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Gold - Mehrwöchige Sommerflaute wäre ideal

23.06.2022  |  Florian Grummes
1. Rückblick

Mit Kursen um 1.787 USD fiel der Goldpreis am 16.Mai auf den tiefsten Stand seit Ende Januar zurück. Seitdem gelang zunächst eine halbwegs schwungvolle Erholung bis auf 1.869 USD. In der Folge lief sich der Goldpreis allerdings mehrmals drei Wochen lang an der Widerstandszone zwischen 1.865 und 1.875 USD fest. Gleichzeitig rutschten die Aktienmärkte zuletzt jedoch deutlich tiefer in einen Bärenmarkt ab.

Die Panik an den Märkten in Verbindung mit den weiterhin hohen Inflationsdaten sorgte dabei einerseits immer wieder für eine reflexartige Flucht in den sicheren Hafen Gold. Andererseits geriet der Goldmarkt durch den zunehmenden Liquiditätsmangel an Märkten aber auch immer wieder unter Druck. Insgesamt bewegte sich der Goldpreis daher in den letzten vier Wochen seitwärts und volatil zwischen 1.815 und 1.875 USD unentschlossen hin- und her. Die Gefahr eines deutlicheren Abrutschens unter 1.800 USD ist noch nicht gebannt.

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Gold in US-Dollar, 4-Stundenchart vom 23. Juni 2022. Quelle: Tradingview


Erst in den letzten Tagen kommt zusehends Ruhe in den Markt und die Tagesauschläge werden kleiner. Dieses Verhalten ist typisch für die Sommermonate Juni und Juli. Idealerweise beruhigt sich das Kursgeschehen in den kommenden Wochen daher weiter, während der Goldpreis den Blickkontakt mit seiner 200-Tagelinie (aktuell 1.843 USD) dabei aufrechterhalten kann.


2. Chartanalyse Gold in US-Dollar

a. Wochenchart: Korrektur der letzten Monate läuft in einen bullischen Keil

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Gold in US-Dollar, Wochenchart vom 23. Juni 2022. Quelle: Tradingview


Auf dem Wochenchart befindet sich der Goldpreis seit dem Hoch von Anfang März (2.070 USD) in einer Korrektur. Seit Mitte Mai bemühen sich die Goldbullen um eine Stabilisierung um bzw. oberhalb der dunkelgrünen Aufwärtstrendlinie (aktuell ca. 1.820 USD). Übergeordnet konsolidieren die Goldnotierungen allerdings bereits seit dem August 2020 in einer breiten Spanne zwischen 1.680 USD und 2.075 USD.

Kann die dunkelgrüne Aufwärtstrendlinie auf Wochenschlusskursbasis in den kommenden Wochen verteidigt werden, stehen die Chancen für einen Ausbruch nach oben und in der Folge dann auch für eine typische Sommerrally sehr gut. Ein mögliches Ziel auf der Oberseite wäre in diesem Fall bis zum Herbst das obere Bollinger Band auf dem Wochenchart (aktuell 1.998 USD).

Alternativ, und dieses Szenario hat im derzeit höchst depressiven Marktumfeld eine etwas erhöhte Wahrscheinlichkeit, kann die dunkelgrüne Aufwärtstrendlinie nicht verteidigt werden. Dann greift der sich zunehmend abzeichnende bullische Keil, welcher zunächst mit Kursen um 1.765 bis 1.750 USD auf der Unterseite nochmals alle schwachen Hände aus dem Markt jagen könnte. Der "Worst Case" wäre dabei zudem ein Rücksetzer bis an die Oberkante des türkisen Aufwärtstrendkanals, welcher den Goldpreis seit dem Dezember 2015 ausgehend vom damaligen Tief bei 1.045 USD nach oben getrieben hat.

Positiv ist die halbwegs überverkaufte Wochen-Stochastik. Zwar gelingt es dem Oszillator bislang noch nicht, Momentum auf der Oberseite zu entfachen, das Abwärtsrisiko scheint aber begrenzt. Ein paar weitere Wochen fader Seitwärtsschieberei könnte die Stochastik in eine ideale Ausgangslage für die früher oder später zu erwartende Sommerrally am Goldmarkt bringen.

Summa summarum ist der Wochenchart neutral. Entweder hangelt sich der Goldpreis in den kommenden Wochen einfach seitwärts zwischen 1.800 und 1.870 USD weiter durch den Chart. Alternativ kommt es nochmals zu tieferen Kursen, wobei spätestens um 1.750 USD ein Bollwerk an Unterstützungen die Sommerrally einleiten sollte.


b. Tageschart: Konsolidierung um die 200-Tagelinie

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Gold in US-Dollar, Tageschart vom 23. Juni 2022. Quelle: Tradingview



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