gegen Zahlungsmittel zum Investieren steigen.

Der EUR USD müsste z.B. konstant mindestens leicht steigen. Derzeit tut er aber das hier

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Wir sehen dabei ganz rechts auf dem Chart kleinste Anzeichen, dass die deflationäre Teuerung ihren depressiven Charakter beenden könnte. Nach Beendigung des depressiven Charakters würde die Geldumlaufgeschwindigkeit aufhören zu sinken. Das beendete die Deflation. Ein holpriger Direktübergang von der aktuellen deflationären, depressiven Teuerung in eine Stagflation ist also grundsätzlich möglich, wir sind aber noch nicht da.

Falls wir da hinkämen, sollte man das Gold aber schon gekauft haben, statt danach den Preisen hinterherrennen zu müssen.


© Mag. Christian Vartian
www.vartian-hardassetmacro.com



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