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Blutbad am Aktien- und Kryptomarkt - Gold bleibt der sichere Hafen in der Stagflation

18.05.2022  |  Markus Blaschzok
- Seite 4 -
Die Unterstützung bei 1.800 $ bietet aktuell die Chance für eine Gegenbewegung, die sich später in eine Trendumkehr wandeln könnte.

Die Abwärtstrends sind auf jeder Zeitebene noch intakt, weshalb das Signal grundsätzlich noch short ist. Doch wenn die Unterstützung hält, dann könnte sich der Preis auf diesem Niveau stabilisieren und es letztlich mit dem Bruch der Abwärtstrends zu einem Short-Squeeze wieder auf 1.870 $ kommen.

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Nach dem Bruch der Handelsspanne fiel der Goldpreis zurück auf 1.800 US-Dollar


Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis im Februar nach dem Bruch des letzten langfristigen Abwärtstrends stark anstieg und fast das Allzeithoch erreicht hatte. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges zeigte sich Stärke, die ungewöhnlich war und auf Insiderkäufe zurückzuführen sein dürfte.

Das Allzeithoch wurde um wenige US-Dollar verfehlt und der Preis fiel zurück auf die Unterstützung bei 1.900 US-Dollar. Der erwartete Rücksetzer kam und Gold fiel wieder zurück auf 1.800 $, dem Niveau vor dem Krieg in der Ukraine. Die Geschichte zeigt, dass Gold oftmals kurzfristig fällt, gerade dann, wenn es die Masse es für unmöglich hält und das Sentiment sehr bullisch ist, was wir zuletzt sahen.

Sollte die Unterstützung bei 1.800 $ nicht halten, so wäre ein Abverkauf bis 1.680 $ durchaus denkbar, weshalb Trader darauf achten sollten keine Long-Position unter 1.800 $ zu halten.

Das mögliche Zeitfenster für eine weitere Korrektur ist jedoch relativ kurz, denn die hohe Teuerung, die steigenden Zinsen und die sich manifestierende Rezession sind Faktoren, die die Aktienmärkte weiter einbrechen lässt und somit die Notenbanken in Zugzwang bringt. Sobald die Notenbanken zucken, wird das Smart Money auf die Käuferseite wechseln und Gold akkumulieren in Antizipation neuer QE-Programme. Dann wird Gold schnell seine Allzeithochs erreichen und weit hinter sich lassen, während der Euro und der Dollar weiter abwerten.

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Der komplette Anstieg seit dem Krieg in der Ukraine wurde wieder vernichtet


Der Goldpreis in Euro ging mit dem Einbruch des europäischen Gemeinschaftswährung als Folge der Sanktionen gegen Russland förmlich durch die Decke. Die Parität des Euros zum US-Dollar scheint, in diesem für Europa ungünstigen Umfeld, nur noch eine Frage der Zeit zu sein, während der USD-Index durch die Decke geht.

Nachdem Ende Januar ein Aufwärtstrend brach und es ein kurzfristiges Signal für einen zeitweiligen Take Profit gab, wobei das Kaufsignal vom Oktober bei 1.640 Euro noch immer intakt war, drehte der Goldpreis mit der Kriegsangst vom Fleck weg, erzeugte bei 1.608 Euro ein erneutes Kaufsignal und stieg um 290 Euro je Feinunze an.

Sollte der Euro auf die Parität zum US-Dollar fallen, so würde dies bedeuten, dass der Goldpreis in Euro das hohe Niveau halten kann. Dennoch ist die Spekulation sehr hoch und ein kurzweiliger Rücksetzer um bis zu 80 Euro wäre jederzeit möglich. Trotzdem stehen die Zeichen langfristig auf Grün für einen weiter steigenden Goldpreis in den nächsten Jahren, weshalb wir Rücksetzer als Kaufchance sehen, gerade für Investoren im Euroraum, die mit einer weiteren Abwertung des Euros rechnen müssen.

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Der Goldpreis hält sich im Umfeld eines schwachen Euros weiterhin stark auf hohem Niveau


© Markus Blaschzok
Dipl. Betriebswirt (FH), CFTe
Chefanalyst GoldSilberShop.de / VSP AG
BlaschzokResearch
GoldSilberShop.de

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