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Blutbad am Aktien- und Kryptomarkt - Gold bleibt der sichere Hafen in der Stagflation

18.05.2022  |  Markus Blaschzok
- Seite 3 -
Positiv ist, dass der COT-Index OI auf 50 Punkte anstieg, was der höchste Stand seit 3 Jahren ist. Grundsätzlich würde diese Korrektur am Terminmarkt also ausreichen in einem übergeordneten Bullenmarkt, in dem sich der Goldpreis, angesichts dieser Inflationsdaten und der Sackgasse der FED, definitiv befindet.

Die Netto-Shortposition der Big 4 verringerte sich von 34 auf 31 Tage der Weltproduktion und die der Big 8 verringerte sich von 54 auf 51 Tage. Die Big4 haben sich mit 3 Tagen der Weltproduktion eingedeckt, was wenig ist. Die Shortposition ist immer noch sehr hoch, was ebenfalls eher dafürspricht, dass die Korrektur bei Gold noch nicht ausgestanden ist.


Fazit:

Die Terminmarktdaten sind insgesamt relativ gut, doch sprechen sie nicht dafür, dass der Goldpreis vom Fleck weg bei 1.800 $ drehen und wieder sofort ansteigen wird. Den Bullen dürften bestenfalls einen zähen volatilen Weg nach oben vor sich haben.

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Die Terminmarktdaten für Gold sind so gut wie seit 3 Jahren nicht mehr


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Die mutmaßliche Manipulation am Goldmarkt ist aktuell noch sehr hoch, was die kurzfristigen Risiken untermauert


Der in der letzten Analyse vor einem Monat noch für möglich gehaltene Sell Off auf 1.800 $ ist eingetreten, nachdem der Preis aus der Handelsspanne unter 1.900 $ ausgebrochen war.

"Im kurzfristigen Chart ist die Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gut ersichtlich. Mittel- bis langfristig ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren deutlichen Anstieg des Goldpreises sehr hoch, doch kurzfristig könnte sich die Korrektur über die Zeitachse oder auch über die Amplitude noch ein letztes Mal ausweiten.

Eine Streckfolter und das Rausschütteln zittriger Hände sind charakteristisch für den Goldmarkt, was nicht bedeutet, dass es unbedingt auch diesmal so kommen muss. Wer an der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar an der Unterstützung antizyklisch gekauft hatte, der sollte nun eine Stop-Loss-Order platzieren, da unter 1.900 US-Dollar ein Sell Off droht. Unter 1.900 US-Dollar würde es ein prozyklisches Verkaufssignal geben, dem ein Sell Off um 100 US-Dollar folgen könnte."


Der Goldpreis fiel nun zurück auf den ehemaligen Abwärtstrend und die Unterstützung bei 1.800 US-Dollar. Damit ist der Goldpreis günstiger als vor dem Krieg in der Ukraine. An dieser Unterstützung bei 1.800 $ nahmen am Freitag einige Bären Gewinne mit und erste Bullen fassten in das fallende Messer. Sieht man sich jedoch die viel zu geringe Bereinigung am Terminmarkt an und die immer noch hohe Shortposition der großen vier Händler, sind Zweifel angebracht, ob die Korrektur hier schon ihr Ende gefunden hat.

Die Zinsanhebungen in den USA und der gleichzeitig starke Dollar lassen Investoren abwarten oder Goldpositionen verkaufen. Dazu kommt der starke Einbruch am Aktienmarkt, der viele Investoren zwingt Goldbestände zu liquidieren, um einen Margin Call zu verhindern oder den Dip wieder zu kaufen.

Der Krieg in der Ukraine bleibt eine ungewisse Variable, die jederzeit für neue Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen sorgen kann. Womöglich sorgt eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine für einen Sprung des Goldpreises, dann will man long dabei sein, weshalb technische Kaufsignale angenommen werden müssen.


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