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Silber steigt 34% auf 66 $ in einen Monat – Fass Rohöl erstmals für eine Unze Silber

18.12.2025  |  Markus Blaschzok
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Bemerkenswert ist das auch deshalb, weil die Rahmenbedingungen untypisch sind für eine derart ausgeprägte Rallye. Erst kürzliche stiegen die ETF-Bestände über die Hochs der letzten Jahre an, während zugleich ein QT-Programm die Geldmenge in den USA reduzierte, was sehr ungewöhnlich für einen Preisanstieg bei Gold und Silber in dieser Größenordnung ist.

Bei Silber zeigt die Zwei-Jahres-Rendite ebenfalls ein extrem seltenes Bild. Historisch war ein vergleichbarer Preisanstieg nur in wenigen Episoden zu beobachten, unter anderem Anfang der 70er, rund um 1980 sowie in 2011 zum Ende der damaligen Edelmetallhausse. Auch hier liegt damit ein statistischer Ausreißer vor, wodurch sich die Frage stellt, wie weit die aktuelle Rallye den Preis noch tragen kann.

Dass die US-Notenbank in der vergangenen Woche mit einem neuen QE-Light-Programm aufwartete, ist ein Faktor, der Gold und Silber perspektivisch zusätzlich stützen kann. Auch eine erneute Ausweitung der Staatsverschuldung spricht langfristig für strukturellen Rückenwind. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass die Rallye kurzfristig bereits sehr weit gelaufen ist und womöglich zusätzliche exogene Impulse benötigt, um sich in diesem Tempo weiter fortzusetzen.

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Nur dreimal in der Geschichte war der Silberpreis binnen zwei Jahren so stark gestiegen


Auch wenn die starken Anstiege bei den 1- und 2-Jahresrenditen auf eine kurzfristige Überhitzung hindeuten, zeigen die 5-Jahresrenditen, dass grundsätzlich noch Luft nach oben vorhanden wäre. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass sich die hohen Niveaus und kräftigen Preisanstiege mittel- bis langfristig, also auf Sicht der nächsten Jahre, fortsetzen können. In der Rallye von 2000 bis 2011 gab es mehrere Jahre mit anhaltend starken Zugewinnen am Goldmarkt. Auch Silber weist im historischen Vergleich noch Spielraum auf längere Sicht auf.

So lag die 5-Jahresrendite bei Silber im Jahr 2008 bei rund 350% und Ende der 80er stieg sie zeitweise sogar auf über 400%. Weitere Extremwerte nach oben sind also möglich, sofern die Rahmenbedingungen passen. Vor diesem Hintergrund spricht viel dafür, dass Gold- und Silberinvestoren perspektivisch auch in den kommenden Jahren an ihren Positionen festhalten sollten, insbesondere da gerade in diesen Übertreibungen die größten Gewinne möglich waren.

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Auf Sicht von fünf Jahren lag die Rendite für Gold in der Vergangenheit noch deutlich höher bei über 200%


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Auf Sicht der nächsten Jahre scheint es noch Luft nach oben für Silber zu geben


Kurzfristig wirkt das Umfeld allerdings bereits ambitioniert. Bei einem Gold-Silber-Ratio von 57 erscheint Silber relativ zu Gold kurzfristig teuer. Langfristig sind jedoch auch wieder Ratios um 30 denkbar, was im richtigen makroökonomischen Umfeld für eine Fortsetzung der Rallye über die nächsten Jahre sprechen würde. Ein zentraler Treiber wäre eine weiterhin lockere Geldpolitik der Notenbanken, wofür die US-Notenbank in der vergangenen Woche mit dem neuen QE-Light-Programm erste konkrete Signale geliefert hat. Solange die aktuell starke Investmentnachfrage anhält, kann es mit Gold und Silber weiter nach oben gehen.

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Selbst Santas Elfen müssen sich mittlerweile an der COMEX eindecken, da sich aktuell jedermann Silber zu Weihnachten wünscht


Die dazugehörige aktuelle technische Chartanalyse finden Sie hier.


© Markus Blaschzok
Dipl. Betriebswirt (FH), CFTe
Chefanalyst GoldSilberShop.de / VSP AG
BlaschzokResearch
GoldSilberShop.de

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